Osteuropäische Geschichte und Landeskunde

Dr. Katharina Kucher

Habilitandin

Kontakt

Hegelbau (Erdgeschoss), Wilhelmstr. 36, D-72074 Tübingen
  +49 7071 29-72392
katharina.kucherspam prevention@uni-tuebingen.de


Aktuelles Forschungsprojekt

Kindheit und Erziehung im Russland des 19. Jahrhunderts (Habilitationsprojekt)

Ziel des Habilitationsprojektes ist es, Vorstellungen und Praktiken von Kindheit im Kontext des gesellschaftspolitischen Wandels in Russland vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis 1914 zu beleuchten. Dafür wird auf der Basis von Ego-Dokumenten, visuellen Quellen und zeitgenössischer Fachliteratur herausgearbeitet, was Kindheit sowohl in der öffentlichen als auch privaten Sphäre kennzeichnete und wie diese Lebensphase zu unterschiedlichen Zeitpunkten wahrgenommen, reflektiert, diskutiert und reglementiert wurde. Berücksichtigung in der Studie finden die über weite Strecken dominierenden Vorstellungen und Praktiken der Oberschichten ebenso wie die Entwicklungen, die dazu führten, dass Kindheit kein Privileg der Bessergestellten blieb.


2018 bis 2019
Akademische Mitarbeiterin

und stellvt. Direktorin des Instituts für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde an der Universität Tübingen

2011-2015
Teilprojektleiterin

im Sonderforschungsbereich 923 Bedrohte Ordnungen, Universität Tübingen

2011 bis 2014
Stipendiatin

Brigitte Schlieben-Lange-Programm, DHI Moskau, Gerda Henkel Stiftung

2009 bis 2011 und 2014 bis 2018
Akademische Rätin auf Zeit

und stellvt. Direktorin des Institut für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde an der Universität Tübingen

2004 bis 2005 und 2006 bis 2009
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

am Institut für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde der Universität Tübingen

2004
Promotion

Erschienen als: Der Gorki-Park: Freizeitkultur im Stalinismus 1928–1941. Köln u.a. 2007

1996 bis 2000
Wissenschaftliche Hilfskraft

an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder, Lehrstuhl für Geschichte Osteuropas

1995
Staatsexamen

1988 bis 1995
Studium

Geschichte und Slavistik an der Universität Konstanz (1992-93 Studienaufenthalt als DAAD-Stipendiatin an der Staatlichen Lomonosov Universität Moskau)

Ämter, Mitgliedschaften, Fellowships

Seit 2016 Mitglied der Studienkommission des Fachbereichs Geschichte
Seit 2016 Gutachtertätigkeit für die Jahrbücher für Geschichte Osteuropas
2013 - 2014 Forschungsstipendiatin der Gerda Henkel Stiftung
Seit 2013 Gutachtertätigkeit für Cahiers du Monde Russe, Russian Review
2011 - 2015 Teilprojektleiterin im Sonderforschungsbereich 923 an der Universität Tübingen: Bedrohte Ordnungen, Teilprojekt D04: USA und Sowjetunion. Transformationen einer weltpolitischen Ordnungskonkurrenz 1975 – 1989 (gemeinsam mit Prof. Dr. Georg Schild)
2011 - 2011 Stipendiatin des Deutschen Historischen Instituts Moskau
2011 - 2013 Habilitationsstipendiatin des Brigitte Schlieben-Lange-Programms des Landes Baden-Württemberg
2008 - 2011 Gleichstellungsbeauftragte der (alten) Fakultät für Philosophie und Geschichte sowie stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der Philosophischen Fakultät an der Universität Tübingen

Forschungsschwerpunkte

  • Geschichte der Kindheit in Russland und der Sowjetunion
  • Visuelle Geschichte Russlands und der Sowjetunion
  • Politik- und Kulturgeschichte des Kalten Krieges ab 1975
  • Kultur- und Alltagsgeschichte der Sowjetunion insbesondere des Stalinismus
  • Geschichte der russischen Emigration
  • Geschichte der deutschen Osteuropaforschung nach 1945

Laufende Arbeiten und Forschungsprojekte 

  • Kindheit im Rußland des 19. Jahrhunderts (Habilitationsprojekt)

Publikationen

Monographien

  • Der Gorki-Park. Freizeitkultur im Stalinismus 1928–1941. Köln, Wien, Weimar 2007 (Beiträge zur Geschichte Osteuropas 42). (Dissertation)
  • Park Gor’kogo. Kul’tura dosuga v stalinskuju epochu. 1928–1941. Moskva 2012. (russ. Übersetzung der Dissertation)

Sammelbände und Themenhefte

  • Stille Revolutionen. Die Neuformierung der Welt seit 1989, hg. zus. mit Gregor Thum & Sören Urbansky. Frankfurt, New York 2013.
  • Visuelle Geschichte Russlands im 19. Jahrhundert, hg. zus. mit Klaus Gestwa. Stuttgart 2012 (=Jahrbücher für Geschichte Osteuropas 4/2012).
  • Chronik russischen Lebens in Deutschland 1918–1941, hg. zus. mit Karl Schlögel, Bernhard Suchy & Gregor Thum. Berlin 1999.

Aufsätze (die letzten 5)

  • gem. mit Pavel Ščerbinin: Osobennosti prizrenija detej-sirot v Tambovskoj gubernii v XIX – načale XX veka skvoz' prizmu obščestvennoj i chastnoj blagotvoritel'noj dejatel'nosti [Features of care of children-orphans in the Tambov province in the 19th – early 20th centuries through the prism of public and private charitable activities], in: Vestnik Tambovskogo universiteta. Serija Gumanitarnye nauki [Tambov University Review. Series: Humanities], 22, 6/2017, S. 179–189.

  • gem. mit Thorsten Zachary: Feindforschung mit alten Wehrmachtsbeständen, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.9.2017, N3.
  • gem. mit Corinna Kuhr-Korolev, Tetiana Sebta, Nataliia Sinkevych: Kriegsbeute in Tübingen. Eine Urkunde Peters des Großen, Seilschaften der Osteuropaforscher und die Restitution, in: Osteuropa, 66, 11-12/2016, S. 149–167.
    • gem. mit Korinna Kur-Korol’ov, Katarina Kucher, Tetjana Sebta, Natalija Sinkevyč: Trofeji vijny: istorijavivezenoji z Kyjeva gramoty Petra I ta nimec’ki studiji Schidnoji Jevropy do i pislja 1945 r., in: Bibliotečnyjvisnik, 1/2017, S. 39–54. (ukr. Übersetzung)
  • gem. mit Alexa v. Winning: Privates Leben und öffentliche Interessen. Adlige Familie und Kindheit in Russlands langem 19. Jahrhundert, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas, 63, 2/2015, S. 233– 255.
  • gem. mit Gregor Thum, Sören Urbansky: Die Welt formiert sich neu: Eine Einleitung, in: Dies.: Stille Revolutionen. Die Neuformierung der Welt seit 1989. Frankfurt, New York 2013, S. 11–14.

Lehrveranstaltungen (Auswahl)

  • Russlands Aufbruch in die Moderne. Von den Großen Reformen bis zur Oktoberrevolution (1856-1917) (Proseminar Wintersemester 2015/16)
  • Kiev – Geschichte und Gegenwart einer europäischen Metropole. Exkursionsvorbereitung (Übung Wintersemester 2015/16; gemeinsam mit Ingrid Schierle, Durchführung der Exkursion: 6.-13.6.2016)
  • Bühnen des Fortschritts: Weltausstellungen als Orte der Repräsentation und Interaktion im 19. und 20. Jahrhundert (Proseminar Sommersemester 2016)
  • Die russische Revolution im Jubiläumsjahr 1917. Inszenierung und Rezeption eines Jahrhundertereignisses (Übung Wintersemester 2017/18)
  • Die Sowjetunion in der Berichterstattung von Korrespondenten, Reisenden und Diplomaten (Proseminar Wintersemester 2017/18)
  • Familie und Kindheit im russischen Kaiserreich (Proseminar Sommersemester 2018)
  • Glasnost und Perestrojka: Die Sowjetunion unter Michail Gorbačev (Übung Wintersemester 2018/19)