Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters

Exkursionen und Ausstellungsbesuche

2017

2017 fanden keine Exkursionen des Vereins statt.

2016

Messkirch (23.04.2016)

Drei Tagesexkursionen im Rahmen der Übung „Bauhistorisch archäologische Quellenkunde“

2015

Entringen (20.04.2015)

Veringenstadt - Gammertingen - Burg Straßberg (06.06.2015)

Burgen, Kirchen und Klöster im Nagoldtal (27.06.2015)

"Glasklar - Archäologie eines kostbaren Werkstoffes", Konstanz (20.06.2015)

Die Exkursion zur Ausstellung "Glasklar - Archäologie eines kostbaren Werkstoffes" im Archäologischen Landesmuseum Konstanz fand am 20. Juni 2015 gemeinsam mit dem Tübinger Verein zur Förderung der Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie e. V. statt und beinhaltete eine Führung durch die Ausstellung.

2014

2013

Exkursionen im Rahmen der Übung „Bauhistorisch archäologische Quellenkunde“ im Sommersemester 2013

Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung wurden im Sommersemester 2013 drei Exkursionen angeboten. Teilnehmer waren neben Studierenden mehrere Vereinsmitglieder, auch ehemalige Studierende nehmen regelmäßig und gerne an einzelnen Exkursionen teil.

Thematisch waren die Exkursionen nicht auf eine bestimmte Denkmalgruppe ausgerichtet, Objekte waren vielmehr Kirchen, Geländedenkmale sowie mittelalterliche Fachwerkbauten im engeren und weiteren Umkreis von Tübingen. Archäologische Fragestellungen und Ergebnisse wurden dabei ebenso thematisiert wie solche der Baugeschichte und Hausforschung. Die einzelnen Objekte wurden von Studierenden vor Ort erläutert. Wesentlich zum Gelingen beigetragen hat die gute Organisation der einzelnen Exkursionen, die, wie immer, bei Oberkonservator i. R. Klaus Scholkmann in den besten Händen lag.

Die erste Exkursion war für Samstag, 1.Juni, geplant, sie musste jedoch wegen extrem schlechten Wetters um eine Woche auf Sonntag, 9. Juni verschoben werden, was in der zwanzigjährigen Geschichte dieser Veranstaltung bisher noch nie notwendig geworden war. Ziel waren archäologische und bauhistorischen Denkmäler sowie Ausgrabungen im unteren Würmtal. Die mittelalterliche Stadtanlage von Weil der Stadt mit der sehr gut erhaltenen Stadtbefestigung und die Kirchenburg von Merklingen mit Kirche und Steinhaus waren die ersten beiden Stationen am Vormittag. Es folgte eine Begehung des altwürttembergischen „Landgrabens“, von dem bei Münklingen noch umfangreiche Überreste als Geländedenkmal erhalten sind. Nach einer Mittagspause im Wildpark bei Pforzheim wurde am Nachmittag das Grabungsmuseum am Kappelhof in Pforzheim mit konservierten Grabungsbefunden aus römischer Zeit und dem Mittelalter besichtigt. Dort bot sich auch die Gelegenheit zu einer kleinen Einführung in die mittelalterliche Sachkultur anhand der dort ausgestellten Grabungsfunde.

Die dritte Exkursion am 29. Juni war früh- und hochmittelalterlichen Kirchen im Umland von Tübingen gewidmet. Sie wurde zusammen mit den Teilnehmern der Übung von Tilmann Marstaller durchgeführt. Sie begann bei der Kapelle von Mössingen - Belsen, einem Bau des 12. Jahrhunderts mit seinen rätselhaften Bildwerken an der Westfassade und den konservierten Grabungsbefunden eines Vorgängerbaus unter der Kirche. Die Michaelskirche von Burgfelden war die zweite Station des Tages. Sie gehört zu den ältesten erhaltenen Kirchenbauten in Baden- Württemberg und weist Überreste sehr bedeutsamer Fresken aus dem 11. Jahrhundert auf. Auch hier sind Grabungsbefunde eines Vorgängerbaus aus dem Frühmittelalter, einer Saalkirche mit Apsis und Bestattungen aus dem 7. Jahrhundert, konserviert und konnten besichtigt werden. Ebenso interessant ist die romanische Kirche eines abgegangenen Dorfes bei Haigerloch - Owingen, heute die Friedhofskirche des Orts. Hier erläuterte auch der örtliche Kirchenführer seine Überlegungen zu dem Bau und ermöglichte eine Besichtigung des interessanten Dachstuhls.

Besonders beeindruckend war die sich anschließende Begehung des Hauses Haigerloch - Owingen, Eyachstr. 13, eines großen ländlichen Fachwerkbaus aus dem 15. Jahrhundert. Der Zugang zu dem Gebäude wurde durch die Hausbesitzer ermöglicht, die auch selbst durch das Haus führten. Den Abschluss des Tages bildete die Besichtigung der profanierten Kirche von Tübingen – Schwärzloch, ein trotz aller späteren Umbauten noch immer beeindruckender spätromanischer Bau vom Typ der spätromanischen Schmuckkirchen. Das gemeinsame Abendessen der Gaststätte „Schwärzlocher Hof“ im Schiff der ehemaligen Kirche bildete den besonders passenden Ausklang der ganzen Veranstaltung.

Allen Beteiligten, vor allem Herrn Dieter Lehmann, dem Führer in der Friedhofskirche in Owingen, den Gebrüdern Beck (Haigerloch – Owingen) und Herrn Ernst Rümmele (RPS Tübingen), sei für ihre Bereitschaft gedankt, an der Veranstaltung mitzuwirken und ebenso allen Teilnehmern für ihr großes Interesse an den besuchten Objekten.

Barbara Scholkmann

2012

Schuttern und Schwarzach - Zwei frühe Klöster am Oberrhein. Archäologie und Baugeschichte (12.05.2012)

Schwäbisch Hall – Kloster Großkomburg – die Kirche Kleinkomburg, die Kirche in Steinbach (23.06.2012)


Das Zisterzienserkloster Bebenhausen - Archäologie und Baugeschichte

2011

Kreis Göppingen (07.05.2011)

Kreis Kirchheim (14.05.2011)

Zusammen mit Rainer Laskowski M.A., Museumsleiter in Kirchheim, ging es um folgende Themen bzw. zu folgenden Orten:

Gammertingen: Auf den Spuren eines hochmittelalterlichen Adelsgeschlechts (21.05.2011)

Die von Prof. Dr. Barbara Scholkmann, Dr. Dorothee Ade und Dr. Sören Frommer geleitete Exkursion führte zu Bau- und archäologischen Denkmälern im Raum Gammertingen, die in direkter oder indirekter Beziehung zum im 12. Jahrhundert schriftlich belegten Hochadelsgeschlecht der Grafen von Gammertingen stehen.

Ziele der Exkursion waren:

Raum Tübingen (09.07.2011)

2010

Klosterinsel Reichenau (08.05.2010)

Die Klosterinsel Reichenau im Bodensee ist ein herausragendes Zeugnis von der religiösen und kulturellen Rolle eines großen Benediktinerklosters im Mittelalter. Die drei romanischen Kirchen der Insel aus dem 9. bis 11. Jahrhundert veranschaulichen die frühmittelalterliche Architektur in Mitteleuropa. Die sorgfältig restaurierten Wandmalereien zeigen die Reichenau als "künstlerisches Zentrum mit großer Bedeutung für die europäische Kunstgeschichte des 10. und 11. Jahrhunderts". Die UNESCO hat die Klosterinsel im November 2000 in die Welterbeliste aufgenommen.

Bottwartal (19.05.2010)

Unterregenbach, Stadt Langenburg (3.07.2010)

Unteres Würmtal (10.07.2010)

Ravensburg (23.10.2010)

Der Besuch in der ehemaligen freien Reichsstadt begann mit einer 90-minütigen Stadtführung durch Stadtarchivar Dr. Andreas Schmauder. Nach dem Mittagessen führten Dr. Beate Schmid und Dr. Dorothee Ade durch das neue Museum im Humpisquartier, eines der besterhaltenen spätmittelalterlichen Wohnquartiere in Süddeutschland. Die Fernhandelsfamilie Humpis hat dem Ensemble im 15. Jahrhundert die heutige Gestalt gegeben. Das Museum ist ein ungewöhnlicher Ort, an dem städtische Kulturgeschichte vom 11. bis zum 21. Jahrhundert emotional und authentisch erlebt werden kann. Abgeschlossen wurde die Exkursion mit einem Besuch auf der laufenden Ausgrabung auf der Veitsburg, der ehemaligen welfischen Stammburg.

"Mythos Burg" , Nürnberg (6.11.2010)

Gemeinsam mit dem Sülchgauer Altertumsverein veranstaltete der Verein eine Fahrt zur Sonderausstellung "Mythos Burg" im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg.

Die große Sonderausstellung zeigte erstmals umfassend die über 1000-jährige Geschichte der Burg zwischen Adelswohnsitz, Herrschaftssymbol und Ausflugsziel.
Die Nürnberger Ausstellung präsentierte rund 650 vielfach noch nie gezeigte Objekte aus europäischen Burgen sowie internationalen Museen von Wien bis New York. Sie verbinden sich zu einem faszinierenden Panorama des »Mythos Burg« vom Mittelalter bis zur Gegenwart.

2009

Zollernalbkreis (16.05.2009)

Oberes Neckartal (04.07.2009)

Kraichgau (11.07.2009)

Die Wikinger, Speyer (31.01.2009)

Rund 300 Leihgaben – darunter kostbarer Schmuck, Runensteine, Waffen, Silberschätze, Münzen, Schiffsteile, seltene Zeugnisse des Christentums und Die Ausstellung des Historischen Museums der Pfalz präsentierte die aktuellen Forschungen zu den Wikingern. Ergebnisse bedeutender Siedlungsgrabungen sowie Erkenntnisse aus dem Bereich der experimentellen Archäologie, wie die jüngsten Seereisen auf rekonstruierten Wikingerschiffen, wurden umfassend dargestellt. Auf großzügiger Ausstellungsfläche trugen rund 300 Leihgaben aus zahlreichen Museen, Sammlungen und Instituten aus Mittel- und Nordeuropa - darunter kostbarer Schmuck, Runensteine, Waffen, Silberschätze, Münzen, Schiffsteile, seltene Zeugnisse des Christentums - dazu bei, einen Eindruck über die Kultur und Lebenswirklichkeit der "Nordmänner" zu gewinnen.

"Alamannen zwischen Schwarzwald, Neckar und Donau" , Wanderausstellung, Reutlingen (17.05.2009)

Auch in Reutlingen war die große Wanderausstellung auf ihrer Tour durch sechs Landkreise in Baden-Württemberg zu besichtigen. Diese entsprechen auch dem ehemaligen Siedlungsgebiet der Alamannen vom 3./4. bis ins 8./9. Jahrhundert n. Chr.

Gezeigt wurden in der Ausstellung neben bekannten Fundstücken auch Exponate, die noch nie öffentlich zu sehen waren, sowie Objekte aus wichtigen neueren Grabungen. Es handelte sich dabei um Dinge des täglichen Lebens wie Trinkgefäße, Mobiliar oder Kleidung als auch um Schmuck, Münzen oder Kriegsgerät.
Die Exponate entstammten den Sammlungen staatlicher und kommunaler Museen, aber auch privater Sammler.

"Fundsache Luther" , Mannheim (27.06.2009)

Die große Sonderausstellung „FUNDSACHE LUTHER – Archäologen auf den Spuren des Reformators“ gab anhand über 600 Exponatgruppen von 63 internationalen Leihgebern einen Einblick in das Leben Martin Luthers und seiner Familie. Archäologische Ausgrabungen am Geburtshaus Martin Luthers in Eisleben, dem Elternhaus in Mansfeld und seinem eigenen Haus in Wittenberg erbrachten Kinderspielzeug, Scherben von unzähligen Gefäßen, tausende Tierknochen und hunderte Gegenstände des täglichen Lebens. Gezielte Nachforschungen in Archiven brachten zeitgenössische Dokumente zu Tage, die vor allem die soziale Herkunft der Luthers in einem neuen Licht erscheinen lassen. So stammt der Vater Martin Luthers aus einer durchaus wohlhabenden Familie und ist sicher nie als einfacher Häuer, das heißt Bergmann, tätig gewesen. Aktuelle Bauforschungen am Elternhaus in Mansfeld erbrachten ähnlich unerwartete Erkenntnisse.

2008

Ulm (26.01.2008)

In Ulm erwartete die Teilnehmer die Ausstellung „Stadtarchäologie in Ulm“ im Ulmer Museum angesehen haben. Zugleich gastierte dort auch die zuvor schon in Konstanz gezeigte Schau „Entdeckungen. Höhepunkte der Landesarchäologie“. Durch die stadtarchäologische Ausstellung führte uns dankenswerterweise Dr. Aline Kottmann, die seit diesem Jahr mit der Gesamtauswertung der stadtarchäologischen Quellen Ulms befasst ist.

Der Besuch in Ulm, einer der ältesten Städte Baden-Württembergs, wurde allerdings nicht auf die Ausstellungen beschränkt. Ab 14.00 Uhr wurde im Rahmen einer Stadtführung Ulm selbst erkundet. Dabei standen ebenfalls die sichtbaren Zeugnisse der Ulmer Stadtarchäologie im Vordergrund.

Schwäbisch Hall und Comburg (31.05.2008)

Sindelfingen (14.06.2008)

Bad Wimpfen (28.06.2008)

2007

Rottenburg und Umland (05.05.2007)

Nagold (16.06.2007)

Oberschwaben (23.06.2007)

"Attila und die Hunnen" , Speyer (1.12.2007)

Aus den Tiefen der Steppe drangen im späten 4. Jahrhundert geheimnisvolle Reiterkrieger nach Europa vor, trieben ganze Völker vor sich her und versetzten das Römische Weltreich in Angst und Schrecken. Seither verbinden sich unwillkürlich Gewalt und Barbarei mit ihrem Namen, den Hunnen. Ein Mann sticht dabei besonders hervor: Attila, die Geißel Gottes.

Die Besucher entdecken in der Ausstellung die Welt der Hunnen, wie sie bisher noch nie zu sehen war. Man verlässt ein überfallenes römisches Kastell und taucht ein in das nomadische Leben der Hunnen. Man erkundigt eine kirgisische Jurte aus dem Gebiet, in dem einst die frühesten Hunnen leben. Außerdem können die Nachbauten nomadischer Wagen, wie sie in den Gebieten Mittelasiens bis in die heutige Zeit genutzt werden, bewundert und ein Kurgan, einen Grabhügel der Steppe, betreten werden.

Es war uns glücklicherweise möglich, einen der Ausstellungsmacher, Lars Börner M. A. für eine Führung durch die Ausstellung zu gewinnen. Ihm konnten nicht nur Fragen zu den Objekten der Ausstellung, sondern ebenfalls solche zur Konzeption und zur Präsentation gestellt werden.