Institut für Politikwissenschaft

Aktuell

04.07.2018

Vortragsreihe: Ziemlich beste Fremde? Muslimisches Leben in Frankreich und Deutschland

Christen und Muslime im interreligiösen Dialog: Vortrag von Dr. Ghaleb Bencheikh und Antwort von Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel am Donnerstag, 05. Juli 2018, 20-15 - 21.45 h im Weltethos Institut, Hintere Grabenstraße 26, Tübingen


Der Islam ist die zweitgrößte Religionsgemeinschaft in Deutschland und Frankreich, die beide historisch vom Christentum gepprägt sind. Schon vor Jahrzehnten wurde begonnen, Brücken zwischen beiden Religionen zu bauen und Strukturen sowie Organisationen für einen christlich-muslimischen Dialog zu schaffen. Was wurde in diesem Dialog erreicht? Mit welchen Herausforderungen ist das Verhältnis zwischen Christen und Muslimen heute konfrontiert? Vortrag und Gespräch in deutscher und französischer Sprache mit deutscher Übersetzung.

Dr. Ghaleb Bencheikh ist Physiker, Theologe, Philosoph und Präsident der "Conférence mondiale des religions pour la paix, France". Als Autor zahlreicher Bücher und Rundfunksendungen interessiert er sich für Fragen der Laizität und des interreligiösen Dialogs.

Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel war von 1995 bis 2013 Professor für Theologie der Kultur und des interreligiösen Dialogs an der Fakultät für Katholische Theologie der Universität Tübingen. Er widmet sich dem interreligiösen Dialog in zahlreichen Publikationen.

Mit freundlicher Unterstützung durch die Stiftung Weltethos.

Ziemlich beste Fremde? Muslimisches Leben in Frankreich und Deutschland

Gemeinsame Veranstaltungsreihe - April bis Juli 2018

Die Frage nach der Stellung des Islams wird seit Jahren in teils hitzigen Debatten in Frankreich und Deutschland diskutiert. Dabei arbeiten sich unsere Gesellschaften immer wieder an Reizthemen wie z.B. dem Kopftuchverbot, dem umstrittenen Bau von Moscheen oder der Frage nach der Verbindung des Islams mit dem Terrorismus ab. Schwerpunkt der Diskussionen ist meist die Frage, inwiefern Muslime unsere Gesellschaften verändern. Dabei wird ausgeblendet, dass umgekehrt auch unsere Länder den Islam und muslimische Lebensweisen verändern.

Die Veranstaltungsreihe will diese Wechselwirkung untersuchen und die Stellung des Islams in Frankreich und in Deutschland analysieren. Ziel ist es, sich diesem hochaktuellen und sensiblen Thema von verschiedenen Seiten zu nähern und dabei die häufig gegenüber dem Islam empfundene Fremdheit abzuschwächen. TeilnehmerInnen an der Diskussion sind Franzosen und Deutsche, Muslime und Christen, AkademikerInnen und Personen aus der Zivilgesellschaft, sodass nicht nur ein interkultureller, sondern auch ein interreligiöser und interdisziplinärer Dialog entstehen kann.

Die Veranstaltungsreihe „Ziemlich beste Fremde? Muslimisches Leben in Frankreich und Deutschland“ ist eine Kooperation des Deutsch-Französischen Kulturinstituts, des Zentrums für Islamische Theologie, des Instituts für Politikwissenschaft, des Weltethos Instituts und der Stiftung Weltethos.

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