Institut für Erziehungswissenschaft

PROVE - PROfessionalization of Validation Experts


Laufzeit: 10/2019 – 09/2021

Projektleitung: Prof. Dr. Anita Pachner

Projektmitarbeiterin: Christina Baust, M. A.

Gefördert durch: ERASMUS+, Strategische Partnerschaft zur Förderung von Innovationen

Beteiligte EU-Partner: Brigitte Bosche, Dipl. Päd., Dr. Anne Strauch, Eveline Bader, Mag.a , Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (DIE); Dr. Ruud Duvekot, Dr. Kees Schuur, Foundation European Centre Valuation Prior Learning (EC-VPL), Niederlande; Erik Kaemingk, ErikKaemingk CV, Niederlande; Dr. Bénédicte Halba, Institut de Recherche et d'Information sur le Volontariat (iriv), Frankreich; Teresa Guimarães, B. A., Susana Gonçalves, M. Sc. Citeforma – Centro de Formação profissional, Portugal; Karin Reisinger, Mag.a Weiterbildungsakademie Österreich (wba); Dr. Alexander Schmoelz, Dr. Karin Gugitscher, Österreichisches Institut für Berufsbildungsforschung (öibf); Prof. Dr. Georgios Zarifis, Aristoteles-Universität Thessaloniki, Griechenland

Projektbeschreibung:
Zentrales Ziel des PROVE-Projektes ist es, einen Beitrag zur Entwicklung der professionellen Kompetenzen von Expert*innen zu leisten, die im Bereich der Validierung von informell und non-formal erworbenen Kompetenzen („validation of prior learning“) tätig sind. “Trust in validation largely depends on the work carried out by ´front-line´ practitioners and professionals directly involved with validation candidates“ (CEDEFOP 2015, p. 32f.) Um jedoch Qualität und Vertrauen in Validierungsprozesse aufrecht zu erhalten, muss ein Überblick über die notwendigen Fertigkeiten der an Validierung beteiligten Praktiker*innen entwickelt werden. Damit antwortet PROVE direkt auf eine Empfehlung des Rates der Europäischen Union (Council of EU, 2012, p. 3, point 3g). So zeigt eine Cedefop-Studie, dass sich die Zugänge zur Professionalisierung von Personal in Validierungsverfahren bisher in den europäischen Ländern erheblich unterscheiden und dass viele EU-Länder bisher keine oder nur begrenzte Vorkehrungen für entsprechende Professionalisierungsprozesse getroffen haben. Ebenso wenig gibt es europaweit gültige Kompetenzstandards für Praktiker*innen (i.e. Beratende, Trainer*innen, Gutachter*innen, Leitungspersonal) in diesem Bereich. PROVE möchte hier in drei Schritten beitragen:
1) Definition von Kompetenzstandards und Entwicklung eines Kompetenzmodells,
2) Entwicklung eines online Selbstevaluationstools und
3) Entwicklung und Test von Lernressourcen („Learning tool kit“) für Validierungspersonal.  

Die Validierungsexpert*innen werden kontinuierlich in diese Entwicklungsprozesse einbezogen, und erhalten als Endprodukt ein bedarfsgerechtes „Kompetenzentwicklungspaket“: Mithilfe des Kompetenzmodells und des Selbstevaluationstools können sie zentrale Kompetenzen und etwaige Entwicklungsbedarfe identifizieren. Das Learning Tool Kit bietet vielfältige Lernmaterialen und ermöglicht eine zielgerichtete und bedarfsgerechte Weiterentwicklung der betreffenden Kompetenzbereiche. Damit möglichst viele Validierungsexpert*innen Zugriff auf diese qualitativ hochwertigen Instrumente und Materialien haben, werden diese im Sinne von open educational resources (OER) öffentlich zugänglich gemacht. Die Validierungsexpert*innen werden dadurch befähigt, die Weiterbildung und darüber die Qualität in ihren Institutionen gezielt zu fördern und voranzubringen.

Um die europaweite Anwendbarkeit der Ergebnisse und Instrumente zu gewährleisten arbeiten neun EU-Partner aus Forschung und Praxis unter der Koordination von Prof. Dr. Anita Pachner, Abteilung Erwachsenenbildung/Weiterbildung, zusammen.

Fragestellungen

  • Welche Kompetenzstandards können für Validierungsfachkräfte definiert werden?
  • Wie kann ein online Selbstevaluationsverfahren für Validierungsfachkräfte aussehen, welches die vorab definierten Kompetenzen überprüft?
  • Wie kann ein Learning-Toolkit, welches Lernressourcen für die berufliche Entwicklung von Validierungspraktiker*innen in Europa umfasst, entwickelt, zusammengestellt und erprobt werden?