Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft

Prof. Dr. Thomas Thiemeyer

Drittmittelprojekte

Kulturerbe – Nationalismus – Identität

Gefördert von DFG, Teilprojekt C07 des SFB 1070 RessourcenKulturen
in Kooperation mit Ethnologie Tübingen, Prof. Dr. Gabriele Alex, Prof. Dr. Karin Polit
Teilprojektleiter Prof. Dr. Thomas Thiemeyer
Projektlaufzeit 07/2021-06/2025
Ziel des Teilprojektes C07 Kulturerbe – Nationalismus - Identität ist es, Inwertsetzungsprozesse von Kulturerbe im Kontext des neuen Nationalismus zu untersuchen. Gefragt wird nach dem Zusammenhang von Kulturerbe und aktuellen Identitätspolitiken bzw. Rechtspopulismen. [mehr]

KulturWissen vernetzt. Kooperative Strukturen in kulturwissenschaftlicher Forschung, Lehre und Wissenstransfer

Gefördert von Volkswagen-Stiftung, Förderlinie „Weltwissen – strukturelle Förderung für kleine Fächer“
Kooperationspartner Landesmuseum Württemberg, Badisches Landesmuseum, Landesstelle für Volkskunde in Stuttgart und Staufen, Zentrum für populäre Kultur und Musik (Freiburg)
Projektleiter Thomas Thiemeyer (Tübingen) und Markus Tauschek (Freiburg)
Wiss. KoordinatorInnen Karin Bürkert (Tübingen) und Matthias Möller (Freiburg)
Projektlaufzeit 07/2021-06/2028
Das Projekt entwickelt ein Strategiekonzept, um nachhaltige kooperative Strukturen in der Wissenslandschaft zur Alltagskultur in Baden-Württemberg und darüber hinaus aufzubauen. [mehr]

Authentizität als Ressource 

Gefördert von DFG, Teilprojekt C07 des SFB 1070 RessourcenKulturen
in Kooperation mit dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz und dem Leibniz-Forschungsverbund Historische Authentizität
Teilprojektleiter Prof. Dr. Thomas Thiemeyer
Wiss. Mitarbeiterin Aikaterini Filippidou
Projektlaufzeit 07/2017-06/2021
Das Projekt Authentizität als Ressource fragt nach Inwertsetzungsprozessen im Museum. Wie machen Museen Artefakte wertvoll? Welcher restauratorischer und/oder expositorischer Techniken und Strategien bedienen sie sich dabei? Und welche Rolle spielt Authentizität? [mehr]

Vernetzt lernen, forschen, vermitteln: Arbeit in Sammlungen

Eine Kooperation volkskundlicher Sammlungsinstitutionen mit Universitäten
Gefördert von Ministerium für Wissenschaft und Kunst in Baden-Württemberg
Projektleitung Karin Bürkert (LUI), Thomas Thiemeyer (LUI), Cornelia Ewigleben (Württembergisches Landesmuseum Stuttgart), Michael Fischer (Zentrum für Populäre Kultur und Musik, Uni Freiburg), Eckart Köhne (Badisches Landesmuseum Karlsruhe), Markus Tauschek (Uni Freiburg)
Laufzeit 09/2017-08/2019
Die Kooperation entwickelt und fördert die Arbeit mit kulturgeschichtlichen Sammlungen nach dem Prinzip vernetzt lernen, forschen und vermitteln. Das neugegründete „Forum für Alltagskultur in Baden-Württemberg“ bringt die kulturwissenschaftlichen Lehr-, Forschungs- und Sammlungsinstitutionen des Landes miteinander in Kontakt, um das Kulturerbe des Alltags für die universitäre Lehre und die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. [mehr]

Szenographische Museumsausstellungen – Geschichte, (Vor)Urteile, Potenziale

Gefördert von Detusche Forschungsgemeinschaft
Projektleitung Prof. Dr. Thomas Thiemeyer
Projektmitarbeiter Alexander Renz, M.A.
Laufzeit 07/2016 - 03/2020
Das Museum des 21. Jahrhunderts befindet sich in einer Identitätskrise: Knappe Budgets und Quotendruck sowie die Konkurrenz durch Fernsehen, Internet und multimediale Spektakel in Science Centern oder Vergnügungsparks führen dazu, dass viele Museen sich neu als öffentliche Räume definieren und alternative Ausstellungsansätze ausprobieren, um weiterhin gesellschaftliche Relevanz zu besitzen. Es stellt sich die Frage, welche Rolle die alte europäische Kulturinstitution Museum in ihrer traditionellen Form im 21. Jahrhundert noch spielen kann, und wie wir unser Verständnis vom Museum verändern müssen, um ihm auch in Zukunft gerecht zu werden.
Hier setzt das Projekt Szenographische Museumsausstellungen – Geschichte, (Vor)Urteile, Potenziale an. Es will mit den multimedial-szenographischen Schauen einen sehr prominenten neuen Ansatz genauer in den Blick nehmen und wissen, was die Verschiebung von den echten Dingen zu multimedialen Erlebniswelten für die Institution Museum bedeutet. [mehr]

Schwieriges Erbe: Zum Umgang mit kolonialzeitlichen Objekten in ethnologischen Museen

Gefördert von Exploration Fund der Universität Tübingen (Plattform 4)
Projektleitung Prof. Dr. Gabriele Alex (Ethnologie), Prof. Dr. Ines de Catsro (Linden-Museum), Prof. Dr. Thomas Thiemeyer
Laufzeit 2016 - 2018
Die ethnologischen Museen befinden sich einer Krise: Zum einen müssen sie sich vermehrt Provenienz- und Restitutionsansprüchen stellen, zum anderen wird ihre Darstellung des ‚kulturell Fremden’ kritisiert. Die Kritik an den Museen wird besonders von so genannten postkolonialen Vereinen vorangetrieben, die eine Aufarbeitung der Kolonialgeschichte, einen ethischen Umgang mit den kolonialzeitlichen Objekten in den Sammlungen und eine kritische Reflexion der kolonialistischen Denk- und Gesellschaftsstrukturen der Gegenwart fordern.
Hier setzt das beantragte Projekt mit zwei miteinander verwobenen Fragestellungen an: 1. Wie soll und kann Kultur und kulturelle Differenz in einer öffentlichen Institution dargestellt werden? 2. Wie können koloniale Provenienzen und die jeweiligen Geschichten des Kontakts und der Transformation erforscht und vermittelt werden? Die Zusammenarbeit der Wissenschaftler der Universität Tübingen und des Linden-Museums gewährleistet, dass in dem Projekt die universitäre und die anwendungsbezogene Dimension der Thematik gleichermaßen berücksichtigt werden. [mehr]

Shoah-Gedenken in der Migrationsgesellschaft

Förderung Baden-Württemberg Stiftung
Leitung Prof. Dr. Thomas Thiemeyer, Prof. Dr. Jackie Feldman (University of the Negev/Israel)
Laufzeit 2015-2018
Das von der Baden-Württemberg Stiftung geförderte Projekt „Shoah-Gedenken in der Migrationsgesellschaft“ ist eine Kooperation zwischen LUI (Thomas Thiemeyer) und dem Rabb Centre for Holocaust Studies am Department of Sociology and Anthropology der Ben Gurion University of the Negev/Israel (Jackie Feldman). Es geht von der These aus, dass die alten Narrative zu diesem Thema nur noch bedingt funktionieren, weil die Gesellschaften, in denen heute an die Shoah erinnert werden soll, pluraler geworden sind. Im Zentrum steht die Frage, wie sich Aneignungs- und Vermittlungspraktiken von kulturellem Erbe – in diesem Falle des Shoah-Gedenkens – in einer pluralen Gesellschaft verändern. [mehr]
Trailer "Working through memory"
Publikation

Kooperationsprojekt „Design ausstellen“ mit der HfG Schwäbisch Gmünd

Gefördert von Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
Projektleitung Dagmar Rinker (HfG Schwäbisch Gmünd), Thomas Thiemeyer (Kooperationspartner)
Laufzeit 2015 - 2018
Das Projekt „Design ausstellen“, das an der HfG Schwäbisch Gmünd angesiedelt und an dem das LUI beteiligt ist, will eine spezifische anwendungsorientierte Systematik für das Ausstellen von Design erarbeiten. Im Zentrum des vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg finanzierte Vorhaben steht die räumliche Gestaltung von Ausstellungen und die Präsentation der Exponate.
Die Disziplin Ausstellungsgestaltung stützt ihre praktische Arbeit im Wesentlichen auf Erfahrungswerte und Erprobungen. Angewandte Forschung wird kaum betrieben, sodass wenige allgemeine Empfehlungen und Standards existieren. Hier will das Projekt ansetzen. Es stützt sich insbesondere auf Theorien zur Produktsemantik (Klaus Krippendorff Beschreibungsmodelle für Designobjekte) museumsanalytische Verfahren und Methoden sowie kulturwissenschaftliche Ansätze zur Dingforschung und ihre qualitativen Erhebungsmethoden. Kern der Untersuchung ist die Analyse bestehender Design-Ausstellungen mit Blick auf Gestaltungsparameter sowie eine Besucherforschung basierend auf User-experience-Methoden.