Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft

Masterstudiengang Empirische Kulturwissenschaft
mit Profillinie Museum & Sammlungen

Die Empirische Kulturwissenschaft (EKW) ist mit ihrer disziplinären Öffnung und internationalen Ausrichtung eine bundesweit einmalige Modernisierung des Faches Volkskunde. Sie beschäftigt sich mit der deutschen und der europäischen Kultur, vor allem mit aktuellen Entwicklungen, aber auch mit kulturhistorischen Prozessen, die in die Gegenwart weiterwirken.
Die EKW versteht Kultur als das permanente kreative Aushandeln der Regeln, nach denen Gruppen und Gesellschaften zusammenleben, sich verständigen und auch voneinander abgrenzen.
Die EKW erforscht, wie Menschen arbeiten und ihren Alltag organisieren, wie sie mit dem natürlichen und kulturellen Erbe umgehen und welches Bild sie sich von diesen Beziehungen selbst machen.
Wahlweise kann die Profillinie Museum & Sammlungen in den Studiengang integriert werden. Sie vermittelt ein vertieftes Verständnis für die Institution Museum, für Museumstheorie und Museumspraxis.

Die Forschungsrichtungen der EKW

Das Tübinger Fachprofil wird durch folgende Forschungsrichtungen geprägt:

Studiengang und Studienziele

Der forschungsorientierte Masterstudiengang vermittelt vertiefte fachwissenschaftliche Kenntnisse, Methoden und Arbeitstechniken, die zum Verständnis der kulturellen Konstitution der modernen europäischen Gesellschaften notwendig sind.
Die Studierenden erwerben die Fähigkeit, alltägliche regionale, ethnische, religiöse und genderbezogene Phänomene und Konflikte im Kontext sozialer, historischer und gesellschaftspolitischer Entwicklungen zu analysieren.
Auf hohem Niveau wird erlernt, systematisch, theoriebezogen und methodenreflektiert zu arbeiten, empirisch zu recherchieren und Ergebnisse verständlich zu präsentieren.
Kern des Studiengangs ist das dreisemestrige Studienprojekt. Es vermittelt eine Vielzahl praxisbezogener Kompetenzen und schließt mit einer öffentlichen Präsentation der Forschungsergebnisse (Ausstellung, Buch, Website o.ä.) ab. Das aktuell geplante Studienprojekt finden Sie hier.
In der als Studienschwerpunkt wählbaren Profillinie Museum & Sammlungen steht darüber hinaus die Vermittlung museumspraktischer Kompetenzen sowie der Grundlagen der Museumsgeschichte und Museumstheorie im Fokus.
Die Studierenden sollen die Besonderheiten und Komplexität der Arbeit in Museen und Sammlungen erfassen, eigenständig verschiedene Formen der Kultur- und Wissenschaftskommunikation unterscheiden und in Medien professionell über museale Aktivitäten berichten und reflektieren.

Der Studiengang aus Studierenden-Perspektive

Ohne diesen Gegenstand geht in meinem Alltag gar nichts ... Ohne einen Stift wäre ich verloren, weil ich mir alles aufschreiben muss, um es nicht zu vergessen.

Mein Lieblingsseminar bis jetzt Ich habe viele Seminare gern gemacht. Ob es um studentische Orte in der Stadt, die Motive ehrenamtlichen Engagements in der Hilfe für Geflüchtete oder die Beschäftigung mit Sammlungen aus der Kolonialzeit ging, die Seminare lösen bei mir meist eine „Lust auf Mehr“ aus.

Meine Antwort, wenn meine Großeltern verzweifelt fragen, was ich später damit machen möchte Meine Standardantwort seit Jahren: Wenn du EKW studiert hast, stehen dir alle Türen offen. Du musst den Leuten nur vermitteln, dass du die*der Richtige für den Job bist.

Warum du auch Empirische Kulturwissenschaft studieren solltest Wenn dich interessiert, wie die (Lebens-)Welt um dich herum funktioniert, bist du in der EKW genau richtig. Zwar gibt es nie die EINE Antwort, dafür kannst du Dinge aber aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und dir dein eigenes Bild der sozialen Welt um dich herum machen.

Am LUI in Tübingen studiere ich gern, weil … ich die familiäre Atmosphäre schätze und ich das Gefühl habe, dass mir der „EKW-Blick“ auch später noch helfen wird.

Ein Master am LUI lohnt sich für mich, ... weil ich hier die Möglichkeit habe, einen Fokus auf das Museum und seine spezifischen Theorien des Zeigens zu setzen. Ganz besonders lohnt sich aber das dreisemestrige Projektseminar, in dem nicht nur gewisse Soft Skills vermittelt werden, sondern auch wissenschaftliche Grundlagen und Arbeitsweisen.

Berufsaussichten

Die Berufsaussichten der Absolventinnen und Absolventen sind im Fächervergleich der Sozial- und Geisteswissenschaften durchweg gut, wie Ehemalige des Fachs regelmäßig in berufsorientierenden Veranstaltungen berichten. Die wichtigsten Arbeitsfelder liegen im Museums- und Ausstellungswesen sowie in verschiedenen Medienberufen. Dahinter rangieren der Wissenschaftsbetrieb sowie die öffentliche Kulturarbeit/Kulturpolitik und das Archivwesen. Die breit vermittelte Kompetenz, Themen der Kultur wie der sozialen Welt verstehen und kommunizieren zu können, eröffnet darüber hinaus Beschäftigungsmöglichkeiten in NGOs, Unternehmen, Beratung etc.

Bewerbung und Auswahlverfahren

Der Masterstudiengang EKW und der Masterstudiengang EKW mit integrierter Profillinie Museum & Sammlungen nimmt Studierende mit einem ersten kultur- oder geisteswissenschaftlichen Hochschulabschluss auf (Gesamtnote mind. 2,5), die sich berufs- und forschungsorientiert weiterqualifizieren möchten. Derzeit werden insgesamt ca. 20 Studienplätze vergeben. Die Entscheidung, ob der EKW-Masterstudiengang mit oder ohne Profillinie studiert wird, kann bis zum Ende des ersten Mastersemesters getroffen werden.
Studierende, die nicht im BA-Hauptfach EKW, Europäische Ethnologie oder Kulturanthropologie abgeschlossen haben, sind ausdrücklich zur Bewerbung aufgefordert, wenn sie einschlägige kulturwissenschaftliche Kenntnisse nachweisen können.

Bewerbungsschluss
15. Januar / 15. Juli
Einschreibung
bis April / bis Oktober
Studienbeginn
zum Sommer- / Wintersemester

Bewerbungen sind an das Studierendensekretariat zu richten.

Das entsprechende Verfahren finden Sie hier online.

Detaillierte Informationen zu den einzureichenden Dokumenten gibt Ihnen das Master-Merkblatt.


 

Ergebnisse der Evaluation des SoSe 2018 für die Lehrveranstaltungen der EKW

Die Schaugraphik zeigt es mit ihrer roten Linie: Die Studiengänge werden sehr positiv evaluiert. Ihre Lehrveranstaltungen gelten als didaktisch und fachlich klar strukturiert und nachvollziehbar, als interessant und transparent. Die Dozent*innen sind durchweg sehr gut vorbereitet, fachlich kompetent und engagiert. Sie können die Inhalte verständlich vermitteln und regen zum Weiterdenken an. Daher wird auch das Lernergebnis der Veranstaltungen durchweg sehr gut bewertet.
Eine Lesehilfe zur Schaugraphik: Die Profillinie der Lehrveranstaltungen der EKW (rot) wird in der Graphik verglichen mit der Durchschnitts-Profillinie des Fachbereichs Sozialwissenschaften der WiSo-Fakultät (blau).

Kontakt

Fachstudienberatung
Dr. Gesa Ingendahl
+49(0)7071/29-75310
ekw.studienberatungspam prevention@lui.uni-tuebingen.de