Institut für Erziehungswissenschaft

Marginalisierte und schwer erreichbare Jugendliche (JSA)

Projektleitung:
Rainer Treptow
+49-(0)7071 29 76750
E-Mail

Projektmitarbeiter:
Jonas Poehlmann (M.A.)
+49-(0)7071 29 76722
E-Mail

Auftraggeber:
Diakonisches Werk Württemberg
BAG Evangelische Jugendsozialarbeit
LAG Mobile Jugendarbeit / Streetwork Baden-Württemberg
LAG Jugendsozialarbeit Baden-Württemberg
Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg

Förderung:
Projektphase I (01.11.2017-30.04.2019): Vector Stiftung Stuttgart
Projektphase II (01.07.2019-30.06.2020): Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg

Gesamtlaufzeit:
01.11.2017 bis 30.06.2020

Projektbeschreibung:
Untersucht werden Gründe und Zusammenhänge des Nicht-Erreichens benachteiligter junger Menschen in Baden-Württemberg. Die Jugendsozialarbeit unterstützt sozial benachteiligte junge Menschen bei ihrer sozialen Integration und bei der (Re-)Integration in Regelsysteme wie Schule, Ausbildung/Beruf. Bei der Vermittlung von Kontakten und der Inanspruchnahme von Angeboten steht sie in Verbindung mit diesen unterschiedlichen Regel- und Hilfssystemen. Gerade an Schnitt- und Übergangsstellen besteht das Problem, dass junge Menschen systematisch ausgeschlossen, bzw. nicht adäquat von Unterstützungsleistungen erreicht werden. Deshalb wurden Fachkräfte aus den unterschiedlichen Hilfs- und Regelsystemen in Diskussionsrunden zusammengebracht, um sich über die verschiedenen Systemlogiken und ihre jeweiligen Perspektiven auf Phänomene des Nicht-Erreichens und Nicht-Erreicht-Werdens auszutauschen.

Zu folgenden Themenschwerpunkten wurden Expert*innenrunden eingerichtet:

  • Psychisch belastete, kranke junge Menschen / mit Suchtproblematiken
  • Wohnungslose junge Menschen / mit Wohnproblematiken
  • Geflüchtete junge Menschen / mit Migrationserfahrung
  • Junge Menschen, die mehrjährig ohne Ausbildung / Arbeit bleiben

Erhoben werden die Bedarfslagen aus Sicht von Fachkräften und Trägervertreter*innen. Die Bedarfslagen werden mit den jeweiligen Angebots- und Zuständigkeitsbeschreibungen der Hilfesysteme hinsichtlich programmatischer und interinstitutioneller Lücken verglichen und auf fachliche Innovationsnotwendigkeiten geprüft.
In der zweiten Projektphase sollen subjektive Perspektiven betroffener jungen Menschen eingeholt und deren Erfahrungen hinsichtlich bestehender Unterstützungs- und Hilfsangebote reflektiert werden. Den betroffenen jungen Menschen soll damit auch die Beteiligung an der bedarfsgerechten Angebotsentwicklung im Land Baden-Württemberg ermöglicht werden.

Projektziele


Das Forschungsprojekt widmet sich folgenden Fragen:

  • Welche jungen Menschen werden durch die zur Verfügung stehenden Angebote in der Jugendsozialarbeit nicht, nicht mehr oder nicht angemessen erreicht?
  • Wie sollte eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Unterstützungsangebote für benachteiligte junge Menschen in Baden-Württemberg gestaltet werden?

Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, eine verbindliche einheitliche Regelung zwischen Kommunen in Bezug auf einzelne Schnittstellen zwischen Jugendsozialarbeit und anderen Hilfesystemen zu institutionalisieren.