Aktuelle Lehrveranstaltungen

Sommersemester 2021

Vorlesung: Patrologie des 1.-3. Jh.

Prof. Dr. Thomas Jürgasch

 1 SWS, montags 10:00 - 11:00 Uhr, Beginn: 19.04.2021

 siehe Ausgang / Alma 

 MOP 2

Arbeitsform: Vorlesung mit kolloquialen Elementen.

Studienleistung: Vor- bzw. Nachbereitung der in der VL behandelten Themen.

Literatur: wird zu Beginn der Veranstaltung genannt.

Voraussetzungen: -

Inhalt: Die frühchristliche Literatur der ersten drei Jahrhunderte gibt Zeugnis von vielfältigen Debatten und intensiven Formen des Austausches. Dies betrifft zum einen innerchristliche Diskussionen und Auseinandersetzungen, in deren Rahmen uns frühe Formen der Verhandlung dessen begegnen, worin „die wahre christliche Lehre“ und „die richtige christliche Praxis“ bestehen. Zum anderen zeugt die frühchristliche Literatur aber auch von einem regen christlichen Austausch mit Spielarten jüdischen und sogenannten ‚paganen‘ Denkens und mit den entsprechenden Formen religiöser und philosophischer Praxis.

In der Vorlesung werden diese Themen anhand verschiedener Werke und Autoren aus den ersten drei Jahrhunderten der christlichen Literatur betrachtet werden, um so exemplarisch einige zentrale Inhalte der frühchristlichen Theologie in den Blick zu bekommen. Hierbei werden wir auch auf entsprechende theologische und philosophische Werke aus dem jüdischen und pagan-griechischen bzw. römischen Bereich eingehen und damit auch die o.g. Formen des interreligiösen und -kulturellen Austausches thematisieren.

Kolloquium zur Vorlesung: Kirchengeschichte/Patrologie

Prof. Dr. Thomas Jürgasch

 1 SWS, montags 11:00 - 12:00 Uhr, Beginn: 19.04.2021

 siehe Aushhang / Alma

 MOP 2

Arbeitsform: Kolloquium

Voraussetzungen: -

Inhalt: Im Kolloquium werden ergänzend zur Vorlesung ausgewählte Stellen aus den in der Vorlesung besprochenen theologischen Werken der frühchristlichen Zeit gelesen und besprochen.

Kombinationsseminar: Fachdidaktik – Historische Theologie: Fachdidaktik und AKG Christ*innen im Römischen Reich: Fremd im eigenen Land oder staatstragende Macht?

Prof. Dr. Thomas Jürgasch & Dr. Julia Münch-Wirtz

 2 SWS, montags 14:00 - 16:00 Uhr, Beginn: 19.04.2021

 siehe Aushang / Alma

 LMS 2.2

Arbeitsform: Seminar mit interaktiven Arbeitsformen.

Studienleistung: Regelmäßige und aktive Teilnahme an den Seminarsitzungen (max. zwei Fehltermine).

Literatur: wird zu Beginn des Semesters bekanntgegeben.

Voraussetzungen: -

Inhalt: In der Spätantike erfuhr die frühe Kirche fundamentale gesellschaftliche, politische und religiöse Veränderungen. War die christliche Religion noch zu Beginn des vierten Jahrhunderts Opfer massiver Verfolgungen von Seiten des römischen Staates, avancierte sie bis zum Ende dieses Jahrhunderts zur „Staatsreligion“ des Römischen Imperiums und war als solche nun selbst in der Rolle der Verfolgerin anderer religiöser Gemeinschaften. Warum aber wurden die Christ*innen zunächst verfolgt, wie änderte sich ihr sozialer und rechtlicher Status allmählich und wie wurden sie selbst zu Verfolger*innen? Anhand dieser und weiterer spätantiker gesellschaftlicher Transformationsprozesse wollen wir im Seminar exemplarisch untersuchen, wie das Verhältnis von Kirche und Welt zu denken ist. 

Ausgehend von den fachwissenschaftlichen Erkenntnissen wird das Seminar Verbindungen zum Bildungsplan herstellen, die Inhalte religionspädagogisch reflektieren und methodisch-didaktischen Fragestellungen nachgehen. Die gewonnenen kirchengeschichtlichen und religionspädagogischen Einsichten sollen dann für die Unterrichtspraxis fruchtbar gemacht werden.

Hauptseminar: „Christliche Heilige: tote Vorbilder für den Weg zum ewigen Leben?“ Märtyrertum, Heiligkeit und die Frage nach dem guten Leben in der (Spät-)Antike

Prof. Dr. Thomas Jürgasch

 2 SWS, montags 16:00 - 18:00 Uhr, Beginn: 19.04.2021

 siehe Aushang / Alma

 MGP 7.1, LHS 2.7, LMS 4.1, BMS 4.1, BAHS 2, BAHS 5.2.1, NFHS 2.7, NFHS 5.1.1

Arbeitsform: Seminar mit interaktiven Arbeitsformen.

Studienleistung: Regelmäßige und aktive Teilnahme an den Seminarsitzungen (max. zwei Fehltermine).

Literatur:

  • Christoph Markschies: Das antike Christentum. Frömmigkeit, Lebensformen, Institutionen, München 2012, S. 113-124.
  • Peter Brown: Die Gesellschaft und das Übernatürliche, Berlin 1993, S. 21-47.
  • Theofried Baumeister: „Zur Entstehung der Märtyrerlegende“, in: Peter Gemeinhardt and Johan Leemans (Hrsg.): Christian Martyrdom in Late Antiquity History and Discourse, Tradition and Religious Identity (300-450 AD), Berlin 2012, S. 35-48.

Voraussetzungen: Abschluss aller Module der Orientierungsphase. Alle je nach Studiengang erforderlichen Sprachnachweise.

Inhalt: Wer oder was ist eigentlich heilig – und wie wird man das? Muss man einen qualvollen Tod als Märtyrer*in dafür in Kauf nehmen? Und warum sollte so etwas beispielhaft sein für eine gelungene christliche Lebensführung? Im Seminar werden wir diesen und weiteren Fragen nachgehen und die (spät-) antike Entstehung der christlichen Heiligenverehrung und ihre Wurzeln im Märtyrerkult in den Blick nehmen. Dazu werden wir auch pagan-römische bzw. -griechische und jüdische Vorläuferkonzepte – u.a. den des stoischen exemplum – untersuchen, um so genauer zu verstehen, worin das Spezifische des christlichen Heiligenverständnisses bestand und besteht. Überdies werden wir uns auch mit der sozialen Funktion der christlichen Heiligen beschäftigen, die vor allem seit dem 4. Jahrhundert eine immer wichtigere Rolle auch in der Gesellschaft des Römischen Reiches spielte.

Grundkurs: Lichtscheues Gesindel und ungläubige Wahrheitsverdreher – Pagane Kritik am Christentum und innerkirchliche Debatten in den ersten drei Jahrhunderten (mit einer Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten)

Stefan Metz

 2 SWS, montags 14:00 - 16:00 Uhr, Beginn: 19.04.2021

 siehe Aushang / Alma

 MOP 2, LOS 2, BOS 1, BAOS 2, NFOS 1

Literatur: wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.

Arbeitsformen: Seminar mit interaktiven Arbeitsformen (ebenfalls verpflichtender Teil des GK: Kooperatives Blockwochenende zur Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten, zusammen mit dem GK MNKG. Dieses findet am Freitag, 23. Apr. von 14-18 Uhr und am Samstag 24. Apr. von 9-12 Uhr statt).

Studienleistung: Aktive und regelmäßige Teilnahme (max. 2 Fehlzeiten). Bearbeitung der seminarbegleitenden Lektüren und Aufgaben.

Prüfungsleistung: Hausarbeit als PL in MOP 2, LOS 2, BAOS 2 (gemäß Modulhandbüchern) möglich.

Voraussetzungen: -

Inhalt: Will sich ein neuer Glaube etablieren, sind Konflikte vorprogrammiert. Einerseits mit der Gesellschaft, in die hinein er wirken möchte und deren Grundkonsens er in Frage stellt. Andererseits innerhalb der Glaubensgemeinschaft selbst, die mit sich selbst um die ‚richtige‘ Auslegung und Lebensweise des eigenen Glaubens ringt. 

Im Seminar untersuchen wir diese Konflikte sowie deren Hintergründe für die Ausbreitung des Christentums im Römischen Reich während der ersten drei Jahrhunderte. Die Kritik, die dem jungen Christentum von außen entgegenschlug und die wir exemplarisch betrachten werden, ist vielfältig: Kritik auf philosophischer Grundlage und gelehrte Auseinandersetzungen finden sich ebenso wie Polemik und stammtischartige Parolen. Bei den innerchristlichen Debatten ging es um Fragen der Lebensführung, dem Verhältnis zur nichtchristlichen Umwelt sowie Fragen, wie die Botschaft des Evangeliums zu verstehen sei.

Grundlage unserer Arbeit wird dabei die Analyse und Diskussion von (spät-)antiken Quellentexten und die Auseinandersetzung mit Forschungsliteratur sein.

Zugleich dient uns das Thema des Seminars, um daran die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens zu erörtern.

 Die KKVV-Version der Lehrstuhlveranstaltungen vom Sommersemester 2021 kann hier eingesehen werden.