Kunsthistorisches Institut

Archiv (Tagungen und Workshops)

Reinventio

Tagung am 17. und 18. Januar 2020

(RE-)INVENTIO

Visuelle Strategien in Neuauflagen nordalpiner Druckgraphiken
der Frühen Neuzeit

Harald Naegeli, Landschaft, 2015, Kohle auf altem Papier

Abschiedskolloquium für Dr. Anette Michels

Abschiedskolloquium für Dr. Anette Michels
IN NÄHE UND DISTANZ - Kunst auf Papier

Freitag, 18. Oktober 2019, ab 14 Uhr
Neue Aula, Hörsaal 2, Geschwister-Scholl-Platz, Tübingen
Programm

"Was sich ziemt!" - Kunstwissen im Diskurs.

"Was sich ziemt!" - Kunstwissen im Diskurs. Masterworkshop am Kunsthistorischen Institut Tübingen vom 1.–2. Dezember 2017

"Was sich ziemt! Kunstwissen im Diskurs": Der Titel unseres Masterworkshops greift mehrere Aspekte auf. Mit der Formulierung "Was sich ziemt" beziehen wir uns auf den Begriff des decorum, welcher aus der antiken Rhetorik stammt und von der Kunsttheorie adaptiert wurde. Unter decorum versteht man einerseits den Dekor, andererseits ist damit die Überzeugungskraft eines Objekts gemeint, seine Fähigkeit, visuelle Einsicht zu generieren. Wir nutzen decorum als Reflexionsbegriff, um kunsthistorische und kunsttheoretische Diskurse zu erörtern. Das Kunstwissen verstehen wir im doppelten Sinne: Kunst ist in der Lage, ein bestimmtes historisches Wissen mit den ihr eigenen Mitteln zum Ausdruck zu bringen. Gleichzeitig beschreibt es die Rezeption von Kunst in den jeweiligen historischen Kontexten.

Im Rahmen des Masterworkshops werden sieben Studierende den Stand ihrer Forschungsarbeiten präsentieren. Ziel ist es, zu erörtern, inwieweit decorum und Kunstwissen einander bedingen. So möchten wir zu der Qualität der Masterarbeiten beitragen und den Studierenden den Raum geben, ihre Erkenntnisse, Meinungen und Standpunkte vor kritischem Publikum darzulegen.

Freitag, 1. Dezember 2017

19:30 Gastvortrag von Prof. Dr. Stefan Grohé (Köln): Blickwechsel. Malerei und Skulptur im Dialog seit der Frühen Neuzeit

Samstag, 2. Dezember 2017
9:00 Begrüßung
9:15 Kathrin Stauber: Körperlich Sehen und Geistig Schauen - das Stundenbuch der Jeanne d'Évreux von Jean Pucelle als Lehrbuch des Sehens
10:00 Annalena Stang: Mit erhobenem Haupt. Der Medusenschild Kaiser Karls V. als Zeichen seiner Macht
10:45 Kaffeepause
11:15 Florentine Seifried: Unvollendet vollendet. Rembrandts Der Künstler zeichnet nach dem Modell
12:00 Rebecca Rapp: Das Große Treppenhaus der Opéra Garnier - Ouvertüre zur Welt des Schönen Scheins

12:45 Mittagspause
14:15 Sonja Pohr: Emotionales Extrem und Geisteskrankheit im deutschsprachigen Expressionismus des frühen 20. Jahrhunderts
15:00 Sarah Dolde: Zeichnung, Malerei, Bildhauerei oder einfach nur Musik? Paragone im Künstlerbuch Jazz von Henri Matisse

15:45 Kaffeepause
16:15 Trixi Sophia Schmidtchen: Archiv der Erinnerung. Ziyah Gafićs Fotoserie Fotoserie ,Quest for Identity' als visueller Beitrag zur Erinnerung an den Genozid in Bosnien

17:30 Abschlussdiskussion


Ort:
Kunsthistorisches Institut, Raum XI
Eberhard Karls Universität Tübingen
Bursagasse 1
72070 Tübingen

Flyer zur Tagung

Plakat zur Tagung

Tiere zwischen Leben und Tod

Tiere zwischen Leben und Tod: Bilder tierlicher Transformationen vom 15. – 21. Jahrhundert. Interdisziplinärer Workshop am Kunsthistorischen Institut Tübingen vom 17. – 18. Februar 2017

Menschen und Tiere verbindet neben ihrer Lebendigkeit auch ihre Verwundbarkeit und Sterblichkeit, die seit der Antike im Zentrum theologischer, wissenschaftlicher und nicht zuletzt ästhetischer Diskurse stehen. Die Transformations- und Werdensprozesse der tierlichen Anderen zwischen Leben und Tod werden in unserer europäischen Bildkultur aufgegriffen und führen dort zu dynamischen und mitunter widersprüchlichen Darstellungen. Diese finden ihren spannungsreichen Höhepunkt in paradoxen Zwischenfiguren, die das Übergangsstadium zwischen Leben und Tod in einer Tiergestalt vereinen.
In unserem Workshop, der thematisch diejenigen Bilder behandeln möchte, die Tiere im Übergang zwischen Leben und Tod zeigen oder verschiedene Lebensstadien in einer Tiergestalt verbinden, soll die zentrale These verfolgt werden, dass diese Tierdarstellungen der Auseinandersetzung mit dem menschlichen Werden und Dasein sowie der eigenen Sterblichkeit dienen. Das Ziel unseres Workshops ist es, die Frage auszuloten, inwiefern sich gerade Tiere und Darstellungen von tierlichen Anderen dazu anbieten, die Übergänge von Leben und Tod visuell zur Disposition zu stellen und wie sich in diese Bilder nicht nur soziales menschliches Verhalten im Umgang mit sterbenden Tieren einschreibt, sondern gerade durch diese geprägt wird.

Freitag, 17. Februar 2017
13:00 Begrüßung
13:15 Lukas R.A. Wilde (Tübingen): Cartoon-Körper und sterbliche Tierwesen
14:00 Irina Dudar (Köln): Darstellungen der umgekehrten Jagd in Marginalien mittelalterlicher Codices
14:45 Kaffeepause
15:15 Lisa Thumm (Hamburg) : Zwischen tierlicher Präsenz und symbolischer Repräsentation - Erscheinungsformen der Heilig-Geist-Taube im späten Mittelalter und der Frühen Neuzeit
16:00 Marius A. T. Wittke (Tübingen): Kröten, Schlangen und Gewürm. Divergenzen von Transformationsprozessen des toten Leibes und animalischer Verwesungsikonographie
16:45 Kaffeepause
17:15 Maurice Saß (Hamburg): Fatale Allianzen. Tierliche Opfer von Jagd und Kunst
18:00 Andrea Haarer (Hamburg): Formen im Werden. Überlegungen zu Victor Hugo und Meerschleim

Samstag, 18. Februar 2017
9:00 Ninja Elisa Felske (Köln) : Stiere zwischen Leben und Tod: Die Polyvalenz des Stiersymbols bei Pablo Picasso
9:45 Tim Jegodzinski (Tübingen): Zwischen Ethik und Ästhetik: Ting Tong Changs “Whence Do You Know the Happiness of Fish?” (2015)
10:30 Kaffeepause
10:45 Theresa Heßling (Hamburg): Töten, um zu retten. Narrative des Naturschutzes in Habitat Dioramen um 1900
11:30 Idis Hartmann (Tübingen) : Tot oder lebendig? Tierdarstellungen bei Hiroshi Sugimoto
12:15 Mittagspause
13:15 Marcel Finke (Tübingen): "Sterben wie die ...". Fliegen in der Kunst
14:00 Sebastian Dohm (Göttingen) : Vom Ei zum Imago – Das naturwissenschaftliche Bild der Insektenentwicklung zwischen dem 15. und 21. Jahrhundert
14:45 Abschlussdiskussion

Ort:
Kunsthistorisches Institut, Raum XI
Eberhard Karls Universität Tübingen
Bursagasse 1
72070 Tübingen

Flyer zur Tagung
Plakat zur Tagung

Akademische Feier anlässlich des 60. Geburtstags von Prof. Dr. Barbara Lange

Akademische Feier anlässlich des 60. Geburtstags von Prof. Dr. Barbara Lange am Samstag, 12.11.2016, 16-20 Uhr, in der Alten Burse, Raum X und XI: Der Begrüßung durch den Dekan, Grußworten von Wegbegleiter/innen und einer Laudatio von Prof. Dr. Karin Gludovatz (Berlin) folgte der Festvortrag von Prof. Dr. Werner Busch (Berlin) mit dem Titel "Ad Reinhardts Schwarz".

Forschungswerkstatt I

mit

Jun. Prof. Dr. Anna Pawlak und Marius Wittke M.A.

zum Projekt

Figura mortis. Der Tod als visuelles Paradox in der Kunst der Frühen Neuzeit

Donnerstag, 12.05.2016, 18 Uhr im Seminarraum XI, Bursagasse 1

Visuelle Kulturen des Affektiven in der Frühen Neuzeit

Ziel der Tagung zur kunsthistorischen Emotionsforschung ist es, Perspektiven auf Visualisierungen des Affektiven in den Bildkünsten der Frühen Neuzeit zu bündeln. Zu der Vielzahl von Diskursen, von denen das Wissen über Affekte in der Vormoderne geprägt war, zählen neben den Seelenlehren der Philosophie und der christlichen Theologie auch die verschiedenen Konzeptualisierungen, Theoretisierungen und Normierungen in Medizin, Rhetorik und Dichtung. Vor dieser Folie soll dem signifikanten Phänomen der visuellen Affektdiskurse nachgegangen und frühneuzeitliche „visuelle Kulturen des Affektiven“ als ästhetische und historische Konstruktionen analysiert werden. Jenseits einer vereinfachten Konzeption des Körpers als Ausdrucksmedium der Psyche und des Bildes in paralleler Entsprechung als spiegelhafte Anschauungsform, sind Visualisierungen des Affektiven in erster Linie als Darstellung von medialen Codierungen zu betrachten. Der Begriff der „visuellen Kulturen“ umfasst dabei neben der Manifestation von Affekten im Bild auch die performativen Prozesse des Darstellens und des Wahrnehmens. Dadurch lassen sich die Konstruktionsparameter des Affektiven in Bildern sowie die Evokation von Affekten durch Bilder analysieren und erhalten dank der eingehenden Analyse von Fallbeispielen Präzision, Historisierung und damit eine verbindliche Tiefenschärfe verliehen. In der Verschränkung von produktions- und rezeptionsästhetischen Fragekomplexen werden dazu diskursive Voraussetzungen, mediale Konstruktionen, Statuszuweisungen und Funktionalisierungen der Sichtbarmachung und Erzeugung des Affektiven beleuchtet und methodische Zugänge zu frühneuzeitlichen Kulturen des Affektiven reflektiert.

09.-10. Oktober 2015, Workshop, Eberhard Karls Universität Tübingen, Kunsthistorisches Institut

Konzept und Organisation: Isabella Augart (Hamburg) / Anna Pawlak (Tübingen) / Lars Zieke (Tübingen)

Programm
Freitag, 09.10.2015

14:30 Isabella Augart, Anna Pawlak und Lars Zieke
Begrüßung und Einführung

15:00 Fabiana Cazzola (Berlin)
Formen pathognomischen Experimentierens in Leonardo da Vincis sog. „grotesken Köpfen“ ‒ Materialität, Medialität und Ästhetik des Wissens um Affekte

– Kaffeepause –

16:15 Lars Zieke (Tübingen)
Strategien der Affektreduzierung in Giovanni Bellinis 'Pietà Donà dalle Rose'

17:00 Iris Wenderholm (Hamburg)
TRISTIA CUM GEMITU CRISTI SPECTACULA. Zu einem Monumentalrelief des Francesco Laurana

18:15 Abendvortrag
Barbara Baert (Leuven)
"But such high-flown movements are not for me". Aby Warburg's (1866-1929) Butterflies as Art Historical Paradigms

Samstag, 10. Oktober 2015

09:30 Maurice Saß (Hamburg)
Mit Herz und ohne Vernunft. Tiere und ihre Betrachter

10:15 Isabella Augart (Hamburg)
segni esteriori. Affektcodierungen der Verehrung bei Francesco Vanni

– Kaffeepause –

11:30 Joseph Imorde (Siegen)
Rhetoriken der Empfindsamkeit

12:15 Positionen kunsthistorischer Emotionsforschung zur Frühen Neuzeit.
Abschlussdiskussion mit Elke Werner (Berlin)

Kontakt:
Lars Zieke M.A.
Kunsthistorisches Institut der Eberhard Karls Universität Tübingen
Bursagasse 1
72070 Tübingen
Tel.: +49 7071 29 78553
E-Mail: lars.zieke@uni-tuebingen.de

"Der Eberhard" - Auszeichnung für Gegenwartskunst

"Der Eberhard" ist ein studentisches Projekt, das einen Preis für Gegenwartskunst verleiht. Am 13. Juni 2015 sollen drei zeitgenössische künstlerische Positionen in einer Preisverleihung ausgezeichnet werden. Bei den PreisträgerInnen handelt es sich in diesem Jahr um Wera Buck, Shaotong He und Damaris Wurster, allesamt Studierende der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Im Vorfeld veranstalten wir ein Werkstattgespräch mit den Preisträgern, zu dem alle Interessierten eingeladen sind. Dabei soll ein breites Publikum die Gelegenheit haben, die KünstlerInnen kennenzulernen und mit ihnen über ihre Werke zu diskutieren.

Beginn des Werkstattgesprächs: 15.30 Uhr
Beginn der Preisverleihung: 19.00 Uhr

Weitere Informationen auch hier: https://www.facebook.com/pages/Der-Eberhard/431706593670023

Videobeitrag von Campus-TV über die Preisverleihung "Der Goldene Eberhard"
vom 20./21. Juli 2012 am Kunsthistorischen Institut:

Video anschauen

Natur. Medialisierung von Naturerfahrung und Naturkonzepten in der Kunst der Moderne

Im Verhältnis zur Natur definiert sich der Mensch selbst. Mit Beispielen aus den Werken von Victor Hugo, Richard Long und Andy Goldsworthy stellt der Workshop „Natur. Medialisierung von Naturerfahrung und Naturkonzepten in der Kunst der Moderne“ zur Diskussion, wie Künstler der Moderne mit bildeigenen Mitteln dieses Spannungsverhältnis thematisieren und dabei neben spezifischen Materialsprachen die Medien der Kunst auf unterschiedliche Weise nutzen. Impulsreferate geben Andrea Haarer (Hamburg), Sophie Rüth (Tübingen) und Trixi-Sophia Schmidtchen (Tübingen).

Freitag, 23.10.2015, 14-18 Uhr, Bursagasse 1, Seminarraum XI

Representatio Majestatis

Intermediale Konstruktionen herrschaftlicher Macht zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert

Tagung des Instituts für Kunstgeschichte der Universität Bern in Kooperation mit dem Kunsthistorischen Institut der Eberhard Karls Universität Tübingen

11. und 12. Dezember 2014

Ort: Universität Bern, Hallerstr. 6, Raum 205

Link zum Flyer

Aufklärung und sakraler Raum

Aufklärung und sakraler Raum. Ästhetische Strategien und religiöses Wissen im katholischen Milieu des 18. Jahrhunderts

Workshop des Kunsthistorischen Instituts in Kooperation mit dem Graduiertenkolleg 1662 „Religiöses Wissen im vormodernen Europa (800-1800)“

Samstag, 29. November 2014, 9.00 - 16.45 Uhr

Alte Burse, Bursagasse 1, Raum XI

Der Workshop thematisiert theologische und ästhetische Strategien der Kirchenerneuerung im monastischen Milieu der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Im Austausch zwischen kunst- und kirchenhistorischer Forschung werden Ausstattungen sakraler Räume und Predigttexte im Kontext einer katholisch motivierten Aufklärung in den Jahrzehnten vor der Säkularisation diskutiert: die Rolle von Bildern, Objekten und Dekorationen, theologischen und künstlerischen Konzepten bei der Vermittlung religiösen Wissens in Auseinandersetzung mit im weitesten Sinne aufklärerischen Denkmustern und Handlungsfeldern.

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Kunst und Architektur der Zisterzienser

In Zusammenarbeit mit unserem Institut (Organisation: Prof. Dr. Markus Thome) fand im Rahmen der Tübinger Generalversammlung der Görres-Gesellschaft, Sektion Kunstgeschichte, am 30. September 2013 von 9.00 bis 17.30 Uhr in der Neuen Aula, Raum 236, eine Tagung zum Thema "Kunst und Architektur der Zisterzienser. Neue Forschungen und Ergebnisse" statt. Zum Programm der Veranstaltung geht es hier.