Institut für Politikwissenschaft

Beispiele und Schlaglichter aus der Lehre


03.12.-07.12.2015

Die Brüssel-Bonn Exkursion

Zwischen dem 3. und 7. Dezember 2015 fuhren die ägyptischen Studierenden des CMEPS gemeinsam mit fünf ihrer Tübinger Kommilitonen zunächst nach Brüssel und im Anschluss nach Bonn. Die Studierenden wohnten einer Reihe spannender Gespräche mit Vertretern von regierungsnahen, sowie unabhängigen Institutionen bei. In Brüssel konnten Sie anregende Diskussionen führen mit einem Kommissionsmitglied zu Demokratidefiziten in der EU, einem Vertreter der Rechtsabteilung zu Menschenrechten in Europa und einem Vertreter des European External Action Service zu Migrations- und Sicherheitspolitik. Im Anschluss folgte ein äußerst lehrreiches Treffen mit dem MENA Program Director der International Crisis Group (ICG), der spannende Einblicke in politische Analysen, sowie den Beratungsalltag vermittelte. Am Abend hatten die Studierenden Gelegenheit in einer beliebten Brüsseler Kneipe Einblick in den Medienalltag von vier Journalisten des Deutschlandfunks zu erhalten.

In Bonn gingen die Studierenden zunächst entlang des „Weges der Demokratie“, eine von der Stadt Bonn angebotene Stadtführung durch das ehemalige Regierungsviertel und konnten sich ebenso deutscher Geschichte annähern bei einem individuellen Besuch im Haus der Geschichte. Am Folgetag bot die Exkursion ein informatives Gespräch mit dem Internationalen Konversionszentrum (BICC) über deren Bemühungen um Friedensförderung, im Anschluss erhielten die Teilnehmer einen Einblick in die Verbindung von Forschung und Praxis im Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) und führten ein Gespräch mit einem Vertreter des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zu den Herausforderungen deutscher Entwicklungspolitik.


12.11.-15.11.2015

CMEPS Berlin-Exkursion

Die elf diesjährigen CMEPS-Austauschstudierenden fuhren Mitte November gemeinsam mit interessierten Tübinger CMEPSlern auf eine Berlinexkursion. Dabei wurde ihnen ein abwechslungsreiches Programm rund um die deutsche Politik und Geschichte geboten: Auf einem Termin im Auswärtigen Amt, bei dem sie die Referenten für Ägypten und für die Transformationspartnerschaften trafen, folgten interessante Gespräche rund um Außenpolitik und Demokratieförderung im Bundestag und bei der Friedrich-Ebert-Stiftung. Abends konnten sie den Ausblick von der erleuchteten Reichtagskuppel genießen. Am Samstag lud eine Stadtrundfahrt und Museen zu vertiefter Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte ein. Abgerundet wurde die Reise von einer spannenden Stadtführung „Auf den Spuren der friedlichen Revolution“ in Leipzig, die immer wieder Vergleiche zu den jüngsten Entwicklungen in Ägypten anregte. Die AUC-Kohorte des CMEPS-Studiengangs verweilt noch bis Januar bei uns am Institut.


13.02.2010

US-Egypt Bilateral Co-operation Agreement - Joint Simulation

 

Am 13. Februar 2010 simulierten Studenten/innen zweier aufeinander abgestimmter Hautpseminare des Arbeitsbereichs eine Verhandlung zwischen hochrangigen Vertretern der USA und Ägyptens, um ein bilaterales Kooperationsabkommen zwischen den beiden Ländern zu erarbeiten.

Unter realistischen Bedingungen arbeiteten Studenten/innen der Hauptseminare "International Democracy Promotion", dessen Teilnehmer/innen die USA vertraten, und "The Political System of the Middle East under Stress: External Challenges and Authoritarian Survival" als Vertreter/innen Ägyptens einen bilateralen Kooperationsvertrag aus. In zwei parallel tagenden Verhandlungsgruppen wendeten die Studenten/innen ihr in den Seminaren erlangtes theoretisches Wissen praktisch an. Dabei kam jedem/r Student/in eine bestimmte Verhandlungsposition zu, da in jedem Kommittee verschiedene staatliche und nichtstaatliche Ebenen des jeweiligen Landes vertreten wurden. Unter Berücksichtigung der tatsächlichen Interessen Ägyptens und der USA wurde nach allen Regeln der Verhandlungskunst debattiert, gedroht und um Kompromisse gerungen. Dabei versuchten die Vertreter der USA, ihre ägyptischen Partner von einer Liberalisierung des Landes zu überzeugen, während letztere vor allem versuchten, ihre autoritäre Macht zu bewahren ohne Unterstützungsleistungen und wirtschaftliche Kooperationen mit den USA einzubüßen. Neben dem Policy-Bereich der Wirtschaft waren auch die nationale, regionale und internationalen Stabilität und Sicherheit zentrale Aspekte der Diskussion. Nach einem harten Verhandlungstag hatte schließlich jede Gruppe ein ausgearbeitetes Kooperationsabkommen vorzuweisen. Die Verhandlungssimulation stellt ein gelungenes Beispiel der Verbindung von Theorie und Praxis dar und stieß bei den Beteiligten auf große Zustimmung.