Neuere Geschichte

Manuela Mann

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Kontakt:

Hölderlinstraße 19, 1.OG
72074 Tübingen
Raum: 106
07071 29-72989
manuela.mannspam prevention@uni-tuebingen.de

 

 

Vita

1996 - 2002
Erwerb der Mittleren Reife

Realschule Münsingen

2002 - 2004
Ausbildung

zur Groß- und Außenhandelskauffrau Fa. Reiff, Technische Produkte GmbH Reutlingen

2004 - 2007
Erwerb des Abiturs

am Wirtschaftsgymnasium des Wilhelm-Schickard- Gymnasiums in Tübingen (2. Bildungsweg)

2007 - 2011
Bachelor of Arts

im Fach Geschichtswissenschaft an der Eberhard Karls Universität Tübingen

2012 - 2014
Geburt meiner beiden Kinder

2011 - 2017
Master of Arts

im Fach Geschichtswissenschaft an der Eberhard Karls Universität Tübingen

12/2011 - 03/2013
Eberhard Karls Universität Tübingen, Stud. Hilfskraft

am SFB Bedrohte Ordnung, TP Dynastische Brüche

10/2013 - 12/2013
Eberhard Karls Universität Tübingen, Stud. Hilfskraft

am Institut für Zeitgeschichte, Lehrstuhl Anselm Doering-Manteuffel als Wiss. Hilfskraft

04/2015 - 12/2017
Eberhard Karls Universität Tübingen, Stud. Hilfskraft und Tutorin

am Seminar für Neuere Geschichte, Lehrstuhl Prof. Ewald Frie

10/2015 - 12/2017
Eberhard Karls Universität Tübingen, Hilfskraft

am Sonderforschungsbereich Bedrohte Ordnungen, zuständig für Publikationsprojekte

01/2018 - 06/2018
Eberhard Karls Universität Tübingen, Wissenschaftliche Hilfskraft

am Seminar für Neure Geschichte, Lehrstuhl Prof. Ewald Frie; Recherche und Verfassen eines Drittmittelprojektantrages bei der Sigurd-und-Irene-Greven-Stiftung (bewilligt 6/2018, Start 7/2018)

seit 2018
Eberhard Karls Universität Tübingen, Wissenschaftliche Mitarbeiterin

am Seminar für Neure Geschichte, Lehrstuhl Prof. Ewald Frie, Forschungsprojekt: Landhäuser im Wandel. Gesellschaftliche Transformation in deutschen Regionen, 18.-20. Jahrhundert; Bearbeiterin des 3. Teilprojektes mit Untersuchungszeitraum ca. 1945-1990

Forschung

Forschungsprojekt

Schwerpunkte

  • Geschichte ländlicher Gesellschaften

  • Deutsche Geschichte seit 1945

  • Wirtschafts- und Konsumgeschichte

Dissertation im Rahmen des Forschungsprojekts „Landhäuser im Wandel“

Bewahren, erhalten oder kann das weg? – Historisierungspraktiken als Ressource in deutsch-deutscher Perspektive (1945-1990) (Arbeitstitel)

Der Erhalt und Unterhalt von Schlössern, Burgen und Herrenhäusern ist vor allem eines: kostspielig. Und doch werden sie als bauliche Denkmale geschützt, erhalten und wenn möglich restauriert. Warum also besteht ein Interesse am Erhalt dieser Bauten, selbst wenn sie bereits so heruntergekommen sind, dass sie zwecks Einsturzgefahr mit einem großen „Betreten verboten“ Schild versehen sind?

Anhand ausgewählter Fallbeispiele nimmt sich das Projekt dieser Frage an und analysiert dazu historische Aushandlungs- und Deutungsprozesse rund um Schlösser, Burgen und Herrenhäuser, woraus sich weitere Fragen ergeben: Welche Geschichten werden erzählt und von wem? Warum werden sie erzählt und warum ändern sich diese? In vielen Beispielen zeigt sich, wie schwer es noch in den 1960er Jahren war, Gelder für den Erhalt solcher Häuser zu mobilisieren. Spätestens mit dem Denkmalschutzjahr 1975 änderte sich das. Zahlreiche Schlösser, Burgen und Herrenhäuser wurden sowohl in der BRD als in der DDR saniert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

In der Zeitgeschichtsschreibung spricht man für diese Zeit ab Mitte der 1960er Jahren von einem „Geschichtsboom“. Denkmalschutz wurde in diesen Jahren zum öffentlichen Thema. Einzelne Studien aber, die den „Geschichtsboom“ abseits der organisierten staatlichen Denkmalpflege, mikrohistorisch untersuchen, gibt es bisher kaum. Und auch die institutionelle Denkmalpflege ist bisher zwar ideengeschichtlich untersucht aber nicht hinsichtlich ihrer geschichtskulturellen Praxis und ihrer Funktion als Teil einer geschichtskulturellen Infrastruktur. Geschichtskultur ist dabei nicht nur Ausdruck eines bestimmten Geschichtsbewusstseins. Denn es gibt ganz unterschiedliche Deutungen und Motive der Bauten, mit denen Akteur*Innen sich historisch in der Gegenwart verankern, was mehr über ihre Gegenwartserfahrung aussagt als über die Vergangenheit der Häuser. Diese Historisierungspraktiken dienten gleichzeitig unter dem Motto ‚History sells‘ auch als wirtschaftliche Ressourcen.

Durch den räumlichen Zuschnitt des Projektes ist es möglich, eine entteleologisierte deutsch-deutsche Perspektive (Frank Bösch) einzunehmen, bei der ein gemeinsamer Erfahrungs- und auch Handlungsraum im Fokus steht.

Publikationen

  • Ist die Grundfarbe der Geschichte grau? Die Soziale Frauenschule Stuttgart im ‚Dritten Reich‘, in: Ewald Frie (Hg.), Die Geschichte der Hochschule Esslingen. Ein Lesebuch zum 100-jährigen Jubiläum, Esslingen a. Neckar 2014, S. 136-153.