Institut für Erziehungswissenschaft

Erweiterungsfach Erziehungswissenschaft (M. Ed.) im Lehramtsstudium nach Abschluss des B. Ed.

Grundlegende Informationen

Nach Abschluss des Bachelor of Education können Sie zusätzlich zu Ihren beiden Hauptfächern und dem Bildungswissenschaftlichen Studium bei entsprechendem Interesse
Erziehungswissenschaft als Erweiterungsfach studieren. Für ein Studium von Erziehungswissenschaft vor dem Abschluss des B.Ed.  finden Sie hier weitere Informationen.

Erziehungswissenschaft kann mit Hauptfachumfang (120 CPs, früher 124 CPs; vier Semester Regelstudienzeit) oder mit Beifachumfang (90 CPs, früher 96 CPs; drei Semester Regelstudienzeit) studiert werden.
Aufgrund von Anrechnungsmöglichkeiten im BWS verringert sich der Studienumfang sowohl für ein Studium mit Hauptfach- als auch mit Beifachumfang jeweils um 18 CPs. Weitere Anrechnungsmöglichkeiten (insbesondere bezüglich der Masterarbeit) können Sie in der Sprechstunde (s. u.) erfragen.
Es stehen 15 Plätze für ein Studium mit Hauptfachumfang und 10 Plätze für ein Studium mit Beifachumfang zur Verfügung.
Erziehungswissenschaft als Fach einer Erweiterungsprüfung zählt, sofern von den Absolventinnen und Absolventen gewünscht, in die für die Einstellung in den Schuldienst Baden-Württembergs maßgebliche Leistungszahl. Damit ist eine Verbesserung der Einstellungschancen durch Erziehungswissenschaft als Erweiterungsfach möglich, während eine Verschlechterung ausgeschlossen ist.

Einen Überblick über die Ziele, Inhalte und den Aufbau des Studiums erhalten Sie über die Lektüre

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Instituts für Erziehungswissenschaft, z. B. unter Downloads.

Hier finden Sie auch ein  Formular zur Bescheinigung von Leistungen in den Modulen 13 sowie 14a und 14b.

Eine Kurzzusammenfassung der nachfolgenden Informationen finden Sie hier zum Download.

Welche Möglichkeiten bietet das Erweiterungsfach Erziehungswissenschaft?

Das Erweiterungsfach Erziehungswissenschaft eröffnet Ihnen vielfältige Perspektiven und Handlungsfelder:

  • Sie sind für besondere pädagogische Tätigkeiten an Schulen qualifiziert (z.B. als Verbindungslehrer/in oder in der Ganztagskoordination)
  • Sie verfügen über ideale Voraussetzungen, um sich als Beratungslehrer/in qualifizieren zu können
  • Sie erwerben bedeutsame Kompetenzen für Tätigkeiten in Schulentwicklung, Schulleitung und Schulverwaltung
  • Sie verfügen über wichtige Grundlagen, um in der Fortbildung von Lehrkräften und in der Beratung von Schulen tätig zu sein
  • Sie erwerben zentrale Kompetenzen für die Ausbildung von Referendarinnen und Referendaren an Staatlichen Seminaren
  • Sie sind damit insgesamt für Tätigkeiten an und für Schulen breit qualifiziert
  • Sie können mit einem guten bzw. sehr guten Abschluss Ihre für die Einstellung maßgebliche Leistungszahl verbessern, wobei eine Verschlechterung grundsätzlich ausgeschlossen ist
  • Außerdem verfügen Sie über die Voraussetzungen für eine Promotion in Erziehungswissenschaft
  • Teil des Fachstudiums ist auch ein Modul „Grundlagen der Psychologie für Lehrkräfte“. Es beinhaltet bei erfolgreichem Abschluss eine Zusatzqualifikation, welche zum Unterricht im Fach Psychologie (Wahlbereich) auf der Kursstufe des allgemein bildenden Gymnasiums in Baden-Württemberg befähigt. Die Zusatzqualifikation kann unabhängig vom Studienumfang (Hauptfach- oder Beifachumfang) erworben werden. Ein Belegen dieses Moduls außerhalb des Studiums des Faches Erziehungswissenschaft ist grundsätzlich nicht möglich.
  • Das Studium von Erziehungswissenschaft ist die Grundlage für den Erwerb der Lehrbefähigung für Pädagogik am Gymnasium. Allerdings gibt es dieses Fach am allgemeinbildenden Gymnasium nicht in Baden-Württemberg. Wer beispielsweise in Nordrhein Westfalen Pädagogik am Gymnasium und dort an der Oberstufe unterrichten möchte, muss Erziehungswissenschaft im Studium mit Hauptfachumfang belegen.
  • Erziehungswissenschaft ist außerdem eine mögliche Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin bzw. zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (nur bei Hauptfachumfang), sofern Sie Ihr Lehramtsstudium spätestens am 31.8.2020 begonnen haben und Sie die Gesamtausbildung spätestens am 31.8.2032 beenden werden (vgl. Übergangsregelung § 27 Reform-PsychTG)

Erziehungswissenschaft als Studienfach im Tübinger Lehramtsstudium
Das Fach Erziehungswissenschaft im Lehramtsstudium ist ein breit angelegtes Studienfach, welches dem Erwerb von Kompetenzen zur Erforschung und Entwicklung pädagogischer Organisationen und erzieherischer sowie unterrichtlicher Prozesse dient. Ziel des Studiums ist es nicht, unmittelbar Handlungsanleitungen für die schulpraktische Arbeit zu gewinnen. Stattdessen werden die Absolventinnen und Absolventen dazu befähigt, den wissenschaftlichen und öffentlichen Diskursen zu Fragen von Bildung, Erziehung und Unterricht auf der Grundlage von theoretischen Erkenntnissen und empirischen Befunden zu folgen und in einigen Bereichen auch in fundierter Weise an diesen teilzunehmen. Hierzu verfügen sie über eine forschungsmethodische Grundbildung und ein breites, differenziertes sowie vernetztes Fachwissen. Dieses ermöglicht ihnen, Ergebnisse erziehungswissenschaftlicher Forschung zu rezipieren und auf aktuelle Problem- und Handlungsfelder zu beziehen. Dabei stehen Fragen im Kontext von Schule und Unterricht immer wieder im Zentrum, ohne die erziehungswissenschaftliche Perspektive vorschnell auf dieses Handlungsfeld zu verengen.
An der Universität Tübingen kann das Fach Erziehungswissenschaft im Lehramtsstudium (Gymnasium) seit vielen Jahren studiert werden. Es wird vom Institut für Erziehungswissenschaft verantwortet, welches sich aus den vier Abteilungen Allgemeine Pädagogik, Schulpädagogik, Sozialpädagogik/Soziale Arbeit sowie Erwachsenenbildung/Weiterbildung zusammensetzt. Die Studierenden profitieren zudem von den Angeboten des Hector-Instituts für Empirische Bildungsforschung. Insgesamt finden die Studierenden vielfältige Zugänge zu den Themen der Erziehungswissenschaft, ein forschungsstarkes Umfeld und hervorragende Studienbedingungen vor.

Das hohe Niveau des Studienganges zeigt sich auch darin, dass im Jahr 2019 der mit 250 Euro dotierte Preis des Nachwuchsförderprogramms der TüSE  an eine Abschlussarbeit des Erweiterungsfaches Erziehungswissenschaft ging: Ausgezeichnet wurde die Arbeit mit dem Titel „Scham und Beschämung durch Lehrpersonen. Eine qualitative Untersuchung zur Sicht der betroffenen Schülerinnen und Schüler“ von Sarah Bez.

Weitere Informationen zum Studium
Bitte beachten Sie unbedingt die jährliche Informationsveranstaltung zum Studium des Erweiterungsfaches Erziehungswissenschaft am ersten Montag eines jeden Wintersemesters (siehe Programm des Instituts für Erziehungswissenschaft zu den sogenannten Einführungstagen, zu finden vor Semesterbeginn unter „Aktuelles“). Diese Informationsveranstaltung ist für alle Studierenden sinnvoll, die sich einen Überblick über das Fachstudium Erziehungswissenschaft verschaffen wollen – auch dann, wenn sie schon einige Semester an der Universität Tübingen immatrikuliert sind.
Wichtig für die Organisation des Studiums erscheint, dass viele Module nur im Winter- oder nur im Sommersemester angeboten werden bzw. beginnen.
Besondere Beachtung verdient Modul 7 („Grundlagen der Psychologie für Lehrkräfte“), da es einen dreisemestrigen Turnus aufweist.
Die Module 6, 8 und 9 sind auch Teil des BWS. Bitte melden Sie sich für die Verbuchung der Prüfungsleistungen nur im Rahmen des BWS an.

Informationen zur Masterarbeit

Informationen zur Masterarbeit finden Sie hier

Formular zur Masterarbeit im Erweiterungsfach Erziehungswissenschaft

Bewerbung
Eine Bewerbung um einen Studienplatz im Erweiterungsfach Erziehungswissenschaft ist immer und ausschließlich im Sommersemester zum nachfolgenden Wintersemester möglich und erfolgt online über die Seite für „Bewerbung und Immatrikulation“ der Universität Tübingen.
Die Plätze werden auf der Grundlage der Note des B. Ed.-Abschlusses und der Noten im Bildungswissenschaftlichen Studium im B.Ed.-Studium vergeben: Ausschlaggebend sind die Note des B.Ed.-Abschlusses mit 70 % und die Noten im Bildungswissenschaftlichen Studium mit 30 %. Zum andern ist (vorbehaltlich der Zustimmung der Gremien) ein Motivationsschreiben einzureichen. Es soll Aufschluss über die Eignung und Motivation der Bewerberin oder des Bewerbers für den angestrebten Studiengang und sich typischerweise anschließende Berufstätigkeiten geben und 3000 bis 5000 Zeichen inklusive Leerzeichen umfassen. Die ausschlaggebenden Noten des B.Ed.-Abschlusses und des BWS können mittels Motivationsschreiben um bis zu 0,3 verbessert werden. Es ist möglich, relevante Nachweise für Qualifikationen etc., auf die im Motivationsschreiben Bezug genommen wird, in der Online-Bewerbung hochzuladen. Bei der Auswahl entsprechender Nachweise orientieren Sie sich bitte am Bonusnotensystem des Bachelorstudiengangs Erziehungswissenschaft​​​​​​​.
Die Bewerbungsfrist endet am 15. Juli eines jeden Jahres.

Studienfachberatung

Bitte lesen Sie vor Ihren Anfragen die Informationen auf dieser Seite, im Vorlesungsverzeichnis und im Modulhandbuch sorgfältig durch.
Antwort auf Ihre Fragen und weitere Informationen finden Sie außerdem hier im Forum  (Das Passwort erfahren Sie über Petra Bürgisser).

Bitte bedenken Sie: Aufgrund fehlender persönlicher Begegnungen, fehlender Sprechstunden und fehlender Informationsveranstaltungen entstehen derzeit viele studentische Fragen, deren individuelle Beantwortung kaum leistbar ist. Nutzen Sie daher das Forum für Ihre Fragen und auch für die Weitergabe wichtiger Informationen an Ihre Mitstudierenden. Sollten Sie sehr persönliche Fragen haben, können Sie sich an die Studienfachberaterin Prof. Dr. Britta Kohler wenden: britta.kohlerspam prevention@uni-tuebingen.de