Sinologie

Medienecho (Archiv)

Medienecho: Namensbeitrag ZEIT

Unser Mitarbeiter Sascha Zhivkov hat einen Gastbeitrag für DIE ZEIT über den chinesischen Nationalismus veröffentlicht. 

Medienecho: Rechnungshof lobt Tübinger Sinologen

Medienecho: Tübinger M.A.-Projekt von Sebastian Weidenbacher findet Interesse bei People's Daily 人民日报

Über unverhofftes öffentliches Interesse freute sich im Juni unser Masterstudent Sebastian Weidenbacher. Im Vorfeld des Deutschlandbesuchs des chinesischen Präsidenten weckte seine Arbeit über Zitate aus klassischer Literatur und chengyu 成语-Idiome in der Rhetorik Xi Jinpings das Interesse der "Volkszeitung" Renmin ribao. Am 30. Juni besuchte die Deutschlandkorrespondentin der Renmin ribao unser Institut für ein Interview mit Prof. Mittag und Herrn Weidenbacher sowie für eine Führung durch die Räumlichkeiten des Instituts. Das Werk Xi Jinping yongdian 习近平用典 (Xi Jinping zitiert Klassiker), eine zentrale Quelle der Arbeit, war 2015 im Verlag der Renmin ribao erschienen. Die Überschrift des Artikels, der am 5. Juli erschien, lautete entsprechend: "In klassischen Zitaten 5000 Jahre chinesische Zivilisation erleben – Ein deutscher Sinologieprofessor und sein Schüler untersuchen Xi Jinping zitiert Klassiker".

在典故中感受五千年中华文明 — 德国汉学家和学生研习《习近平用典》本

推动中德关系在高水平上更大发展 —— 德国各界热切期待习近平主席访问

Video (德国汉学学生研读《习近平用典》)

Medienecho: Interview mit Yasmin Koppen M.A. zur Behandlung von Muslimen in Ostasien

Jetzt online: Interview mit Yasmin Koppen M.A. zur Behandlung von Muslimen in Ostasien
Im REMID Blog Interview "Der Halbmond im Reich der Sonne: Muslimische Minderheiten und Religionsfreiheit in China und Vietnam" berichtet Frau Yasmin Koppen über den Umgang mit religiösen Minderheiten am Beispiel der Muslime im historischen und modernen China v. a. im Vergleich zu Vietnam, einem Land, dass lange von China stark beeinflusst wurde."
Link: http://www.remid.de/blog/2015/10/der-halbmond-im-reich-der-sonne-muslimische-minderheiten-und-religionsfreiheit-in-china-und-vietnam/

Medienecho: Sendung über Marco Polo mit Prof. Hans Ulrich Vogel in TerraX, ZDF

Sendung über Marco Polo mit Prof. Hans Ulrich Vogel in TerraX, ZDF, 7. Juni, 19:30-20.15

http://www.zdf.de/terra-x/marco-polo-entdecker-oder-luegner-dokumentation-38447178.html

Medienecho: Marco Polo - Entdecker oder Lügner?

Medienecho: "Marco Polos Millionen" - Der Venezianer war kein Schwindler, er war wirklich in China

Eine ausführliche und gründliche Studie chinesischer Quellen des Sinologen Hans Ulrich Vogel von der Universität Tübingen erbringt neue, überzeugende Anhaltspunkte, dass der berühmteste Reisende des Mittelalters tatsächlich im Reich der Mitte war.

Link zu einem Interview in Wanhoffs Wunderbare Welt der Wissenschaft.

Immer wieder zirkulieren Sensationsmeldungen durch Buchmarkt, Presse und Internet, die besagen, dass Marco Polo niemals in China gewesen sei, sondern höchstens bis ans Schwarze Meer, nach Konstantinopel oder bis ins Reich der Ilkhane in Persien gelangt sei und dort all seine Informationen entweder von Kaufleuten oder aus nicht mehr existierenden persischen Handbüchern erhalten habe. In seinem in Kürze beim Brill-Verlag in Leiden erscheinenden Buch Marco Polo was in China: New Evidence from Currencies, Salts and Revenues räumt Hans Ulrich Vogel, Professor für Sinologie an der Universität Tübingen, gründlich mit der Mär auf, dass der Venezianer nicht im Fernen Osten gewesen sei.

Sein Buch beginnt mit einer umfassenden Darstellung der Argumente, die gegen oder für einen China-Aufenthalt des Venezianers sprechen. Eine Sichtung der relevanten chinesischen, japanischen, italienischen, französischen, deutschen und spanischen Literatur zeigt ein eindeutiges Ergebnis: Den wenigen, bereits seit Jahrzehnten bekannten und auch durchaus erklärbaren Problemen des Polo-Buches steht eine erdrückende Mehrzahl von verifizierten und über Jahrhunderte hinweg einmaligen Informationen über China gegenüber.

Zweifel an Marco Polos Präsenz in China tauchen seit Mitte des 18. Jh. periodisch auf und werden oft mit denselben Argumenten vorgetragen. Wenn der Venezianer tatsächlich in China gewesen sei, so die Zweifler, hätte er mit Gewissheit über die große Mauer berichtet. Dabei hat die Forschung in Ost und West schon längst erwiesen, dass die Große Mauer, wie wir sie heute kennen, ein Produkt der Ming-Dynastie (1368-1644) war und frühere, aus Stampflehm hergestellte Wälle längst zerfallen waren und ihren militärischen Sinn im mongolischen Weltreich verloren hatten. Ein anderes Argument, das häufig vorgebracht wird, ist, dass keine chinesische Quelle Marco, seinen Vater und seinen Onkel erwähnt. Es handelt sich dabei um eine völlige Überschätzung der Dokumentations-dichte und -absichten der chinesischen Historiographie. Selbst Giovanni de Marignolli (1290-1357), ein wichtiger päpstlicher Gesandter zum Hof der Yuan-Herrscher, findet keine Erwähnung in den chinesischen Quellen, weder seine 32 Begleiter, noch der Name des Papstes. Lediglich das “himmlische Pferd”, das 1342 als Tribut aus dem “Reich der Franken” überreicht wurde, wird genannt.

Anschließend beschäftigt sich Hans Ulrich Vogel mit einem Gebiet, das von der Forschung aufgrund seiner Komplexität und der dafür erforderlichen historischen Expertise weitgehend vernachlässigt worden ist, nämlich Marco Polos Angaben über Währungen, Salzproduktion und Einnahmen aus dem Salzmonopol. Vogel kommt zum Schluss, dass kein anderer westlicher, arabischer oder persischer Verfasser so detailliert, zutreffend und einmalig über die Währungssituation im mongolischen China berichtet. So legt der Venezianer als einziger seiner Zeitgenossen höchst genau dar, dass das Notenpapier aus der Rinde des Maulbeerbaumes (Morus alba L.) hergestellt wird. Er beschreibt nicht nur die rechteckige Form und Größenabstufungen zutreffend, sondern auch die Verwendung von Siegeln und die verschiedenen Denominationen, in denen Papiergeld ausgegeben wurde. Die Monopolisierung von Gold, Silber, Perlen und Edelsteine durch den Staat im Zwangstausch gegen Papiergeld und die Bestrafung für Falschgelddelikte werden von ihm ebenso behandelt wie die exakt 3-prozentige Umtauschgebühr für abgenutzte Geldscheine und die umfängliche Verwendung des Papiergeldes in offiziellen und privaten Zahlungen und Transaktionen.

Der Venezianer ist zudem der einzige, der verdeutlicht, dass zu seiner Zeit nicht in allen Teilen des Reiches das Papiergeld zirkulierte, sondern vor allem im Norden und in den Regionen entlang des Yangzijiang, nicht jedoch in Fujian und vor allem nicht in Yunnan, wo seinen Worten zufolge hauptsächlich Kauris, Salzgeld, Gold und Silber verwendet wurden. Diese einmaligen Angaben finden ihre Bestätigung in den chinesischen Texten und Überresten jener Zeit. Die meisten dieser Quellen wurden erst weit nach der Zeit Marco Polos zusammengestellt oder überliefert. Es ist von daher auszuschließen, dass der Venezianer Informationen aus diesen Quellen bezogen hat. Er hätte sie aufgrund seiner fehlenden Chinesischkenntnisse auch gar nicht lesen können.

Genau so trefflich und einmalig sind die Angaben des Venezianers zur Salzproduktion, wo er systematisch auf die ihm bekannten wichtigsten Salzzonen kurz eingeht: Changlu, Lianghuai, Liangzhe und Yunnan. Hinsichtlich der bedeutenden Salzzone von Lianghuai nennt er präzise die drei damals maßgeblichen Salzämter: Huai’an, Taizhou und Tongzhou. Erstaunlich exakt ist auch seine Beschreibung der Herstellung von Meersalz am Beispiel Changlus. Die von ihm geschilderte Methode, nämlich die Auslaugung von mit Salz angereicherten Erden und das Sieden der dadurch gewonnenen Sole in großen Eisenpfannen, stimmt haargenau mit chinesischen Berichten aus der Yuan-Zeit überein. Keinesfalls konnte er das in den Salzmonopolgebieten Venedigs beobachtet haben, denn dort wurde Salz in Becken mittels natürlicher Verdunstung gewonnen. Diese und andere Daten, deren Präzision bisher noch nicht richtig gewürdigt worden ist, sprechen in der Tat dafür, dass der Venezianer in Diensten des Großen Khans stand. Wie chinesische Quellen belegen, wäre er nicht der einzige Jüngling gewesen, den Kublai Khan (1215-1294) unter seine Fittiche genommen und den er mit wichtigen Aufgaben betraut hätte. Für den mongolischen Herrscher war es zudem politisch vorteilhaft, dass Männer aus allen Teilen der bekannten Welt ihm, dem Großen Khan, ihre Reverenz erwiesen und in seine Dienste traten, nicht nur aufgrund ihrer fachlichen Kompetenzen, sondern auch zur Festigung der nicht unumstrittenen Legitimität seiner Herrschaft gegenüber seinen chinesischen Untertanen.

Und wie verhält es sich mit Marco Polos Millionen, z.B. seiner Angabe, dass allein die Salzeinkünfte von Kinsay und seinem Territorium dem Khan jährlich ein Einkommen von sagenhaft 5,8 Millionen saggi Gold bescherten? Mittels Umrechnung in Papiergeld zu den bekannten offiziellen Austauschraten kommt Vogel zum Schluss, dass auch diese Angaben keineswegs aus der Luft gegriffen sind, sondern ausgesprochen gut mit entsprechenden chinesischen Daten über das Salzmonopol von Liangzhe aus der Zeit vor 1287 übereinstimmen. Dies verdeutlicht, dass der Venezianer keineswegs den Spitznamen „il milione“, eines Fabulierers, verdient hat und dass er diese und andere, über die kommenden Jahrhunderte hinweg einmaligen Informationen über China nur durch seine Präsenz in China selbst und das, was er dort gesehen und gehört hat, bezogen haben kann.

Das Fazit dieses Buches, das im Rahmen der DFG-Forschergruppe 596 „Monies, Markets and Finance in China and East Asia, 1500-1900“ entstanden ist, lautet also: Marco Polo war in China.

Medienecho: Newsmeldung der Universität Peking

Newsmeldung der Universität Peking: "Der Rektor der Universität Tübingen besucht die Universität Peking"

德国图宾根大学校长来访北大

Medienecho: Newsmeldung der Fudan Universität, Shanghai

Newsmeldung der Fudan Universität, Shanghai: "Eine Delegation der Universität Tübingen besucht unsere Schule"

德国图宾根大学校长率团访问我校

Deutschlandweite Erhebung zur Chinesisch-Sprachausbildung

Tübinger Sinologie top in der Sprachausbildung!

In einer Erhebung zur Sprachausbildung in chinawissenschaftlichen BA-Studiengängen an deutschsprachigen Hochschulen (in der Zeitschrift CHUN 25/2010, S. 129-140, veröffentlicht) wurde die Tübinger Sinologie auf Platz eins genannt: Mit 1.056 Unterrichtsstunden (Kontaktzeit) im Sprachunterricht rangiert Tübingen vor allen anderen deutschen Sinologien. Dies ist vor allem auch auf das obligatorische Auslandssemester an der Beijing Universität zurückzuführen, in dem der Sprachunterricht von ausgesuchten chinesischen Lehrkräften erteilt wird (s. ECCS).

Wir sind auch Meister des Feierns und der besonderen Momente, sei es die alljährliche Aufführung eines chinesischen Theaterstücks vom 3. Semester, sei es das jährlich stattfindende Taiwan-Dokumentarfilm-Festival oder sei es die im Mai dieses Jahres stattgefundene uniweite China-Woche.