Deutsches Seminar

Dr. Rebecca Merkelbach

Dr. Rebecca Merkelbach (Skandinavistik)

Mail:   rebecca.merkelbachspam prevention@uni-tuebingen.de
Zimmer:   520
Sprechstunde:   nach Vereinbarung
Feriensprechstunde:  

nach Vereinbarung

Tel:   07071/29-74309

Lebenslauf

seit August 2018: Postdoc, Deutsches Seminar/Skandinavistik, Universität Tübingen, im DFG-Projekt, „The Other Sagas: A New Reading of the ‘Post-Classical’ Sagas of Icelanders“
Februar–Juli 2018: Wissenschaftliche Assistenz am Lehrstuhl Prof. Dr. Lena Rohrbach, Institut für Nordische Philologie, Universität Zürich
September 2017–Januar 2018: Teach@Tuebingen Fellow
Oktober 2012–Juli 2017: Promotion am Department of Anglo-Saxon, Norse and Celtic, University of Cambridge. Titel der Dissertation: „Dólgr í byggðinni: The Literary Construction and Cultural Use of Social Monstrosity in the Sagas of Icelanders“

Forschungsschwerpunkte

Ich interessiere mich vor allem für literatur- und kulturwissenschaftliche Ansätze zur mittelalterlichen Literatur Skandinaviens.

Mein DFG-gefördertes Projekt, „The Other Sagas: A New Reading of the ‘Post-Classical’ Sagas of Icelanders“ befasst sich mit den lange von der Wissenschaft vernachlässigten späten Isländersagas. Es wurde häufig behauptet, dass in diesen ‘post-klassischen’ Sagas die sozialen Aspekte fehlten, die als charakteristisch für die ‘klassischen’ Sagas gelten. Stattdessen wurden ihnen eine binär aufgebaute Handlung zugeschrieben, die aus dem Konflikt zwischen übertrieben gezeichneten Heldenfiguren und in Einzelepisoden auftretenden paranormalen Gegenspielern besteht. Diese Dichotomie erscheint mir zu simplistisch. In meinem Projekt liegt der Fokus deshalb auf der Frage, ob die ‘post-klassischen’ Sagas tatsächlich einer sozialen Dimension entbehren. Als Arbeitshypothese lege ich dazu der Sagahandlung statt einer Dichotomie aus Held versus Monster eine Triangulation aus dem Einzelnen, dem Paranormalen und dem Sozialen zugrunde. Jeder dieser drei Aspekte wird zunächst einzeln betrachtet, aber genauso sollen auch die Fälle beleuchtet werden, in denen die Grenzen zwischen den Kategorien verwischen oder gar zusammenbrechen. Diese Herangehensweise soll schlussendlich ermöglichen, die spätmittelalterlichen Isländersagas vor ihrem soziokulturellen Hintergrund zu lesen.

Publikationen

Monographie

Herausgeberschaft

Artikel