Institut für Politikwissenschaft

Aktuell

25.05.2018

Vortragsreihe „Ziemlich beste Fremde? Muslimisches Leben in Frankreich und Deutschland“

Kino-Abend "Fatima" - Drama - Frankreich, Kanada 2015 von Philippe Faucon, 79 Minuten - Französische Orginalfassung mit englischem Untertitel. Eintritt frei.

Dienstag, 29.05.2018, 21:15 - 22.45 Uhr im Deutsch-Französischen Kulturinstitut, Doblerstraße 25, Tübingen


Fatima ist alleinerziehende Mutter und arbeitet als Putzfrau, um ihre beiden Töchter zu versorgen. Nebenbei besucht sie Französischkurse, um mit ihren in Frankreich geborenen Töchtern mithalten zu können. Die Sorge um die Zukunft ihrer Töchter lässt sie bis zur Erschöpfung arbeiten: Doch während sich ihre ältere Tochter Nasserine wie besessen für die Aufnahme an der medizinischen Fakultät vorbereitet, verbaut sich die 15-jährige Souad, eine rebellische Teenagerin, die sich nicht im Geringsten in der Schule anstrengt, von vornherein jede Aussicht auf Erfolg. Als Fatima eines Tages unglücklich die Treppe herunterfällt, beginnt sie ihren Töchtern auf Arabisch all das zu schreiben, was sie auf Französisch nie sagen konnte.

"Fatima" ist ein ehrliches und einfühlsames Porträt über drei nordafrikanische Frauen aus derselben Familie, aber mit ganz unterschiedlichen Beziehungen zu Frankreich, seiner Sprache und Gesellschaft.

Veranstalter ist das Deutsch-Französische Kulturinstitut

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Ziemlich beste Fremde? Muslimisches Leben in Frankreich und Deutschland

Gemeinsame Veranstaltungsreihe - April bis Juli 2018

Die Frage nach der Stellung des Islams wird seit Jahren in teils hitzigen Debatten in Frankreich und Deutschland diskutiert. Dabei arbeiten sich unsere Gesellschaften immer wieder an Reizthemen wie z.B. dem Kopftuchverbot, dem umstrittenen Bau von Moscheen oder der Frage nach der Verbindung des Islams mit dem Terrorismus ab. Schwerpunkt der Diskussionen ist meist die Frage, inwiefern Muslime unsere Gesellschaften verändern. Dabei wird ausgeblendet, dass umgekehrt auch unsere Länder den Islam und muslimische Lebensweisen verändern.

Die Veranstaltungsreihe will diese Wechselwirkung untersuchen und die Stellung des Islams in Frankreich und in Deutschland analysieren. Ziel ist es, sich diesem hochaktuellen und sensiblen Thema von verschiedenen Seiten zu nähern und dabei die häufig gegenüber dem Islam empfundene Fremdheit abzuschwächen. TeilnehmerInnen an der Diskussion sind Franzosen und Deutsche, Muslime und Christen, AkademikerInnen und Personen aus der Zivilgesellschaft, sodass nicht nur ein interkultureller, sondern auch ein interreligiöser und interdisziplinärer Dialog entstehen kann.

Die Veranstaltungsreihe „Ziemlich beste Fremde? Muslimisches Leben in Frankreich und Deutschland“ ist eine Kooperation des Deutsch-Französischen Kulturinstituts, des Zentrums für Islamische Theologie, des Instituts für Politikwissenschaft, des Weltethos Instituts und der Stiftung Weltethos.

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