Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft

Karlheinz Geppert

An/Als was arbeiten Sie?

Nach meinem Studium der EKW und der Erziehungswissenschaft war ich zunächst als Archivar beim Landkreis Tübingen und der Stadt Rottenburg tätig. Aus dieser Arbeit entwickelte sich nach und nach meine Tätigkeit als Leiter des Rottenburger Kulturamtes mit den Abteilungen Schule, Kultur, Sport; Kindertagesstätten; Jugendreferat; Stadtarchiv und Museen sowie Stadtbibliothek mit rd. 200 MitarbeiterInnen. Der Status von Rottenburg als kleine Mittelstadt erfordert dabei nicht nur Flexibilität bezüglich der Aufgabenfelder, sondern insbesondere auch rhetorische und kommunikative Fähigkeiten. In erster Linie fallen jedoch administrative Aufgaben wie z. B. Personal- und Finanzplanung an. Hinzu kommen Öffentlichkeitsarbeit, die Vorbereitung von Ausstellungen und Vorträgen sowie die Museumsentwicklungsplanung.

Was hat das mit EKW zu tun?

Verwaltungsaufgaben, kulturwissenschaftliche und pädagogische Inhalte müssen in einer kleinen Mittelstadt nebeneinander bewerkstelligt werden. Dafür sollte die Bereitschaft für Schulungen und Fortbildungen vorhanden sein. Prinzipiell denke ich aber, dass das Studium der EKW praxisbezogenes Arbeiten gefördert hat. In meinem Fall war insbesondere das Projektstudium am LUI hierbei ein wichtiger Baustein. Nicht zuletzt die hieran anschließende erste Veröffentlichung lässt sich gut in eine Bewerbung einbringen. Ohnehin sollten schriftliche Arbeiten als Chance und nicht als Zwang gesehen werden – die hierbei erlernten Fähigkeiten sind im Berufsalltag von enormem Nutzen. Zudem sind ein speziell geschulter "EKW-Blick" im städtischen Kultur- und Bildungsmanagement sowie ein längerer Studienaufenthalt im Ausland (bei mir in den USA) sehr von Vorteil.