Die Abolition auf der Bühne

Ende des 18. Jahrhunderts zeigen sich in den deutschsprachigen Zeitschriften wiederkehrend Berichte von den britischen Parlamentsdebatten um die Abolition. Zeitgleich entstehen in der deutschsprachigen Literatur vor allem populäre Theaterstücke, welche die Abolition zu ihrem Thema machen und dabei explizit die Widersprüche zwischen den aufklärerischen Postulaten und ihren ökonomischen Praktiken der Versklavung wie auch ihren anthropologischen ‚Rassentheorie‘ zeigen. Ziel des Projekts ist es, die spezifische Verarbeitung dieser Debatte im populären deutschsprachigen Theater aufzuarbeiten und auf weiterführende ästhetische und diskursgeschichtliche Fragestellungen hin zu perspektivieren. (Das Projekt ist als Buchprojekt angelegt).

Aufsätze zum Thema

Sigrid G. Köhler, „Menschenrecht fühlen, Gräuel der Versklavung zeigen - Zur transnationalen Abolitionsdebatte im deutschsprachigen populären Theater um 1800, in: dies., Sabine Müller-Mall, Sandra Schnädelbach, Florian Schmidt (Hgg.), Recht fühlen, Paderbon: Fink Verlag 2017, 63-79.

Sigrid G. Köhler, „Ein ‚historisches Gemälde‘ gegen Sklaverei. Kotzebues dramenästhetische Bildpolitik und die Abolition im ausgehenden 18. Jahrhundert“, erscheint in: BDG Network (Hg.), ‚Black Diaspora and Germany, Münster: Edition Assemblage 2018.