Institut für Politikwissenschaft

Aktuell

18.10.2018

Institutskolloquium: „Politikwissenschaft als Demokratiewissenschaft? Eine pragmatistische Perspektive“

Mittwoch, 24. Oktober 2018, 16:00 – 18:00 c.t. im Institut für Politikwissenschaft, Raum 124

Der Anspruch, eine "Demokratiewissenschaft" zu sein, hat die Politikwissenschaft seit den Anfangsjahren der Bundesrepublik begleitet. Angesichts des Drucks, unter der liberale Demokratien derzeit stehen, werden die Fragen nach dem Verhältnis der Politikwissenschaft zur Praxis der Demokratie wieder dringlicher: Welche Distanz ist notwendig, welche Kritik nötig, welches Engagement geboten? Was könnte der Anspruch, eine Demokratiewissenschaft zu sein, für die Rolle politikwissenschaftlicher Forschung, Lehre und öffentliche Intervention heute heißen? Christopher Gohl bietet Antwort aus pragmatistischer Perspektive an und will damit zum Dialog über das Verhältnis normativ geprägter Wissenschaft mit der Praxis einer lernenden Demokratie einladen. 

Christopher Gohl forscht und lehrt seit 2012 am Weltethos-Institut an der Uni Tübingen zu Entstehung und Wirkung von Werten, pragmatistischer Wirtschaftsethik, lernender Demokratie und Kosmopolitismus. Zwischen 2005 bis 2010 arbeitete der ausgebildete Mediator als Projektleiter für das Regionale Dialogforum Flughafen Frankfurt, Deutschlands größter Infrastruktur-Mediation, sowie für die Initiative "Wissenschaft im Dialog". Er promovierte 2011 im Fachbereich Politischer Theorie der Uni Potsdam zur Gestaltung von politischen Beteiligungsverfahren. Seit 2010 engagiert er sich in verschiedenen Funktionen für Reformen der innerparteilichen Demokratie und für Demokratiepolitik.

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