Musikwissenschaftliches Institut

Bachelorstudiengang

Der Bachelorstudiengang Musikwissenschaft führt zu einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss, der bei entsprechenden Leistungen in einem weiterführenden Masterstudiengang und ggf. einer Promotion ausgeweitet werden kann. Musikwissenschaft kann dabei als Hauptfach (99 LP) oder Nebenfach (60 LP) studiert werden und umfasst drei Studienjahre. In den ersten Studiensemestern vermitteln Überblicksvorlesungen, Übungen in Harmonielehre, Kontrapunkt und Werkanalyse sowie Proseminare zum musikwissenschaftlichen Arbeiten, zur Notations- und Quellenkunde Grundkenntnisse, führen in Methodik und Fragestellungen des Faches ein und fördern die Ausbildung wissenschaftlicher und berufsqualifizierender Fähigkeiten. Die vertiefenden Seminare und Vorlesungen der zweiten Studienhälfte führen an forschungsaktuelle Diskussionen heran und regen zur eigenen wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit ausgewählten Themenbereichen des Faches an. Berufspraktische Übungen oder Seminare bieten die Gelegenheit, alternative Textformen wie Werkeinführungen oder Programmheftbeiträge zu erproben.

Den Abschluss bilden eine Bachelorarbeit und eine mündliche Prüfung. Ergänzt wird das Bachelorstudium durch den Erwerb berufsfeldorientierter Kompetenzen (BQ) im Umfang von 21 LP (s. u.).

Prüfungsordnungen

Neue BA–Prüfungsordnung

(Studienbeginn ab WiSe 2017/2018)

BA–Prüfungsordnung

(Studienbeginn zwischen WiSe 2012/2013 und SoSe 2017)

​​​​​​​Alte BA–Prüfungsordnung

(Studienbeginn bis WiSe 2011/2012)


​​​​​​​Fächerkombinationen

Musikwissenschaft lässt sich auf vielfältige Art und Weise gewinnbringend mit anderen Fächern kombinieren. Verwandt ist die Musikwissenschaft mit allen historischen Fächern wie Geschichtswissenschaft oder Kunstgeschichte, aber auch mit philologisch arbeitenden Disziplinen, darunter insbesondere alle modernen Literaturwissenschaften. Fachlich sinnvolle Kombinationen ergeben sich auch mit anderen geisteswissenschaftlichen Fächern wie Philosophie, Theologie oder Religionswissenschaften, mit Computerlinguistik oder Medienwissenschaft und mit Sozialwissenschaften wie Soziologie, Ethnologie, Empirischer Kulturwissenschaft, Erziehungswissenschaft oder Psychologie. Fächer wie Betriebswirtschaftslehre, Informatik, Allgemeine Rhetorik oder Rechtswissenschaften können eine gute Ergänzung zu einem Bachelorstudiengang Musikwissenschaft sein, wenn man eine berufliche Karriere in der Wirtschaft plant.

Prinzipiell lassen sich alle Fächer mit Musikwissenschaft kombinieren, die ebenso wie die Musikwissenschaft selbst einen Bachelor-Nebenfachanteil bereitstellen. Auskunft darüber geben die jeweiligen Fachstudienberater; eine erste Übersicht bietet das Verzeichnis der Studiengänge der Universität Tübingen.


Sprachanforderungen

Unabdingbar für das Studium der Musikwissenschaft sind möglichst umfangreiche Fremdsprachenkenntnisse. Englisch und eine weitere Fremdsprache müssen zu Beginn des Bachelorstudiums nachgewiesen werden. Fehlende Sprachkenntnisse können in Sprachkursen am Fachsprachenzentrum der Universität nachgeholt werden.


Überfachliche, berufsfeldorientierte Kompetenzen

Im Bachelorstudium müssen neben 99 Leistungspunkten (LP) im Hauptfach und 60 LP im Nebenfach insgesamt 21 LP im Bereich der überfachlichen, berufsfeldorientierten Kompetenzen erbracht werden, für deren Anrechnung die Fachstudienberatung des jeweiligen Hauptfaches zuständig ist. Der Erwerb dieser BQ-Punkte ist universitätsweit durch eine entsprechende Satzung (Amtliche Bekanntmachungen der Universität Tübingen 36/7 vom 01.06.2010, S. 118 ff.) geregelt. Danach richten sich auch die Anrechnungskriterien am Musikwissenschaftlichen Institut.

Punkte werden angerechnet für:

  • Veranstaltungen des Studium Professionale
  • Sprachkurse am Fachsprachenzentrum der Universität
  • EDV-Kurse am Zentrum für Datenverarbeitung der Universität
  • Lehrveranstaltungen aus anderen Fächern (nicht das Nebenfach)
  • Veranstaltungen des Musikwissenschaftlichen Instituts mit Hinweis auf die Möglichkeit, BQ-Punkte zu erwerben, z. B. berufspraktische Veranstaltungen, Tagungen etc.
  • musikpraktische Aktivitäten

z. B. Mitwirken im Collegium musicum oder dem Ensemble subito (bis zu 2 LP pro Semester), in außeruniversitären Ensembles nur nach vorheriger Absprache in der Fachstudienberatung (dazu zählen auch kirchenmusikalische C-Kurse oder Veranstaltungen von Musikschulen)

Berufspraktika

Voraussetzung für die Anerkennung von Berufspraktika ist die Vorlage

  1. einer Teilnahmebescheinigung der Praktikumsstelle über das Berufspraktikum mit Informationen über die Gesamtarbeitszeit (Praktikumsnachweis),
  2. eines Praktikumsvertrages,
  3. eines Praktikumszeugnisses,
  4. eines schriftlichen Praktikumsberichtes (ca. 1500 Wörter) (+ 2 LP).

In den Bereichen „musikpraktische Aktivitäten“ und „Berufspraktika“ können insgesamt nicht mehr als 11 (+2) LP angerechnet werden.

Als Faustregel für die Berechnung von Leistungspunkten gilt: 30 Std. = 1 LP