Curricula

B.A.-Studiengang

Ägyptologie

Der Studienschwerpunkt liegt im Erwerb solider Sprachkenntnisse v.a. des Mittelägyptischen sowie der Grundlagen für ein selbständiges wissenschaftliches Arbeiten.

(kursiv: nur bei Studium als Hauptfach)

1. Studienjahr: Grundlagen der ägyptischen Sprache und Schrift, Einführung in die Methoden des Faches und in die altägyptische Kultur.
2. Studienjahr: Erweiterung der Sprachkenntnisse, Erwerb der 2. Sprachstufe, Vertiefung im Bereich der Kulturgeschichte Ägyptens.
3. Studienjahr: Erweiterung der Sprachkenntnisse, Erwerb der 2. (bzw. 3.) Sprachstufe, weitere Vertiefung im Bereich der Kulturgeschichte Ägyptens, B.A.-Arbeit und mündliche Prüfung.

Altorientalische Philologie

Die Altorientalische Philologie (3500 v. Chr. – 300 v. Chr.) widmet sich in erster Linie der Erschließung der Keilschriftliteraturen, d.h. der in großer Fülle überlieferten Dokumente der Keilschriftsprachen. Da es sich um eine vergleichsweise junge, erst in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts begründete Wissenschaft handelt, stehen Probleme der Entzifferung, des Lexikons, der Grammatik der einzelnen Sprachen sowie die Edition von Primärquellen im Zentrum der Forschung, doch werden in gleicher Weise systematische Darstellungen einzelner Wissensbereiche erarbeitet. Durch den ständigen Zustrom neuen Materials und immer höher differenzierte Arbeitsmethoden ist die Forschung ständig im Fluss. Das Studium der Altorientalischen Philologie ist immer gleichzeitig ein Begleiten eines Teils der Forschung, die in vollem Umfang in die Lehre übernommen werden muss. Über den stetigen Austausch mit den Nachbardisziplinen nimmt die Altorientalische Philologie Fragestellungen und Methoden der Nachbarfächer auf und verfolgt sie mit diesen gemeinsam.

Die Altorientalische Philologie beschäftigt sich im Einzelnen mit Sprache und Kultur der Sumerer, Eblaiter, Akkader, Babylonier, Assyrer, Ugariter, der altanatolischen und anderer altorientalischer Völker. Bei der großen Fülle des Lehr- und Forschungsgegenstandes ist eine Schwerpunktbildung in Forschung und Lehre von Studienort zu Studienort verschieden angelegt. In Tübingen ist dies die Sumerologie und Akkadistik (sargonisch-akkadisch, babylonisch, assyrisch) ergänzt durch die Ugaritistik, Aramaistik und Altanatolistik, letztere nach Maßgabe des Lehrangebotes.

1. Studienjahr: Allgemeine Einführung, Sprachkurse Akkadisch und Sumerisch
2. Studienjahr: Erste Quellenlektüre zu ausgewählten Themen
3. Studienjahr: Vertiefte Quellenlektüre und Interpretation akkadischer and sumerischer Quellen, Anfertigung der B.A.-Arbeit und mündliche Prüfung.

Wird Altorientalische Philologie als Nebenfach studiert, so wird nur eine der beiden Keilschriftsprachen behandelt, als Schwerpunkt ist entweder Akkadisch oder Sumerisch zu wählen.

Vorderasiatische Archäologie und Palästina-Archäologie

1. Studienjahr: Allgemeine Einführung in die methodisch-theoretischen Grundlagen und in den Bestand der materiellen Hinterlassenschaften
2. Studienjahr: Fortführung der Erarbeitung von Kenntnissen zu Fragestellungen, Methoden und Materialien der Vorderasiatischen Archäologie und Palästina-Archäologie
3. Studienjahr: Vertiefte Materialkenntnis und Anwendung der Methoden des Faches, Einführung in spezifische Problemstellungen der Vorderasiatischen und Palästine-Archäologie, Anfertigung der B.A.-Arbeit und mündliche Prüfung