Biblisch-Archäologisches Institut

50 Jahre BAI : Tagung zu Tempelbau und Tempelkult

Die Zielsetzung der Tagung richtete sich auf die Erforschung von Tempelbau und Tempelkult in der Levante im 2. und 1. Jt. v.Chr. (Mittel- und Spätbronzezeit sowie Eisenzeit). Der Fokus lag auf Stadttempeln, also auf monumentalen Hauptgebäuden für den Tempelkult innerhalb städtischer Siedlungen. Im Mittelpunkt standen aktuelle archäologische Forschungsergebnisse sowie historische und theologische Studien zu Tempelbau und Tempelkult in den Kulturen Altisraels und Phöniziens sowie in den aramäischen, philistäischen und ostjordanischen Gebieten der syro-palästinischen Landbrücke.

Neue Erkenntnisse zu Tempelbau und Tempelkult

In den vergangenen Jahren sind in dieser Region mehrere Tempelarchitekturen und ihr jeweiliges sakrales Umfeld neu ausgegraben oder erneut erforscht worden. Die Ergebnisse bereichern und modifizieren unsere bisherigen Kenntnisse zu Tempelbau und Tempelkult in der Levante in erheblichem Umfang. Aus der Perspektive der theologischen Wissenschaften sind die betreffenden Ergebnisse von primärer Relevanz für das Tempelwesen in Jerusalem und für seine Auswirkungen auf die Texte des Alten Testaments.

Interdisziplinärer Ansatz der Tagung

Im Hinblick auf die Archäologie Syrien-Palästinas sowie auf die Erforschung der phönizisch-punischen Kultur bestand die Besonderheit der Tagung darin, das Tempelwesen der verschiedenen Regionalkulturen im Vergleich mit einander zu analysieren und fachübergreifend zu untersuchen (Biblische Archäologie; Vorderasiatische Archäologie; Klassische Archäologie). Alle zur Verfügung stehenden Quellengattungen zu Tempelbau und Tempelkult sollten zur Sprache kommen (inklusive der Epigraphik und der Ikonographie).

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