Sinologie

Salome Foltin, M.A. 坲莎

Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin an der Abteilung für Sinologie der Universität Tübingen

Akademischer Werdegang

  • 2018 - Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Universität Tübingen
  • 2017 M.A. in Sinologie, Universität Leipzig
  • 2014 B.A. in Sinologie und Alte Geschichte, Universität Leipzig

Forschungsschwerpunkte
Während ihres Masterstudiums forschte Salome Foltin zu ausgewählten Bereichen des chinesischen Volksglaubens: Ihr Feldforschungsaufenthalt 2015/16 in Südtaiwan diente einer Studie zu den Youyinggong Miao 有應公廟 – eine Art von Tempel, die dem "Glauben der einsamen Seelen" (guhun xinyang 孤魂信仰) gewidmet ist. Zudem untersuchte ihre Masterarbeit den Fuchsglauben in seiner literarischen Ausprägung am Beispiel von He Bang'es 和邦額 (1736–?) Novellensammlung Yetan suilu 夜譚隨錄. Der Schwerpunkt lag hierbei auf den in Fuchsfee-Erzählungen enthaltenen Männlichkeitsklischees in ihrem sozialgeschichtlichen Kontext.

Steinformation im Neuen Sommerpalast (Yiheyuan 頤和園), Peking, eigenes Foto.

In ihrer Doktorarbeit wendet sie sich nun dem chinesischen Landschaftsgarten im Deutschland des 18. Jahrhunderts zu, der als Hybrid transkultureller Vorstellungen des durch William Chambers (1723-1796) von China inspirierten Englischen Gartens mit deutscher Chinabegeisterung und dem chinesischen Original bzw. Ideal vereint. Vorerst richtet sich ihr Fokus zum einen auf Craig Clunas' Ansätze zur materiellen Kultur eines "chinesisch geprägten europäischen Feingeists", zum anderen auf die Einordnung der Gartenkunst innerhalb der Chinoiserie.

Wen Zhengmings 文征明 (1470-1559) Kalligraphie zu Sima Guangs 司馬光 (1019-1086) Garten Duleyuan 獨樂園 aus der Nördlichen Song (960-1127).