Institut für Politikwissenschaft

Lea Augenstein, M.A.

Lea Augenstein ist seit Dezember 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Internationale Beziehungen/Friedens- und Konfliktforschung. Sie studierte Politikwissenschaft und öffentliches Recht (Bachelor of Arts) sowie Friedensforschung und Internationale Politik (Master of Arts) an der Universität Tübingen. Während ihres Masterstudiums verbrachte sie ein Auslandssemester an der Universität Bologna. Ihr Studium schloss sie im Februar 2019 mit einer Masterarbeit zu globalen Gerechtigkeitsvorstellungen aus einer postkolonialen Perspektive ab.
Praktische Erfahrungen sammelte sie durch ihre Arbeit als studentische Hilfskraft am Institut für Politikwissenschaft während ihres Studiums. Nach ihrem Masterabschluss war sie zudem als geprüfte Hilfskraft am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) in Tübingen tätig.
In ihrem Promotionsprojekt beschäftigt sich Lea Augenstein mit Widerstandspraktiken von ImmigrantInnen an der europäischen Grenze. Der Fokus liegt auf der Frage, wie und mit welchen Mitteln ImmigrantInnen der Machtausübung der Europäischen Union (EU), die sich unter anderem durch strengere Kontrollen, Verhaftungen und Rechtsverletzungen ausdrückt, an der Grenze begegnen und diese unterlaufen. Sie argumentiert, dass durch diese Begegnungen an der europäischen Grenze transnationale und transkulturelle Verhandlungsräume entstehen, in denen Identitäten und Handlungsspielräume auf beiden Seiten neu verhandelt werden. Theoretisch schließt die Arbeit an postkoloniale Theorien an, die sie auf die Situation der ImmigrantInnen überträgt und entsprechend modifiziert.
Seit Dezember 2019 ist Lea Augenstein Redakteurin der Zeitschrift für Internationale Beziehungen (ZIB).

 

Forschungsinteressen

  • Europäische Migrations- und Grenzpolitik
  • Poststrukturalismus und Postkoloniale Theorien
  • Kritische Sicherheitsstudien
  • Theorien globaler Gerechtigkeit
  • Europäische Außenpolitik

Veröffentlichungen