Institut für Medienwissenschaft

Tagungsorganisation

Worüber forschen Tübinger Medienwissenschaftler? An welchen fachlichen Diskussionen nehmen sie teil? Welche Positionen vertreten sie im wissenschaftlichen Diskurs? Hier finden Sie Hinweise auf Tagungen, die von Mitgliedern des Instituts für Medienwissenschaft organisiert wurden.


Dr. Meike Uhrig / Luzie Kollinger, M.A. / Dr. Lars Schmeink

Institut für Medienwissenschaft, Zentrum für Animationsforschung & die Gesellschaft für Fantastikforschung

Vom Suchen, Verstehen und Teilen ...
Wissen in der Fantastik

6. Jahrestagung der Gesellschaft für Fantastikforschung, 24. – 27. September 2015, Neue Aula der Eberhard Karls Universität Tübingen

Wissen stellt in der Fantastik seit jeher einen elementaren Bestandteil von Geschichten dar: Charaktere streben nach spezifischem Wissenserwerb – sei es in Form konkreter Informationen, metaphysischer Horizonterweiterung oder schlicht besonderer Fähigkeiten – und leben in hoch technologisierten, futuristischen oder fremden, anachronistischen Welten, die wiederum lediglich dem wissenden und eingeweihten Leser bzw. Zuschauer unmittelbar bekannt erscheinen. Dabei stellen

fantastische Geschichten auch den erfahrensten Zuschauer vor die Aufgabe, sich Welten, die sich zunächst fundamental von der eigenen unterscheiden, zu erschließen, also Wissen in Bezug auf diese zu erwerben.

Vom Suchen, Verstehen, und Teilen... die sechste Jahrestagung der Gesellschaft für Fantastikforschung möchte sich aus interdisziplinärer Perspektive der vielfältigen Funktion und Bedeutung des Wissens in der Fantastik widmen. Ziel dieser Tagung ist es explizit, die vielfältige Funktion und Bedeutung des Wissens in der Fantastik aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Angesprochen sind Forscher aus unterschiedlichen Fachdisziplinen und Richtungen wie Philosophie, Literatur-, und Medienwissenschaft, Psychologie, Pädagogik, Kultur- und Sozialwissenschaft oder Kognitions- und Neurowissenschaft.


Prof. Dr. Susanne Marschll / Prof. Dr. Hannes Rall

Institut für Medienwissenschaft, Zentrum für Animationsforschung & School of Art, Design and Media at Nanyang Technological University Singapore

Symposium “Color in Animation, Comics and Literature”

Stuttgart International Festival of Animated Film /Literaturhaus Stuttgart, Wednesday, May 6, 2015

An academic symposium at the Stuttgart International Festival of Animated Film 2015 in collaboration with the Society of Animation Studies, the School of Art, Design and Media at Nanyang Technological University Singapore, the Institute of Media Studies at Eberhard Karls University Tübingen, the AG Animation and the Literaturhaus Stuttgart.

The symposium negotiates the role and use of color in the fields of literature, illustration, graphic storytelling and animation. It is aiming to be highly interdisciplinary and international in nature, bringing together scholars, students, academics and artists from diverse fields of research and professional practice.


Dr. Meike Uhrig / Dr. Erwin Feyersinger / Julia Eckel, M.A.

Institut für Medienwissenschaft, Zentrum für Animationsforschung & die AG Animation der GfM

Im Wandel … – Metamorphosen der Animation

2. Jahrestagung der AG Animation, 24. – 26. Oktober 2014, Evangelischen Stift der Eberhard Karls Universität Tübingen

Animation und Wandel sind in vielfacher Hinsicht eng verknüpft: So beschreibt schon der Begriff ‹Animation› grundsätzlich einen Wandlungsprozess — nämlich die Belebung von Dingen, also die Wandlung von Totem in Lebendiges. Im übertragenen Sinne meint und umfasst Animation aber auch Transfer- und Transformationsprozesse, die sich um die Frage drehen, wie Dingliches in Menschliches, Reales in Fiktives, Indexikalisches in Grafisches, Unsichtbares in Sichtbares, Räumliches in Flächiges (und jeweils umgekehrt) verwandelt werden kann. Die 2. Jahrestagung der AG Animation stellt unter dem Titel «Im Wandel …» diese animationsspezifischen Prozesse der Transformation und Metamorphose in den Mittelpunkt und fragt auf vielfältigen Ebenen danach, inwieweit die Wandelbarkeit als Grundelement der Animation begriffen und (medien-)theoretisch erfasst werden kann. Wandel als Basismechanismus, Bedingung und Thema von Animation soll dabei den Ausgangspunkt bilden für konkrete Auseinandersetzungen mit animatorischen Gestaltwandlungen und Gestaltwerdungen, mit Metamorphosen, Morphing und Anthropomorphisierungen, mit Transformationen, Translationen und Transponierungen. Ziel ist es die wundersamen Wandlungsfähigkeiten der Animation in den Blick zu nehmen und ihre Umgestaltungs-, Umsetzungs- und Übersetzungsleistungen als Phänomene genauer zu beschreiben.


Prof. Dr. Klaus Sachs-Hombach

Institut für Medienwissenschaft, Arbeitsbereich Medieninnovation / Medienwandel

Verstehen und Verständigung

14. Internationaler Kongress der Deutschen Gesellschaft für Semiotik (DGS) an der Universität Tübingen vom 23. bis 27. September 2014

Call for Papers

Die Handlung oder Äußerung eines anderen Menschen zu verstehen bedeutet, dass wir uns die jeweiligen Beweggründe klarmachen, die zu dieser Handlung oder Äußerung geführt haben. Wird »Verstehen« in dieser Weise verstanden, so ist damit die Möglichkeit eines nur partiellen Verstehens eingeschlossen: Oft können wir eine Äußerung in ihrem sachlichen Gehalt verstehen, ohne aber (korrekt) verstanden zu haben, warum bzw. zu welchem Zweck dies geäußert worden ist. Entsprechend gelingt vor allem das Verstehen kommunikativer Handlungen in der Regel nur graduell. Dies ist vielleicht der Grund dafür, dass wir dem Verstehen zugleich eine existenzielle Dimension zuschreiben: Das kommunikative Verstehen ist die besondere Leistung eines Einzelnen, die in ihrem Bezug auf den anderen irrtums- bzw. störanfällig ist und sehr emphatisch oder gar heroisch anmuten kann – so beispielsweise bei Hannah Arendt, die das Verstehen (selbst im Fall der Person Eichmanns) als zentrales Telos menschlichen Handelns überhaupt angesehen hat. Das individuell geleistete, mitunter schmerzlich errungene Verstehen wird dadurch zur emphatischen Form der Kontingenzbewältigung.

Anders als das Verstehen setzt die Verständigung immer die Aktivität von mindestens zwei Akteuren voraus. Sich mit einer Person zu verständigen bedeutet entsprechend, dass ein gegenseitiges Verstehen hergestellt wird. Das individuelle Verstehen ist hierbei die notwendige Voraussetzung der Verständigung. Der Ausdruck »Verständigung« kann aber auch im Sinne einer Übereinkunft gefasst werden. Zwei Akteure erzielen in diesem Sinn Einvernehmen über etwas, indem sie sich auf eine bestimmte Auffassung zu einem konkreten Gegenstand oder Sachverhalt einigen. Auch in diesem Sinn ist ein zumindest partielles Verstehen des jeweils anderen vorausgesetzt. Eine solche Verständigung kann aber aus rein praktischen Erwägungen (etwa zur Sicherung des Friedens) erfolgen und von einer Kenntnis der Beweggründe ganz absehen, die im emphatischen Verstehen zentral sind. Die gemeinsam geleistete, von den individuellen Problemen absehende Verständigung wird so zur dialogischen Form der Konfliktbewältigung.

Der 14. Internationale Kongress der Deutschen Gesellschaft für Semiotik (DGS) wird dem Verstehen und der Verständigung in ihren Möglichkeiten und Grenzen sowie gegenseitigen Bedingungsverhältnissen nachgehen und hierbei insbesondere die unterschiedlichen multimodalen Mittel der Verständigung in interkultureller Perspektive in den Blick nehmen. Einseitige Abstracts der Beiträge für den Kongress werden bis zum 31.03.2014 an die folgende Adresse erbeten:

Prof. Dr. Klaus Sachs-Hombach

Eberhard Karls Universität Tübingen

Institut für Medienwissenschaft

Wilhelmstraße 50

72074 Tübingen

klaus.sachs-hombach[at]uni-tuebingen.de


Prof. Dr. Susanne Marschall / Dr. Meike Uhrig

Tübingen University

FMX 2014 (Tuesday, April 22)

CONFERENCE | FORWARD! | BODY, FACE AND EMOTIONS

The track “Moving Animation” links together professors, filmmakers and technicians presenting various aspects of animated movement.

The series of sessions is dealing with technological aspects of film, body and facial movements: Media studies professors Dr. Susanne Marschall and Dr. Fabienne Liptay concentrate on movement of the body resp. movement of the film image from a rather humanities’ based academic perspective; filmmaker and film studies professor Hannes Rall reflects on newest technological possibilities to capture characters’ movements in animation.

Animator Chris Landreth talks about the relation between animated facial expressions and emotional storytelling and communication studies professor Dr. Ed Tan will present newest findings of his studies on immersive effects of animation.


Eva Baumann / Matthias Hastall / Tino GK Meitz / Constanze Rossmann

1. Nachwuchsworkshop der Ad-hoc-Gruppe Gesundheitskommunikation in der DGPuK

Leibniz‐Institut für Wissensmedien (IWM) | Knowledge Media Research Center (KMRC) | Tübingen

Die Ad‐hoc‐Gruppe Gesundheitskommunikation der Deutschen Gesellschaft für Publizistik‐ und Kommunikationswissenschaft lädt zu ihrem ersten Nachwuchs‐Workshop ein, der am 17./18. Juli 2014 in Tübingen stattfinden wird.

Angesprochen sind Doktorand/inn/en, die ihre Dissertationsvorhaben im Forschungsfeld Gesundheitskommunikation einer Fachöffentlichkeit vorstellen und ihre theoretischen wie methodischen Zugänge mit Peers diskutieren möchten. Es sind explizit auch Nachwuchswissenschaftler/innen angesprochen, die (noch) nicht DGPuK‐Mitglied sind. Neben der inhaltlichen Diskussion soll der Workshop dem Aufbau eines Netzwerks unter den Nachwuchswissenschaftler/inne/n dienen. Die Teilnahme ist nicht an eine fortgeschrittene Phase der Bearbeitung gebunden – Dissertationsarbeiten, die sich in der Konzeptionsphase befinden, sind ebenso willkommen wie solche, die kurz vor der Fertigstellung stehen.

Der eintägige Workshop wird am Freitag, den 18. Juli 2014, von ca. 09:00 bis 17:00 Uhr am Leibniz Institut für Wissensmedien in Tübingen stattfinden. Am Vorabend, den 17. Juli 2014, wird ein Get‐Together Möglichkeiten zum Kennenlernen und Austausch geben (Unkostenbeitrag für die Workshop‐Teilnahme: 20 EUR).

Der Workshop hat primär die Präsentation und Diskussion des eigenen Dissertationsvorhabens zum Gegenstand. Zunächst soll es im Rahmen einer Kurzvorstellung im Plenum präsentiert werden (ca. 5 Minuten), anschließend können die Projekte im Rahmen einer Postersession im kleineren Kreis und gemeinsam mit mindestens einem Senior Scholar diskutiert werden.

Kontakt Ad-hoc-Gruppe Gesundheitskommunikation:

Constanze Rossmann

Kontakt lokale Organisation:

Tino Meitz


Frank Roselieb / Mathis Danelzik / Hanne Detel

Krisennavigator – Institut für Krisenforschung, Kiel & Institut für Medienwissenschaft der Universität Tübingen

„Krisenkommunikationsgipfel 2013 - Affären und Skandale ohne Ende? Wie Unternehmen, Verbände und die Politik mediale Krisen erfolgreich bewältigen können" (20.03.2013)

Wiesenhof und Peta, Ergo und Budapest, Wulff und der Hauskredit, Koch-Mehrin und der Doktortitel – die Liste tatsächlicher oder vermeintlicher Affären und Skandale scheint kein Ende zu nehmen. Welche Rolle spielen mittlerweile Soziale Medien bei der Skandalkommunikation? Wie lässt sich durch geschickte Krisenkommunikation das verlorene Vertrauen zurückgewinnen? Und lohnt sich manchmal auch ein schlichtes "Aussitzen" von kommunikativen Krisen für Politiker, Unternehmenssprecher und Verbandsfunktionäre?
Antworten auf diese und andere Fragen geben 15 namhafte Referentinnen und Referenten beim Krisenkommunikationsgipfel 2013 am Mittwoch, 20. März 2013, an der Universität Tübingen. Auf Einladung des Krisennavigator – Institut für Krisenforschung, ein "Spin-Off" der Universität Kiel, und des Instituts für Medienwissenschaft der Universität Tübingen erläutern die Fachleute, worauf es bei der Kommunikationsarbeit im Skandal- und Krisenfall ankommt.


http://www.krisenkommunikationsgipfel.de/krisenkommunikationsgipfel/2013/


Ulrich Hägele / Irene Ziehe

Institut für Medienwissenschaft der Universität Tübingen & Museum Europäischer Kulturen / Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Berlin

„Fotografie und Film im Archiv: Sammeln, Bewahren und Erforschen“ (22.11.-24.11.2012)

eine Tagung der Kommission Fotografie der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde (DGV) am Berliner Museum für Fotografie.


Prof. Dr. Guido Zurstiege / Dr. Tino G.K. Meitz

Institut für Medienwissenschaft, Arbeitsbereich für Empirische Medienforschung & European Communication Research and Education Association (ECREA) / TWG Advertising Research

Advertising in Communication and Media Research (14.06.-15.06.2012)

Advertising has been appreciated as a growing demesne within the field of communication and media research. Obviously, the assumption that advertising is one of the driving forces within western media systems can be called a mainstream topic within communication studies. Yet, research concerning this mainstream topic is still lacking orderly continuity as well as a systematic approach within the field of communication and media research. From this vantage point the symposium addresses research areas, ranging from advertising communicators, media, messages, to audiences, and effects. What are the challenges of advertising and its research in the 21st century? What might be the USP of communication and media scholars’ advertising research? Which kind of origins mark communication and media scholars’ point of departure? What are key differences and similarities related to advertising research in Europe?
The first symposium of the Advertising Research Temporary Working Group of ECREA welcomes contributions that address these questions from a variety of research perspectives. Object of this inaugural symposium is a synoptic view of the current status of advertising research in communication and media research on an international level.


Prof. Dr. Klaus Sachs-Hombach

Institut für Medienwissenschaft, Arbeitsbereich Medieninnovation / Medienwandel

Ursprünge der Bilder. Anthropologische Diskurse in der Bildwissenschaft (30.03.-01.04.2011)

Wer über Bilder redet, spricht immer auch von denen, die Bilder nutzen, und damit insbesondere auch von der Fähigkeit, Bilder nutzen zu können. Die Bildkompetenz ist dabei, soweit wir wissen, keine auch nur bei den höher entwickelten Tieren verbreitete Fähigkeit. So stellt sich die nach wie vor offene Frage, inwiefern dieses Können ein spezifisch anthropologisches ist. Im Rahmen einer von der DFG geförderten internationalen Fachkonferenz wurde den Fragen nach den Anfängen der Bilder und nach ihrer Rolle für die conditio humana unter dem Titel ‚Ursprünge der Bilder’ im interdisziplinären Brückenschlag zwischen philosophischer Anthropologie, Kulturanthropologie, Paläoanthropologie und Entwicklungspsychologie nachgegangen. Die Publikation der Tagungsbeiträge wird im Sommer 2012 erfolgen. Weitere Publikationen sind insbesondere in Zusammenarbeit mit dem Kollegen Jörg R. J. Schirra vorgesehen.