Wirtschaftsgeographie

Große Exkursion nach Singapur und Malaysia

Wir, das sind eine 19-köpfige Gruppe von Geographiestudierenden aus Tübingen, Professor Dr. Sebastian Kinder und Mitarbeiter Jan Kosok haben uns vom 11. März bis zum 17. März 2020 auf Exkursion nach Singapur und Malaysia begeben. Schwerpunkt der Exkursion war die wirtschaftliche Entwicklung beider Länder.

Sowohl im Bachelorstudiengang als auch im Masterstudiengang ist eine mindestens 10-tägige Exkursion vorgesehen. Während der Exkursion werden schon gelernte Inhalte aufgegriffen und im Raum, dem Exkursionsort, angewendet. Ein Vorbereitungsseminar und als Ergebnis eine abschließende Gruppenarbeit umrahmen die Exkursion. Unser Output der Exkursion ist diese Webseite. Wir wollen sie nutzen, um über Singapur, Malaysia und unsere Erfahrungen während der Exkursion zu berichten.

Geplant war die Exkursion vom 11. März bis zum 23. März 2020. Die Lage bzgl. des Corona-Virus verkürzte unseren Aufenthalt allerdings stark. So traten wir schon ab dem 17. März nach und nach unseren Rückflug an. Trotz der kürzeren Zeit haben wir einen lebendigen Eindruck der beiden Länder bekommen und können auf eine lehrreiche und fröhliche Zeit zurückblicken.

Bereits ein knappes Jahr vor Exkursionsbeginn hatten wir als Gruppe die erste Gelegenheit uns bei einem Treffen kennenzulernen. In einer Präsentation von Professor Kinder wurde uns ein erster Einblick in das gegeben, was uns alles erwartet. Das steigerte unsere Vorfreude enorm. Außerdem wurde jedem von uns ein Expertenthema zugeteilt, mit dem wir uns in den folgenden Monaten intensiv auseinandersetzen konnten.

Zu Beginn des Wintersemesters gab es dann eine Rücksprache mit Professor Kinder und Herr Kosok bezüglich der Aufbereitung unseres Expertenthemas, um mögliche Probleme zu besprechen und Unklarheiten zu bereinigen.

Im Januar hatten wir als Gruppe eine Blockveranstaltung über ein ganzes Wochenende. Nun hatte Jede und Jeder die Möglichkeit, das Wissen über sein Expertenthema in Form einer Präsentation mit der Gruppe zu teilen. Im Anschluss an jede Präsentation gab es einen angeregten Meinungsaustausch über das zuvor gehörte. Zusätzlich wurde uns das detaillierte Exkursionsprogramm mitgeteilt, Explorationsgruppen wurden eingeteilt und letzte Hinweise gegeben. Nach diesen 3 Tagen waren wir gut vorbereitet und es konnte losgehen.

Die Zeit bis Anfang März verging zunächst wie im Flug, dank zahlreicher Klausuren und Hausarbeiten waren wir alle gut beschäftigt. Ende Februar wurde es dann nochmal spannend. Durch die Ausbreitung des Corona-Virus gab es zunehmend Reisebeschränkungen. Einige von uns mussten sich nach neuen Flügen umschauen und die Befürchtung, wir könnten erst gar nicht losreisen, wuchs. Doch Singapur hatte bis zu unserem Abflug zum Glück kein Einreiseverbot für deutsche Staatsangehörige verhängt.

Für einige ging es schon am 7. März los, die Letzten starteten am 8. März abends. Wir waren alle sehr erleichtert als wir letztendlich durch die Einreisekontrolle und die ersten Fieber-Kontrollen gekommen waren und uns auf den Weg ins Hotel machen konnten.

Das Programm für die Exkursion inklusive der Hotels, Busfahrten und Termine hatten Herr Kinder und Herr Kosok geplant. Von ihnen gab es auch zu den verschiedenen Orten täglich Input. Aber auch die Studierenden, die sich mit den jeweiligen Themen schon für das Vorbereitungsseminar befasst hatten, trugen zu der gemeinsamen Gestaltung der Inhalte bei. Wir besuchten das Unternehmen Infineon und die Konrad Adenauer Stiftung, die uns Einblicke in ihre Tätigkeiten in Singapur gaben. Weitere Termine waren geplant. Leider wurden sie auf Grund der sich zuspitzenden Lage durch das Corona-Virus abgesagt. Ein weiterer Teil unserer Exkursion waren die in 3 Gruppen vorbereiteten Explorationen. Mit Beobachtungsaufträgen zogen wir an zwei Tagen durch Stadtteile und diskutierten daraufhin unsere Ergebnisse. Bei der täglichen Systematisierung am Ende des Tages stellten zwei Studierende die wichtigsten Ergebnisse des Tages zusammen und es blieb Zeit für Fragen, die noch nicht geklärt waren. Danach hatten wir Zeit zur freien Verfügung. Unser tägliches Programm variierte von ein paar Stunden bis zu sehr langen Ausflügen (z.B. nach Batam, Indonesien). Im Großen und Ganzen war das Programm allerdings gut mit Mittagspausen, Entspannung im Pool und netten freien Abenden kompatibel. Für jeden aus unserer bunten Gruppe war also etwas dabei.

Wir, die Gruppe der Studierenden, die an der Singapur/Malaysia Exkursion teilgenommen haben, möchten an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen, um einige Dankesworte auszusprechen. An erster Stelle bedanken wir uns bei den Exkursionsleitern Professor Sebastian Kinder und Jan Kosok für die Organisation des Vorbereitungsseminars und der tatsächlichen Exkursion. Auch wenn diese Organisation durch die Corona Krise, die in dieser Phase noch unvorhersehbarer war als jetzt, erschwert wurde, hatten wir vor Ort jeden Tag spannende Programmpunkte und aufschlussreiche Termine, sodass die Exkursion auch unserem wissenschaftlichen Anspruch gerecht wurde. Zudem haben wir die gut abgestimmten und bequemen Transporte per Bus zwischen den verschiedenen Standorten und Städten sehr genossen und uns bei den freundlichen Busfahrern und Guides immer sicher gefühlt. Besonders für das „Krisenmanagement“ während der ungeplanten und verfrühten Abreise aus Kuala Lumpur bedanken wir uns bei den Exkursionsleitern, die trotz der unübersichtlichen Lage die Ruhe bewahrt haben und sich für die sichere Abreise aller Exkursionsteilnehmer tatkräftig einsetzten. Außerdem bedanken wir uns bei Frau Kerstin Haid, die im Hintergrund auch einen wichtigen Teil zur Organisation der Exkursion beigesteuert hat.