Sinologie

Chinesische Sprache, Literatur und Philosophie (Prof. Mittag)

Akademischer Werdegang


Forschungsschwerpunkte

Prof. Mittags Forschungsschwerpunkte sind die chinesische Historiographie und das Geschichtsdenken Chinas sowie die Ideen- und Ideologiegeschichte Chinas, einschließlich des Klassikerstudiums (jingxue 經學). Er forschte zur songzeitlichen Auslegung des Buchs der Lieder, zum phänomenalen posthumen Aufstieg des Wang Anshi (1021-1086) im Konfuzianischen Tempel sowie zu chinesischen Zeitkonzepten und zu kartographischen Raum- und Weltvorstellungen. Er war und ist weiterhin in zahlreiche interdisziplinäre Projekte zur vergleichenden Historiographie eingebunden und arbeitet seit geraumer Zeit an einer dreibändigen Quellensammlung zur chinesischen Geschichtsschreibung und zum historischem Denken Chinas von der frühen Vergangenheit bis zur Gegenwart.

Wichtigste Publikationen
Zusammen mit Thomas Göller ist Prof. Mittag Autor der Preisschrift Geschichtsdenken in Europa und China (2008). Zudem ist er Mitherausgeber dreier Bände zur vergleichenden Historiographie (mit Jörn Rüsen und Michael Gottlob, Die Vielfalt der Kulturen: Erinnerung, Geschichte, Identität, 1998; mit Helwig Schmidt-Glintzer und Jörn Rüsen, Historical Truth, Historical Criticism, and Ideology: Chinese Historiography and Historical Culture from a New Comparative Perspective, 2005; und zusammen mit Fritz-Heiner Mutschler, Conceiving the "Empire": China and Rome Compared, 2008). Zwei weitere Konferenzbände zu diesem Forschungsfeld sind in Bearbeitung.

Weitere Aktivitäten
Seit einigen Jahren lang leistet Prof. Mittag Aufbauarbeit bei der Etablierung des innovativen Lehramtsstudiengangs für Chinesisch als Teil des breiten Lehrspektrums der Tübinger Sinologie. Zudem fungiert er seit 2014 als Mitherausgeber des Journal of Asian History.