Publikationen

Monographien

Räume erzählen – erzählende Räume. Raumdarstellung als Poetik. Mit einer exemplarischen Analyse des Nibelungenliedes. Heidelberg 2018 (Beiträge zur älteren Literaturgeschichte).

Die germanistische Literaturwissenschaft hat sich im Zuge des ‚spatial turn‘ äußerst produktiv mit dem Raum als Interpretament literarischer Texte auseinandergesetzt. Um den Raum als Analysekategorie im Bereich der Mediävistik weiter zu fundieren, erscheint es lohnend, die literaturwissenschaftliche Raumforschung in der Auswertung und Weiterentwicklung der Vorarbeiten auf eine solide theoretische und methodische Basis zu stellen, um von dort aus ein möglichst breit anwendbares Interpretationsinstrumentarium für die Analyse der Raumdarstellung in mittelalterlicher Erzählliteratur zu entwickeln.

Welche neuen Perspektiven eine raumbezogene Interpretation auf die mittelhochdeutsche Erzählliteratur eröffnen kann, demonstriert eine exemplarische Analyse des ‚Nibelungenliedes‘. Hierbei erweist sich die Raumdarstellung im Sinne eines alternativen Kohärenzmusters als Modus eines (synchronen) Erzählens, welches den Untergang der nibelungischen Welt auf geographischer, topographischer und kommunikativer Ebene begründet, einleitet, betreibt und schließlich auch zeigt.

Aufsätze und Artikel

Grausamkeit als Modus der Unterhaltung. Zur Funktionalisierung von Grausamkeit in den Folterszenen spätmittelalterlicher Passionsspiele und Heiligenlegenden. In: Mirjam Schaub (Hg.): Grausamkeit und Metaphysik. Figuren der Überschreitung in der abendländischen Kultur.Bielefeld 2009, S. 118–140. [Rezension in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für Deutschland, 08. Februar 2010, Nr. 32, S. 24]

Das Spiel mit dem Irrweg. Poetologische Strategien in Gottfrieds Tristan. In: Matthias Däumer/Maren Lickhardt/Christian Riedel/Christine Waldschmidt (Hgg.): Irrwege. Zu Ästhetik und Hermeneutik des Fehlgehens, Heidelberg 2010 (Studien zur historischen Poetik 5), S. 305–320.

Spatial Turn/Raumforschung. In: Christiane Ackermann/Michael Egerding (Hgg.): Literatur- und Kulturtheorien in der Germanistischen Mediävistik. Ein Handbuch. Berlin, Boston 2015, S. 481–516. [gem. mit Annette Gerok-Reiter]

wer oder wannen ist diz kint, des site sô rehte schoene sint? Die räumliche Multiplikation der Herkunft im höfischen Roman am Beispiel von Wolframs von Eschenbach Parzival und Gottfrieds von Straßburg Tristan. In: Maximilian Benz/Katrin Dennerlein (Hgg.): Literarische Räume der Herkunft. Fallstudien zu einer historischen Narratologie. Berlin, Boston 2016 (Narratologia 51), S. 147–185.

Art. ,Brücke‘. In: Tilo Renz/Monika Hanauska/Mathias Herweg (Hgg.): Literarische Orte in deutschsprachigen Erzählungen des Mittelalters. Ein Handbuch. Berlin, Boston 2018, S. 75–99.