Philologisches Seminar

Prof. Dr. Anja Wolkenhauer

Kontakt

Wilhelmstraße 36 (EG, Zi. 12)
72074 Tübingen
Deutschland
Telefon: +49 7071 / 29-76092
E-Mail: anja.wolkenhauerspam prevention@uni-tuebingen.de

Sprechzeiten

Sprechzeiten im Semester: Di 14-15 Uhr 

Kurzvita/Profil

Anja Wolkenhauer, geb. 1967, hat nach einer Ausbildung im Buchhandel und mehrjähriger Tätigkeit als Antiquariatsbuchhändlerin Klassische Philologie, Kunstgeschichte und Geschichte der Naturwissenschaften in Hamburg und Florenz studiert.

In ihrer Promotion „Zu schwer für Apoll. Die Antike in humanistischen Druckerzeichen des 16. Jahrhunderts“ (2000) untersuchte sie die Verwendung der Antike als Medium der Werbung im frühen Buchdruck. Der frühe Buchdruck, die neulateinische Literatur und bimediale Kunstformen bilden seitdem einen Schwerpunkt ihrer Arbeiten. In ihrer Habilitationsschrift, „Sonne und Mond, Kalender und Uhr“ (2009) widmete sie sich der Mentalitätsgeschichte der Zeit in der römischen Antike. Weitere Studien zu den Zeitstrukturen der Dichtung, gesellschaftlichen Zeitordnungen und den Entwürfen von Schlaf und Nacht knüpfen hier an. Aktuelle Arbeiten widmen sich der antiken Bildersprache, Text-Bild-Verhältnissen, den Konzepten von Erfindung und Weitergabe (Tradition) sowie der Sammlung und historischen Aufarbeitung der v.a. mündlich überlieferten lateinischen Merkverse.

Anja Wolkenhauer hat seit 2010 den Lehrstuhl für Lateinische Philologie I an der Universität Tübingen inne. Sie ist Vorsitzende des Arbeitskreises Renaissanceforschung an der HAB Wolfenbüttel und Mitherausgeberin der Wolfenbütteler Renaissance-Mitteilungen sowie der Reihe Spudasmata. Sie gehört zu den Trägerinnen des Promotionsverbundes „Die andere Ästhetik – Reflexionsfiguren der Künste in der Vormoderne“ und engagiert sich im Beirat der Warburg-Melchior-Olearius-Stiftung (Hamburg) für die Förderung des altsprachlichen Unterrichts.

Aktuelles

  • Typographorum emblemata. The Printer’s Mark in the Context of Early Modern Culture, hrsg. gemeinsam mit Bernhard F. Scholz, Berlin/ NY 2018 (Schriftmedien 4), 442 S. mit 120 Abbildungen.
  • [Ratio noctis]. Vorüberlegungen für eine Zeitgeschichte von Nacht und Schlaf in Rom, in: Römische Quartalsschrift für Christliche Altertumskunde und Kirchengeschichte 111, 2016 [erschienen 2017] 172-186.
  • Schlaf in Rom. Das Alltägliche als hermeneutische Herausforderung, in: Schlaf 1/2017, 22-26.
  • Die übersehene Hälfte. Ein Werkstattbericht zur Erschließung der Bildepigramme in der frühneuzeitlichen Druckgraphik [in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe ‘Franco Estius’ als Ergebnis eines Lehrforschungsprojekts], in: N. Michels (Hg.), Hendrick Goltzius (1558-1617). Mythos, Macht und Menschlichkeit, Ausstellungskatalog Dessau, Petersberg 2017, 108-117.
  • Merkverse im Lateinunterricht: Aus der langen Geschichte kurzer Texte (Folge 1), in: Latein und Griechisch in Baden-Württemberg. DAV Landesverband Baden-Württemberg, Mitteilungen 2017, 1-5.
  • Der Buchdruck in der Geschichte der Entdeckungen: Marcantonio Sabellico und Polidoro Vergilio auf den Spuren von Plinius d.Ä., für: Itinerari del libro nella storia. Per Anna Giulia Cavagna, a cura di F. Nepori, F. Sabba, P. Tinti, Bologna 2017, 87-96.

Funktionen

Herausgeberin der Spudasmata

Herausgeberin der Wolfenbütteler Renaissance-Mitteilungen

Mitglied im Promotionsverbund "Die andere Ästhetik"