Mittelalterliche Geschichte

PD Dr. Christoph Mauntel

Sprechstunde während des Semesters:
n. V.

Sprechstunde während der vorlesungsfreien Zeit: Termine

Adresse:
FB Geschichtswissenschaft
Seminar für mittelalterliche Geschichte
Wilhelmstraße 36
72074 Tübingen

Raum: 

E-Mail: christoph.mauntelspam prevention@uni-tuebingen.de

Beruflicher Werdegang

Mai 2021    
Habilitation (Eberhard Karls Universität Tübingen), Venia legendi für Mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften
Thema der Habilitationsschrift: Asien – Europa – Afrika. Die Erdteile in der Weltordnung des Mittelalters

Seit Januar 2021 
Mitglied im DFG-Netzwerk „Die Absicht der Anderen. Zur sozialen Wirksamkeit von Intentionszuschreibungen im europäischen Mittelalter“

Seit Oktober 2019
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Mittelalterliche Geschichte, Universität Tübingen

2015-2019
Postdoc am Graduiertenkolleg "Religiöses Wissen im vormodernen Europa", Universität Tübingen

2015
Forschungsaufenthalte in Paris (März), London (Juni) und Moskau (September)
Gerald D. Feldman-Stipendium der Max Weber Stiftung

2014-2017
Mitglied des WIN-Kollegs „Messen und Verstehen der Welt durch die Wissenschaft“ der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
Projekt: Die Vermessung der Welt. Religiöse Deutung und empirische Quantifizierung im mittelalterlichen Europa

2013-2015
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Exzellenzcluster „Asia and Europe in a Global Context“, Universität Heidelberg
Forschungsprojekt "Weltordnungen in Transkultureller Perspektive"

Juni 2013
Promotion (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)
Thema der Dissertation: Gewalt in Wort und Tat. Praktiken und Narrative im spätmittelalterlichen Frankreich

2011-2015
Mitglied des SFB 933 „Materiale Textkulturen“

Juni 2010
Stipendiat des Deutschen Historischen Instituts Paris

2010-2013
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Seminar der Universität Heidelberg

2004-2010
Studium der Mittleren und Neueren Geschichte, Osteuropäischen Geschichte und Slavistik an den Universitäten Göttingen und Heidelberg
Magister Artium (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg); Thema der Magisterarbeit: Symbole und Rituale in spätmittelalterlichen Aufständen.
 

Forschungsschwerpunkte

  • Kartographie und geographische Vorstellungen im Mittelalter
  • Gewalt im Mittelalter
  • Politische Ideengeschichte: Vorstellungen von Herrschaft und Imperialität
  • Kulturgeschichte des Politischen: Kulturen des Protests und Aufstände
  • Geschichte Frankreichs, Englands und Burgunds

Habilitationsprojekt (abgeschlossen)

Das Projekt nimmt mit dem Konzept der ‚Kontinente‘ eine grundlegende geographische Ordnungskategorie in den Blick und analysiert ihre Bedeutung für das mittelalterliche Weltbild.

Die Idee, die Erde in mehrere Teile zu gliedern, entstammt der griechischen Antike und wurde über römische Autoren an das Mittelalter überliefert. In der Spätantike bzw. dem Frühmittelalter wurde das Konzept christlich überprägt und in neue Weltentwürfe übernommen: Der Osten wurde zur bestimmenden Himmelsrichtung, der östliche Erdteil, Asien, zum vornehmsten, reichsten und heilsgeschichtlich bedeutendsten Kontinent stilisiert. Geographische Kenntnisse und Erfassungskategorien können damit für das Mittelalter als religiös geprägtes Wissen verstanden werden. In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich das Wissen um die drei Erdteile Afrika, Asien und Europa zum geographischen Grundlagenwissen, das jedoch weit über geographische Kontexte hinaus Anwendung fand.

Das Forschungsprojektes analysiert sowohl die christliche Fundierung des Konzepts als auch Kontexte, Formen und Funktionen seines Gebrauchs im Mittelalter. Neben der frühmittelalterlichen Bedeutungsaufladung stehen dabei die zunehmenden transkulturellen Kontakte im Fokus, in die die lateinische Christenheit seit dem 12. Jahrhundert eingebunden war (Kreuzzüge, Expansion der Mongolen, Asienreisen). Die damit einhergehenden Austauschprozesse führten zu einer intensivierten Auseinandersetzung mit Selbst- und Fremdbildern. Vor diesem Hintergrund analysiert das Projekt, wie Traditionswissen und individuelle Erfahrung gegeneinander abgewogen wurden sowie welche Rolle die Erdteile für die Erfassung und Deutung der Welt durch christlich-lateinische Autoren und Kartographen spielten. Die Bedeutung des Konzepts liegt dabei darin, dass es Individuen oder Gruppen ermöglichte, die Welt in globalem Maßstab zu erfassen und sowohl sich selbst als auch fremde Regionen in einem einheitlichen System zu verorten und zueinander in Bezug zu setzen.

Veröffentlichungen und Vorträge

  • Liste der Veröffentlichungen (pdf)

                [Link zu http://mauntel.net/mauntel_publikationen.pdf]

  • Verzeichnis der Vorträge (pdf)

                [Link zu http://mauntel.net/mauntel_vortraege.pdf]

  • Profil auf academia.edu

                [Link zu https://uni-tuebingen.academia.edu/ChristophMauntel]