Institut für Klassische Archäologie

Geschichte und Profil des Instituts


Geschichte des Tübinger Instituts

Waffenlaeufer

Die Anfänge der Klassischen Archäologie an der Universität Tübingen sind eng mit der Geschichte der archäologischen Sammlungen verbunden. Im Jahre 1798 legte das Vermächtnis des württembergischen Regierungsrats Carl Sigmund Tux (bekanntestes Kunstwerk der Sammlung ist bis heute die sog. Tux'sche Bronze, der "Tübinger Waffenläufer") den Grundstein für ein Münz- und Antiquitäten-Kabinett der Universität. Durch Schenkungen wie die des Stuttgarter Fabrikanten Ernst v. Sieglin wurde die Sammlung vor allem unter Ludwig Schwabe (1872-1908) und Ferdinand Noack (1908-1916) ausgebaut. Seit 1818 wurde archäologische Forschung und Lehre (Berufung von Gottlieb Tafel) im Rahmen der Klassischen Philologie und Altertumskunde betrieben. 1831 kündigte Christian Walz am Tübinger Stift die erste Vorlesung mit kunstgeschichtlichen Inhalten an. Der erste Archäologe vom Fach war Adolf Michaelis, der in Tübingen seine Monographie zum Parthenon schrieb (erschienen 1871). 1881 wurde unter Ludwig Schwabe das Archäologische Institut im Pfleghof eingerichtet, mit einem Grundstock der Abgußsammlung und einer eigenen Bibliothek. 1908 zog das Institut in die Alte Chemie an der Wilhelmstraße um, 1994 in das Schloß Hohentübingen Dort wurden die archäologischen und ethnologischen Sammlungen zu einem Universitätsmuseum vereinigt. Lehrstuhlinhaber waren seither Carl Watzinger (1916-1948), Bernhard Schweitzer (1948-1960), Ulrich Hausmann (1960-1983) und Werner Gauer (1983-2003). Seit dem Wintersemester 2003/04 leitet Thomas Schäfer das Institut.

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