Institut für Politikwissenschaft

Maike Messerschmidt, M.A.

Maike Messerschmidt ist seit März 2016 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Internationale Beziehungen/Friedens- und Konfliktforschung bei Prof. Dr. Andreas Hasenclever tätig. Sie studierte Politikwissenschaft und Germanistik (B.A.) sowie Friedensforschung und internationale Politik (M.A.) an der Universität Tübingen.

Im Anschluss an ihren Masterabschluss arbeitete Maike Messerschmidt zunächst zwei Jahre bei der Konrad-Adenauer-Stiftung Uganda und Südsudan als Programmbeauftragte im Bereich politische und zivile Bildung sowie Demokratieförderung. Ihr Arbeitsfeld konzentrierte sich hierbei vornehmlich auf die Themenbereiche Gleichstellung, Menschenrechte, Zivilgesellschaftsförderung, Pressefreiheit, Good Governance und Accountability, Parteien in repressiven Regimen und Konflikt und Frieden im Südsudan.

Sie promoviert zur Frage, wie gewaltzentrierte Männlichkeiten nach bewaffneten innerstaatlichen Konflikten durch Transitional Justice-Instrumente transformiert werden können, so, dass sie friedenskompatibel sind. Hierbei legt sie ihren Fokus auf sexuelle Gewalt als routinisierte Praxis innerhalb bewaffneter Gruppen und Streitkräfte.

Maike Messerschmidt ist Gleichstellungsbeauftragte des Instituts für Politikwissenschaft in Tübingen und kann deshalb bei Fragen zum Studium mit Kind oder Pflegeverantwortung sowie bei jeglichen Fällen von Belästigung oder Diskriminierung angesprochen werden.

 

Lehrtätigkeit:

- Einführung in die Politikwissenschaft (Bachelor)
- Introduction to International Relations (Bachelor)
- Theorien der Internationalen Beziehungen und Frieden (Master)
- Analyse von Bürgerkriegen (Master)
- Einführung in die Friedens- und Konfliktforschung (Studienkolleg)

 

Forschungsinteressen:

- Genderperspektiven in der Friedens- und Konfliktforschung
- Hypermaskulinität und sexuelle Gewalt in Bürgerkriegen
- innerstaatliche bewaffnete Konflikte und Transitional Justice
- Genderfragen in Militär und Sicherheitssektor

 

Veröffentlichungen:

Messerschmidt, Maike; Quest, Hendrik (2017): Männlichkeiten im Konflikt – Zum theoretischen Verhältnis von militarisierter Männlichkeit, militärischer Männlichkeit und Hypermaskulinität’, Zeitschrift für Friedens- und Konfliktforschung 6 (2), 257-288.

Messerschmidt, Maike (2018): Ingrained Practices: Sexual Violence, Hypermasculinity, and Re-Mobilisation for Violent Conflict. Global Society 32 (4), 477-495.

 

Konferenz- und Workshopbeiträge:

- Global Society Workshop on Gender and Security, 13.01.2017, Canterbury, Präsentation des Papers "Hypermasculinity and sexual violence in prisons and armed groups - a legitimate analogy?"

- ISA Annual Convention 2017, Baltimore, 22.-25.02.2017, Präsentation des Papers "Beyond Buzzwords: Towards a Better Understanding of Hypermasculinity, Military Masculinity, and Militarised Masculinity in Peace and Conflict Studies", Ko-AutorInnenschaft mit Hendrik Quest.

- European Conference on Politics and Gender, Lausanne, 08.-10.06.2017, Präsentation des Papers "Between structure and practice: A theory-based framework for masculinities in armed conflict", Ko-AutorInnenschaft mit Hendrik Quest.

- Workshop „Prevent, Protect, Participate! Women’s roles in peace and security“, Würzburg, 30.01.-11.12.2017, Präsentation des Papers „Peacebuilding Measures and the Transformation of Masculinities: Looking at Liberia and Uganda” im Panel “Challenging the Women, Peace and Security Agenda, Ko-AutorInnenschaft mit Hendrik Quest.

- ECPR General Conference, Hamburg, 22.-25.08.2018, Präsentation des Papers "Practices of Change: How to Grasp the Transformation of Violence-Centred Masculinities in the Post-Conflict Context", Ko-AutorInnenschaft mit Hendrik Quest.

- EISA Pan-European Conference, Prag, 12.-15.09.2018, Präsentation des Papers "Gender, Militarisation, and Informalisation: Uganda's Post-Conflict Security Sector"