Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung

Generationen im Gespräch

Worum geht es?

Die Wanderausstellung "Generationen im Gespräch" wird an Volkshochschulen präsentiert und richtet sich explizit an Schulen. An mehreren Orten in Baden-Württemberg wird der Themenfilm “Geteilte Jugend - Erinnerungen aus Ost und West” gezeigt, in dem Zeitzeug:innen von ihrem Jugendleben in Ost- und Westdeutschland berichten. Begleitend dazu sind Schulen vor Ort zu dieser Ausstellung und einer begleitenden Podiumsdiskussion eingeladen. In zwei Klassen kommen die Zeitzeug:innen am folgenden Tag in den Unterricht, um mit den Schüler:innen ins Gespräch zu kommen. Darüber hinaus stehen Videos, didaktische Materialien und ausgearbeitete Unterrichtsmaterialien für den Unterricht zur Verfügung, die auch unabhängig von dem Besuch der Ausstellung eingesetzt werden können. 

Hier kommen Sie zu dem attempto-Artikel zu diesem Projekt.


Orte, Termine und Ansprechpersonen

OrtZeitraumAnsprechpersonZeitzeug:innengespräche in den Schulen
VHS Schwäbisch Gmünd

17.06. – 31.07. 2026,

Podiumsdiskussion: 23.06.2026, 18 Uhr

Ingrid Hofmann

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24.06.2026
VHS Ludwigsburg Eröffnung: 07.10.2026, 17 Uhr 

Gabriele Denk

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08.10.2026
VHS Offenburg Eröffnung: 08.10.2026, 17 Uhr 

Constanze Armbrecht

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09.10.2026
VHS Lahr

13.01.2027 - 03.02.2027,

Eröffnung: 13.01.2027, 18:30 Uhr

Carmen Wenkert

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Informationen folgen

Die vier Komponenten des Projektes

1. Videoinstallation "Geteilte Jugend - Erinnerungen aus Ost und West"

Neun Menschen aus Ost- und Westdeutschland (Jahrgänge 1961 und 1975) berichten von ihrem Leben in einem geteilten und wiedervereinigten Land. Als die Mauer fiel, waren sie 14 oder 28 Jahre alt. Sie wuchsen in völlig unterschiedlichen Systemen auf: Sozialismus und Kapitalismus, Diktatur und Demokratie. Für die Menschen im Osten änderte sich nach 1989 alles – es eröffneten sich neue Freiheiten und Chancen, aber es kam auch zu Verlusten wie Arbeitslosigkeit und verwaiste Städte. Im Westen änderte sich nichts – nur der Solidarzuschlag und neue Reisemöglichkeiten in den Osten waren neu.

Die Videoinstallation lässt die Zeitzeug:innen mit ihren persönlichen Erinnerungen zu Wort kommen: Kindheit, Schule, Familie, Träume, Ängste und Erlebnisse rund um den Mauerfall. Was war ähnlich, was unterschiedlich? Was wurde gewonnen, was ging verloren? Wie blicken sie heute auf die Einheit? Die neun Geschichten verschmelzen zu einer vielstimmigen Erzählung von ca. 1 Stunde Länge, die auf einem großen Monitor gezeigt wird. Auf zwei weiteren Screens kommen die individuellen Geschichten in ca. 20-minütigen Videos zu Wort. 

Hier finden Sie den Trailer zu der Videoinstallation: Trailer

2. Begegnung mit Zeitzeug:innen

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, in den direkten Austausch mit Zeitzeug:innen zu treten. So ist vorgesehen, dass bei der Vernissage einige der in den Videoinstallationen gezeigten Zeitzeug:innen vor Ort sind und mit den Besucher:innen, beispielsweise in Form einer Podiumsdiskussion, ins Gespräch kommen können. Außerdem werden Schulen vor Ort zum Besuch der Vernissage eingeladen. Am Tag nach der Vernissage besuchen die Zeitzeug:innen, nach Absprache, zwei Klassen in ihrem Schulen. Gespräche mit Zeitzeug:innen sollen in Zukunft auch unabhängig von der Videoinstallation vermittelt werden.

3. Didaktisches Begleitprogramm

Um den Schulen die Arbeit mit den Zeitzeug:innen zu erleichtern, wurden in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) didaktische Materialien zur Deutschen Einheit und Oral History für die Unterrichtsnutzung zur Verfügung gestellt. Hier werden die 20-minütigen Videos in erprobten Unterrichtseinheiten eingesetzt. Für die Sekundarstufe 1 wurde unter anderem das Thema „Perspektiven auf die Transformationszeit” erarbeitet, für die Sekundarstufe 2 unter anderem das Thema “Sprechen über Ostdeutschland”. Egänzende Materialien zur Reflexion von Zeitzeug:innenbesuchen und Informationen zur Transformationsgesellschaft stehen ebenfalls zur Verfügung. Die didaktischen Materialien finden Sie hier.

4. Begleitende Evaluationsstudie

Im Rahmen des Projektes soll untersucht werden, wie Lehrende mit dem didaktischen Angebot umgehen und wie sich der Austausch mit Zeitzeug:innen auf die teilnehmenden Klassen und Lehrkräfte auswirkt. In der begeitenden Evaluationsstudie wird untersucht, inwiefern das historische Wissen und Kompetenzen, Empathie und Orientierung durch die Arbeit mit Zeitzeug:innen gefördert werden. Die Erkenntnisse aus dieser Evaluationsstudie sollen bei der weiteren Ausgestaltung von Zeitzeug:innenprojekten hilfreich sein.

Projektleitung

  • Gesamtprojektleitung: Dr. Christiane Bertram (Hector Institut für empirische Bildungsforschung) Mail
  • Künstlerische Leitung: Stefan Krauss & Ina Rommee (KRRO Film) Mail
Projektbeteiligte
Finanzierung

Finanziert wird die Ausstellung durch das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport (Baden-Württemberg)