Die Fächer

Ägyptologie

Die Ägyptologie beschäftigt sich mit der Erforschung der Hochkultur des Alten Ägypten in allen Bereichen, angefangen von der Architektur über die Geschichte, Religion, Literatur und Kunst bis hin zu Alltagsgegenständen, Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Grundlagen hierzu bieten die materiellen Hinterlassenschaften sowie Texte und Bildquellen. Dabei deckt die Ägyptologie gut 4000 Jahre Geschichte ab, von den Anfängen der kulturellen Entwicklung im Niltal in der prädynastischen Zeit über die drei Jahrtausende währende pharaonische Kultur und die hellenistisch-römische Epoche bis zur frühchristlich-koptischen Zeit.

Die Ägyptologie zählt zu den forschungsintensiven Fächern, was sich u.a. aus der großen Spannbreite des Arbeitsgebietes ergibt. Die Studierenden werden dadurch schon früh an die Forschung herangeführt.

Altorientalische Philologie

Die Altorientalische Philologie beschäftigt sich mit den Sprachen und Schriften des Alten Mesopotamien (modern: Irak) und den angrenzenden Räumen Anatoliens, Syriens und des Iran, die durch hochentwickelte, multikulturelle Gesellschaften am Anfang der Geschichte bestimmt sind. Der behandelte Zeitraum erstreckt sich von den ersten Schriftzeugnissen um 3000 v. Chr. bis ins 3. Jhdt. n. Chr. Schwerpunkte bilden dabei das Akkadische (Babylonisch-Assyrische) als ältester dokumentierter semitischer Sprache und das Sumerische. Beide Sprachen wurden (wie u. a. auch das Hethitische, Elamische, Ugaritische) in Keilschrift festgehalten, die über 3 Jahrtausende das bedeutendste Schriftsystem Vorderasiens bildete. In engem Zusammenwirken mit der Vorderasiatischen Archäologie gilt als Ziel des Faches, die Charakteristika der Kulturen des Alten Mesopotamien, insbesondere aber diejenigen Impulse, welche einerseits zur Ausbildung von Traditionen und deren Bewahrung, andererseits aber zu beständiger Veränderung führten vor dem Hintergrund einer kaum noch überschaubaren Zahl schriftlicher Quellen zu erforschen.

Die Altorientalische Philologie zählt zu den forschungsintensiven Fächern, was sich sowohl aus der historischen wie inhaltlichen Perspektive des Arbeitsgebietes ergibt. Die Studierenden werden dadurch schon früh an die Forschung herangeführt.

Vorderasiatische Archäologie und Palästina-Archäologie

Die Vorderasiatische Archäologie beschäftigt sich mit den materiellen Hinterlassenschaften der Kulturen des Alten Orients. Dazu gehören die Kulturen Mesopotamiens, Syrien-Levante, Anatolien, Iran und die Arabische Halbinsel. Der behandelte Zeitraum erstreckt sich von der Zeit der Seßhaftwerdung des Menschen im Rahmen der „Neolithischen Revolution“ im 10./9. Jtsd. v. Chr. bis zur Überlagerung durch die klassische Antike. Einen traditionellen Schwerpunkt bildet dabei die Zivilisation Babyloniens und Assyriens, von der maßgebliche Impulse an die Kulturen ihrer Nachbarn ausging. Ziel der Vorderasiatischen Archäologie ist es, die gesellschaftlichen Bedingungen, die zur Herausbildung von Kulturen führten, und die interkulturellen Austauschprozesse, die die Übernahme von Kulturgütern bedingten, zu erforschen.

Die Abteilung führt zur Gewinnung neuer Erkenntnisse eigene Ausgrabungen im Irak (Bassetki; Muqable), im Libanon (Tell Burak), im Oman, in Syrien (Qatna/Tell Mischrife; Emar/Meskene) und in der Türkei (Sam'al) durch.