Musikwissenschaftliches Institut

Songs in Translation: Übersetzungen von an Sprache gebundener Musik.

Kulturelle Kontexte und digitale Analyse

Laufzeit: April 2018 – März 2023

Kontakt: Dr. Christina Richter-Ibáñez 

Drittmittelförderung: Margarete von Wrangell-Programm, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg


Projektbeschreibung

Das Forschungsprojekt Songs in Translation: Übersetzungen von an Sprache gebundener Musik. Kulturelle Kontexte und digitale Analyse fragt nach Strategien und Kennzeichen bei der Übersetzung von Vokalmusik, speziell von Liedern und Popsongs. Einerseits werden Akteurinnen und Akteure, Kontexte und Bedingungen von Übersetzungsvorgängen benannt, andererseits Parameter und Methoden für die Analyse und den Vergleich von Versionen in mehreren Sprachen gesucht und getestet. Ausgehend von der literatur- und kulturwissenschaftlichen Übersetzungstheorie werden die Sangbarkeit von Texten und die Unübersetzbarkeit von Liedern diskutiert, Nuancen der Interpretation und vokaler Ausdruck in wechselnden Aufführungssituationen analysiert.

Vorträge

  • „Singing and dancing for a better life: Celia Cruz’s La vida es un carnaval performed and heard in the Global South and beyond“, 27. Juli 2020, Global South International Forum 2020 der Universität Tübingen, Panel Music and Wellbeing
  • „Blame and Shame? Übersetzungen für den deutschen Schlagermarkt“, 1. Februar 2020, Tagung Schlager erforschen. Kulturwissenschaftliche Perspektiven auf ein populäres Phänomen in Freiburg
  • „Nueva canción in German“, Vortrag am 15. März 2019 bei der dritten Konferenz des Forschungsnetzwerks Trayectorias: Cultural Exchanges: Music between Latin America and Europe, 1970–2000 in Santiago de Chile, http://trayectorias.org/en-conf-03-trayectorias.html 
  • „Neue Freiheit artikulieren? Wind of Change von den Scorpions auf Englisch, Russisch und Spanisch“, Vortrag am 16. Februar 2019 beim Popkongress 2019 Populäre Artikulationen – Artikulationen des Populären (11. Jahrestagung der AG Populärkultur und Medien in der Gesellschaft für Medienwissenschaft) in Passau
  • „Von ‚Ojos así‘ zu ‚Eyes like yours‘. Inszenierungs- und Übersetzungsstrategien bei Shakira“, 20. Oktober 2018, Tagung IASPM-DACH Pop – Power – Positions in Bern 

Forschungsbeiträge

  • „Immerwährende Verwandlung: Übersetzung von Musik in neue Räume“: in: Wolfgang Gratzer u. a. (Hrsg.): Musik und Migration: Ein Theorie- und Methodenhandbuch, Münster [Peer review, erscheint 2021]
  • „When ‚Ojos así‘ Became ‚Eyes like yours‘: Translation as Negotiation of Lyrics, Sound, and Performance by Shakira“, in: Anja Brunner u. a. (Hrsg.): Pop – Power – Positions [Peer review, erscheint 2020] 
  • „Latin American Songs in the GDR and the East German Singer-Songwriter Repertoire (1970–2000): Gerhard Schöne's ‘Meine Geschwister’ in the Light of Translation Studies“, in: Twentieth-Century Music 17 (2020), S. 401–417, http://dx.doi.org/10.1017/S1478572220000195.
  • „Zur Migration von Liedern. Übersetzungen lateinamerikanischer Hits im Paris der 1950er- und 1960er-Jahre“, in: Wolfgang Gratzer, Nils Grosch (Hrsg.): Musik und Migration (Musik und Migration 1), Münster 2018, S. 93–108 
  • „Wer sind die Übersetzer? Transkulturell Handelnde im Musikbetrieb“, in: Christiane Dätsch (Hrsg.): Kulturelle Übersetzer. Kunst und Kulturmanagement im transkulturellen Kontext, Bielefeld 2018, S. 67–79

Lehrveranstaltungen

Ü Konzert als Performance (SoSe 2020)
S Popmusikanalyse II (WiSe 2019/20)
S Popmusikanalyse I (SoSe 2019)
S Sprachkomposition der Avantgarde (WiSe 2018/19)
S Transkulturalität: Ein Konzept und dessen Anwendung auf lateinamerikanische Musik (SoSe 2018)