Osteuropäische Geschichte und Landeskunde

Roman Khandozhko

Akademischer Mitarbeiter im DFG-Forschungsprojekt „Strahlende Zukunft. Nukleare Technopolitik in der Sowjetunion"

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Telefon:
E-Mail:roman.khandozhko(at)uni-tuebingen.de

Sprechstunden:

nach Vereinbarung

Ausbildung und wissenschaftliche Qualifikationen

02/2010Promotion (kandidatskaja) an der Südlichen Föderalen Universität (Rostow am Don) zum Thema „Geschichtsbewusstsein im Kontext der sozialen und politischen Transformation von 1985-1991. Eine regionale Perspektive“
07/2006MA in Geschichte

Beruflicher Werdegang

04/2013-12/2016Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Geisteswissenschaftlichen Zentrum an der Russischen Akademie für Volkswirtschaft und öffentliche Verwaltung beim Präsidenten der Russische Föderation (Moskau)
09/2010-04/2013Dozent an der Staatlichen Technischen Universität des Dongebiets (Rostow am Don)

Ämter, Mitgliedschaften, Fellowships

10/2013-06/2015Gastwissenschaftler an der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen
07/2013-11/2014Bundeskanzler-Stipendium der Alexander von Humboldt Stiftung für künftige Führungskräfte. Forschungsprojekt „Wissenschaftliche und technische Intelligenz als Unterstützungsgruppe für Perestrojka: Soziale Aspekte, politische Ansichten und historisches Bewusstsein“
06/2012Dozentenstipendium für Hochschullehrer des Deutschen Historischen Instituts in Moskau
02/2012 Forschungsstipendium der Stiftung “Erinnerung, Verantwortung und Zukunft” im Rahmen des Programms „Geschichtswerkstatt Europa“. Kollektives Forschungsprojekt „Die sowjetische Erinnerung an den „Großen Vaterländischen Krieg“ aus lokaler Perspektive neu denken. Die Zeit des Spätstalinismus und des Tauwetters 1945-1965“.

Forschungsschwerpunkte

Laufende Arbeiten und Forschungsprojekte

Vom Geheimlabor zum Schaufenster des Sozialismus. Die nuklearen Forschungszentren in Dubna und Obninsk

In seinem Dissertationsprojekt werden sowohl die lokalen als auch die transnationalen Bezüge der Organisation von „Großer Wissenschaft“ in der Sowjetunion am Beispiel weltweit bedeutender nuklearer Forschungszentren untersucht. Im geheimen Labor „B“ in der Oblast’ Kaluga (dem späteren Obninsker Physikalisch-Energetischen Institut) ging 1954 das „erste Kernkraftwerk der Welt“ ans Netz, das zum Aushängeschild für die friedlichen Absichten des sowjetischen Atomprojekts stilisiert wurde. Zugleich wurde in Dubna, im Norden der Oblast’ Moskau, das Vereinigte Institut für Kernforschung gegründet. Es entwickelte sich zum bedeutenden Kooperationszentrum für Kernphysiker des Ostblocks. Am Beispiel dieser beiden Atomstädte wird im Projekt die spezifische Konstellation von Geschlossenheit und Offenheit analysiert, die sich aus der Verschränkung von geheimer militärischer Atomforschung und breit angelegter internationaler Wissenschaftskooperation ergab.

Publikationen

Monographien

(In cooperation with A. Lastouski, I. Sklokina), Rethinking the Soviet Memory of the "Great Patriotic War" from the Local Perspective: Stalinism and the Thaw, 1943-1965. Kharkiv: Kharkivske istoryko-filologichne tovarystvo (65 p.) (in englischer Sprache).

Aufsätze

(In cooperation with A. Kasatkina, Z. Vasilieva), Thrown into Collaboration: an Ethnography of Transcript Authorization, in: Estalella Adolfo, Criado Tomás Sánchez (Hg.), Experimental collaborations: Ethnography through fieldwork devices, forthcoming 2017 with Berghahn Books (in englischer Sprache).
Territorija političeskoj anomalii: Partijnaja žizn’ v sovetskom atomnom gorode 1950-60-ch gg., in: SHAGI / STEPS: The Journal of the School of Advanced Studies in the Humanities Vol. 2 No. 1 (2016), S. 167-199 (in russischer Sprache).
Die Elitegruppen wissenschaftlich-technischer Intelligenzija in der späten Sowjetunion: ideologische Rahmung, Lebensbedingungen und Potenzial für politische Partizipation, in: Nikitina Tatjana V. (Hg.), Sustainability in the global world. The first meeting of the alumni of the Alexander von Humboldt Foundation's German Chancellor Fellowship Program in Russia, Sankt-Petersburg 2015, S. 95-99 (in deutscher Sprache).
Pamjat‘ o Velikoj Otečestvennoj vojne v gorodskom prostranstve Rostova-na-Donu: oficial’nyj diskurs i social’nye praktiki (1945.1953 gg.), in: Kirillova E., Kurbat T. (Hg.), Narody Juga Rossii v otečestvennych vojnach, Rostov-na-Donu 2012, S. 455-457.

Regional’naha istoričeskaja publicistika v prostranstve social’no-političeskich transformacij 2-j poloviny 1980-ch – načala 1990-ch gg. (po materialam žurnala «Don»), in Ajzenštat M. (Hg.), Poznavatel’nye praktiki perechodnych periodov i istoričeskoe znanie, Moskva 2012, S. 207-240 (in russischer Sprache).

„Kazač’ja ideja“ kak resurs političeskoj bor'by vo 2-j pol. 1980-ch – 1991 gg., in: Kul’turnaja žizn‘ Juga Rossii 33, N. 4 (2009), S. 58-59 (in russischer Sprache).