Institut für Politikwissenschaft

Neuigkeiten und Archiv des Arbeitsbereichs

Am 21. Mai hielt Ben Tonra vom University College Dublin im Rahmen der Vorlesung "Deutschland und die EU in der Internationalen Politik" einen Vortrag zum Thema "Brexit and European Security". Darin setzte sich Tonra mit den Auswirkungen des Brexits für die europäische Sicherheitsarchitektur und die Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU auseinander. Besonders anschaulich analysierte Tonra zudem die Folgen des Brexits für die Sicherheit Irlands, und warnte dabei vor einem erneuten Aufflammen der ethnisch-konfessionellen Konflikte auf der Insel.

Am 15. Mai 2019 hielt Dr. Gabi Schlag im Rahmen des Insitutskollquiums einen Vortrag mit dem Titel "Ignore or Delete? Governing graphic visual content on social media". Dabei setzte sie sich mit dem Ansatz der EU zur Regulierung graphisch-visueller Inhalte, die auf Social-Media-Plattformen hochgeladen, verbreitet und angesehen werden, auseinander. Gabi Schlag versuchte so eine Antwort auf die Frage zu geben, wer die Autorität und Legitimität hat, das Internet zu regieren, und wie eine legitime Reglementierung von graphischen Inhalten aussehen sollte.

Auch in diesem Jahr nahm eine Tübinger Delegation an der National Model United Nations –Konferenz in New York teil, der größten weltweit. Vom 14.-19. April 2019 vertrat die interdisziplinäre Gruppe die Republik Namibia. Neben der intensiven inhaltlichen Arbeit in den einzelnen Komitees, stand auch ein Besuch bei der namibischen UN-Vertretung auf dem Programm. Für ihre inhaltliche Vorbereitung wurde die Delegation mit zahlreichen „Position Paper Awards“ ausgezeichnet. Am letzten Tag hatten einige Mitglieder der Delegation die Gelegenheit, im Plenarsaal der UN-Generalversammlung vor ihren Komitees zu sprechen. Dort wurde die Tübinger Delegation zudem bei der Abschlussveranstaltung als „Distinguished Delegation“ geehrt.

Bettina Ahrens diskutierte am 04. April mit Schüler*innen sowie interessierten Bürger*innen über Themen der anstehen Europa-Wahl im Mai. Zusammen mit Vertreter*innen verschiedener politischer Parteien wurde über Uploadfilter und Migration debattiert, Ahrens sprach sich währenddessen auch für das aktuelle Engagement vieler Schüler*innen für das Klima aus.

Thomas Diez und Bettina Ahrens organisierten vom 11.-16. März 2019 den Workshop “Identity and Conflict: Revisioning Relations in the EU-Neighbourhood” in Tiflis, Georgien. Studierende aus Armenien, Aserbaidschan, Deutschland und Georgien setzten sich während der Woche in Tiflis mit Nationalismustheorien und Prozessen der Identitätskonstruktion in den Ländern des Südkaukasus auseinander, beleuchteten die Rolle der Europäischen Union sowie Russlands und schulten sich im Bereich der Interkulturellen Kommunikation. Anschließend erarbeiteten sie in gemischten Gruppen über die Methode des Szenario Schreibens Visionen im Hinblick auf die Entwicklung der jeweiligen Länder sowie die bestehenden Konflikte. Der Workshop fand in Kooperation mit SSC Europe statt und wurde von Seiten des DAAD finanziert.

Am 22 Januar 2019 hielt Thomas Diez im Rahmen der Studium-Generale Ringvorlesung "Autonomieforderungen und Sezessionsbestrebungen in Europa und der Welt" einen Vortrag zum Fallbeispiel Zypern. Dabei ging er auf die Ursachen des Zypernkonfliktes ein, und beschrieb dessen Verlauf anhand zahlreicher gescheiterter Annäherungsversuche der Konfliktparteien. Abschließend skizzierte Thomas Diez ein mögliches Konzept zur Lösung des Konfliktes, das im Anschluss an seinen Vortrag intensiv diskutiert wurde.

Natalie Pawlowski, Alexander Kobusch und Thomas Nielebock berichteten im Institutskolloquium über ihre Erfahrungen aus dem Kooperationsprojekt dreier standortübergreifender Seminare. Dabei verwendeten sie Videoübertragungen, Lernpodcasts sowie Expert*inneninterviews. Bei den Veranstaltungen handelte es sich um ein Kooperationsprojekt und innovatives Lehrkonzept mit 7 anderen Universitäten, die Friedens- und Konfliktforschung als Studiengang anbieten. In den Sitzungen waren Standorte per Live-Konferenz zusammengeschaltet. Angereichert wurde das Seminar durch e-learning Elemente, über welche Aufgaben in lokalen Arbeitsgruppen, aber auch in Arbeitsgruppen über Standorte hinweg erarbeitet werden konnten. Für die Durchführung der Lehrveranstaltungen und den innovativen Ansatz wurden sie mit dem Uni-Lehrpreis der Universität Tübingen 2018 ausgezeichnet.

Başak Alpan von der Middle East Technical University in Ankara hielt am 11. Dezember 2018 einen Gastvortrag im Rahmen des Seminars „Turkey in International Politics: Conflict and Power“ zur Türkischen Außenpolitik und zu den bestehenden Diskursen in der Türkei zu „Europa“. Dabei unterscheid sie vier verschiedene Phasen und hob hervor, dass sich die Diskurse in Bezug auf „Europa“ transformiert hätten, sie jedoch acuh heute nicht von einer umfassenden „De-Europäisierung“ sprechen würde. Vielmehr fungiere „Europa“ auch heute weiterhin als wichtiger Referenzpunkt innerhalb der Türkei.

Am 28. November 2018 hielt Bettina Ahrens einen Impulsvortrag auf Einladung der Jungen Europäer  zur Frage "Gibt es (noch) eine Wertorientierung in der europäischen Außenpolitik?". Der Vortrag fand im Rahmen des "Bürgerdialog Europawahlen 2019", organisiert von den Jungen Europäern Reutlingen (JEF Baden-Württemberg e.V), statt.

Bettina Ahrens diskutierte am 24. Oktober 2018 mit Wolfgang Bauer (Die ZEIT), Martin Rosemann (MdB) und Thomas Hitschler (MdB) über Realitäten und Erwartungen an "Deutschland Verantwortung in der Welt". Kontrovers wurden dabei militärische Einsätze als einseitige Interpretation von "Verantwortung" diskutiert. Bettina Ahrens hob hierbei die Bedeutung der Zusammenarbeit innerhalb der europäischen Union hervor.

Natalie Pawlowski, Alexander Kobusch und Thomas Nielebock wurden mit dem Uni-Lehrpreis 2018 ausgezeichnet. Der Preis wird für die Durchführung von drei Lehrveranstaltungen verliehen:

  • im Sommersemester 2016 gab es eine Begleitveranstaltung zur Vorlesung  "Terrormiliz IS/Daesh – Verstehen, Einordnen und Bewerten", welche Thomas Nielebock betreute,
  • im Sommersemester 2018 folgte dann das Seminar von Alexander Kobusch und Thomas Nielebock "Gefährdungen des Friedens in Europa?".
  •  im Sommersemester 2018 führten Alexander Kobusch und Natalie Pawlowski das Seminar "Security-Migration-Nexus: Denen helfen, um uns zu schützen?" durch.

Bei den Veranstaltungen handelte es sich um ein Kooperationsprojekt und innovatives Lehrkonzept mit 7 anderen Universitäten, die Friedens- und Konfliktforschung als Studiengang anbieten. In den Sitzungen waren Standorte per Live-Konferenz zusammengeschaltet. Angereichert wurde das Seminar durch e-learning Elemente, über welche Aufgaben in lokalen Arbeitsgruppen, aber auch in Arbeitsgruppen über Standorte hinweg erarbeitet werden konnten.