Institut für Politikwissenschaft

Warum Politikwissenschaft in Tübingen studieren?

Einige Gründe dafür

Tübingen – Neckarstadt mit viel Flair und Tradition

Tübingen ist eine traditionsreiche süddeutsche Universitätsstadt mit ca. 85.000 Einwohnern, die eine knappe Autostunde von Stuttgart entfernt liegt. An den Ufern des Neckars und über mehrere Hügel verteilt liegt der alte, malerische Stadtkern, in dem sich ein großer Teil der Universität – auch das Institut für Politikwissenschaft - befindet. Selten findet man eine so enge und traditionsreiche Verbindung zwischen Stadt und Universität wie hier, was u.a. daran deutlich wird, daß fast ein Viertel der Einwohner Studierende sind, was das lokale Leben und die maßgeblich Stadtkultur prägt. Nicht zuletzt deshalb ist das kulturelle Leben reichhaltiger als andernorts.

Das Institut für Politikwissenschaft – ein Institut mit Profil

Das Institut für Politikwissenschaft bietet ein Lehr- und Forschungsprofil, das neben dem klassischen Kanon (Regierungssysteme und politische Theorien) über eine starke Ausrichtung auf Vergleichende Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen verfügt. Aktuelle Arbeitsgebiete in Lehre und Forschung sind der Vordere Orient, Friedens- und Konfliktforschung, Internationale Institutionen, Außenpolitik- und Vergleichende Außenpolitikanalyse, Europäische Integration sowie politische Soziologie und Kultur und Wirtschaftslehre/Politikfeldanalyse.

Profile der Professoren

Prof. Dr. Gabriele Abels, geb. 1964, ist seit September 2007 Professorin für "politische Systeme Deutschlands und der EU sowie Europäische Integration". Seit 2011 ist sie Jean-Monnet-Professorin. Das wissenschaftliche Interesse von Gabriele Abels gilt vorrangig dem Prozess der europäischen Integration und der damit einhergehenden Herausbildung eines neuen politischen Systems. Sie befasst sich insbesondere mit Fragen regulativer Politik (Risikoregulierung, Biotechnologie, Lebensmittelregulierung, Technikfolgenabschätzung), mit der demokratischen Ausgestaltung des EU-Systems sowie mit Gender-Perspektiven auf den europäischen Integrationsprozess. Sie ist Mitherausgeberin der "femina politica – Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft".

Prof. Dr. Hans-Jürgen Bieling, geb. 1967, ist seit dem WS 2011/12 Professor für Politik und Wirtschaft (Political Economy) und Wirtschaftsdidaktik am Institut für Politikwissenschaft Tübingen. Die Arbeitsschwerpunkte der Professur liegen in den Bereichen der Internationalen Politischen Ökonomie und Europäischen Integration.

Jun.-Prof. Dr. Daniel Buhr, geb. 1973, ist seit Oktober 2010 W1-Professor für Policy Analyse und Politische Wirtschaftslehre. Er war zuvor schon als Lehrbeauftragter und Wissenschaftlicher Angestellter am Institut beschäftigt, hat aber auch viele Jahre als Marketingleiter, Pressesprecher und PR-Berater sowie als Journalist außerhalb der Universität gearbeitet. In seiner Promotion hat er sich mit der Koordination der Innovationspolitik der Bundesrepublik Deutschland befasst. Daniel Buhr lehrt und forscht an der Schnittstelle von Politik und Wirtschaft zu diversen Politikfeldern, vor allem der Arbeitsmarkt-, Gesundheits- oder Innovationspolitik, aber auch zu politischer Kommunikation. Weil Prof. Dr. Josef Schmid bis Sept. 2016 als Dekan beurlaubt ist, übernimmt Daniel Buhr zudem so lange seine Vertretung.

Prof. Dr. Thomas Diez, Dr.phil., geb. 1970, Studium der Politikwissenschaft, Öffentliches Recht und Wirtschafts- und Sozialgeschichte in Mannheim und an der Johns Hopkins University. Forschungs- und Lehrtätigkeiten am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung, dem Copenhagen Peace Research Institute sowie den Universitäten Aarhus, Kopenhagen, LMU München und Birmingham. Seit 2009 o. Universitätsprofessor für Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen am Institut für Politikwissenschaft der Universität Tübingen. Schwerpunkte der wissenschaftlichen Arbeit: Europäische Außenpolitik, Konfliktforschung, Transformation von Grenzen, EU und Türkei/Zypern.

Jun.-Prof. Dr. Marie Duboc, born in 1978, studied political science and sociology at the London School of Economics and at the School of Advanced Social Science Studies (EHESS). She lived in Egypt where she learnt Arabic and conducted fieldwork for her PhD dissertation. In 2012-2013, she served as a postdoctoral researcher at the National University of Singapore’s Middle East Institute and was previously an academic visitor at the University of Oxford (St. Edmund Hall). Her research interests focus on social movements and political and social change in the Middle East

Prof. Dr. Andreas Hasenclever, geb. 1962, Studium der Theologie und Politikwissenschaft in Tübingen, München und Paris. 1993-2000 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft in Tübingen, danach als wissenschaftlicher Projektleiter bei der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt/M. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Analyse von militärischen Interventionen, Religionskonflikten und der Theorie des Demokratischen Friedens.

Prof. Dr. Oliver Schlumberger, geb. 1970, Studium der Politik- und Islamwissenschaft in Tübingen, Genf und Damaskus. 1998-2004 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft in Tübingen, danach angewandte Forschung und Politikberatung zunächst als Research Fellow, ab 2005 Senior Researcher Governance, Statehood, Security am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik, Bonn. Seit 2009 Professor für Politik des Vorderen Orients und Vergleichende Politikwissenschaft. Schwerpunkte: Vergleichende politische Regimeforschung, Demokratisierung und Autoritarismus, Entwicklungspolitik, Good Governance, Politik des Vorderen Orients, Politische Ökonomie von Entwicklungsländern.

Prof. Dr. Josef Schmid, geb. 1956, Studium in Konstanz, Lehrtätigkeit in Bochum, Hamburg, Konstanz und Osnabrück, seit 1998 am Institut für Politikwissenschaft; lehrt und forscht vor allem zu Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik in Deutschland und Europa, Internationalen Vergleichen von Wohlfahrtsstaaten, Parteien und Verbänden sowie Angewandter Politikforschung. - Er ist derzeit hauptamtlicher Dekan der Wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät.

Derzeit sind rund 1.100 Studierende im Fach Politikwissenschaft eingeschrieben, die von 5 Professoren, einer Junior-Professorin, 3 Akademischen Räten und einer wechselnden Anzahl (mindestens 7) wissenschaftlichen Assistenten bzw. Angestellten betreut werden; hinzu kommen noch MitarbeiterInnen in Projekten, die durch Drittmittel finanziert sind. Honorarprofessoren sowie Lehrbeauftragte erweitern das Lehrangebot des Instituts, letztere stellen vor allem den Bezug zu praktischen Tätigkeitsfeldern (z.B. Medien, politische Bildung) her.

Die Bibliothek – Gesammelte politikwissenschaftliche Erkenntnisse

Die Bibliothek ist eines der Glanzstücke des Instituts für Politikwissenschaft; in den Dachgeschossen mit viel Licht und Holz findet hier ein wichtiger Teil des Studiums statt: das Suchen und Lesen von Literatur. Im Laufe der über 60jährigen Geschichte ist der Bestand inzwischen auf 100 Zeitschriften und 50.500 Bücher angewachsen – und es werden jährlich etwa 600 Bände mehr. Hinzu kommen einige PCs für Recherchen im Internet und im Bestandskatalog; wer will kann auch noch in Karteikarten blättern.

Die Bibliothek kooperiert bei dem Angebot einer politikwissenschaftlichen Linksammlung mit der Virtuellen Fachbibliothek Politikwissenschaft und bietet zwei Tutorials zur fachwissenschaftlichen Suche im Netz an: PolitologieFAQ und SozialwissenschaftenFAQ, die letztere auch in englischer Sprache.

Politikwissenschaftliche Studienabschlüsse

Im Fach Politikwissenschaft können in Tübingen Bachelor- und Masterabschlüsse (Bachelor of Arts, B.A. und Master of Arts, MA) oder das Staatsexamen für das Lehramt abgelegt werden. Den Masterabschluss kann man in den spezialisierten Studiengängen Master Internationale Politik und Friedensforschung, Master Demokratie und Regieren in Europa und M.A. Comparative Politics and Society (CMEPS) ablegen.

Darüber hinaus kooperiert das Institut mit anderen Fakultäten beim Angebot eines Masters für Politik und Gesellschaft Ostasiens.

Für nähere Informationen hierzu steht eine Fachstudienberatung zur Verfügung.

Das Lernen und Erproben – eigene Erfahrungen gewinnen

Neben normalen Lehrveranstaltungen, in denen referiert und diskutiert wird, bieten Lehrende des Instituts auch die Chance an, durch Erfahrung und transnationale Kommunikation zu lernen: so kann man im Hauptstudium an einem Simulationsprojekt zur Arbeitsweise der Vereinten Nationen in New York teilnehmen oder ein Internet-Seminar besuchen, in dem Arbeitsergebnisse mit Studierenden anderer Kontinente ausgetauscht werden oder an einer Exkursion zu internationalen Organisationen in Wien, Genf, Straßburg und Brüssel teilnehmen. Außerdem ergibt sich durch die rege Forschungstätigkeit am Institut für den einen und die andere immer wieder die Möglichkeit, in der Forschung mitzuarbeiten.

Internationale Partnerschaften – Studieren im Ausland

Wer in Tübingen studiert, dem eröffnen sich exzellente Möglichkeiten, ein oder mehrere Semester an einer ausländischen Hochschule zu verbringen. Das Institut für Politikwissenschaft verfügt über ein weites Netz internationaler Kooperationsbeziehungen. Im Rahmen des Studierendenaustauschs ist deshalb nach der Zwischenprüfung ein Studium u.a. an belgischen, französischen, finnischen, britischen, italienischen, lateinamerikanischen, niederländischen, russischen, schwedischen, schweizerischen und US-amerikanischen Universitäten möglich. Unter unseren Partneruniversitäten befinden sich u.a. die University of Denver, das Institut d'Etudes Politiques de Paris (Sciences Po), die Università di Perugia, die Universität Uppsala, die Université de Genève und die Pontificia Universidad Católica Santiago de Chile sowie das Moskauer Staatsinstitut für Internationale Beziehungen (MGIMO)

Umgekehrt ist Tübingen auch einer der beliebtesten Orte für ausländische Studierende.

Leben und Studieren in Tübingen

Der Platz unter der Linde vor dem Institutseingang ist eine Oase der Erholung, die zum Kaffee trinken und zusammensitzen oder zur Diskussion hochschulpolitischer Fragen einlädt.

Auch außerhalb des IfP bieten sich viele Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Als Besonderheiten in Tübingen gelten die wöchentlichen Clubhausfeste und im Sommersemester der abendliche Treffpunkt auf dem Marktplatz.

Studierendenvertretung am Institut für Politikwissenschaft - Fachschaft Politik:
Fachschaft Politik; IfP, Melanchtonstr. 36, 72074 Tübingen, Tel.: 07071 / 2975441
http//www.uni-tuebingen.de/fs-politik; Email: fs-politikspam prevention@uni-tuebingen.de

Nach dem Studium – Berufsfelder für Politologen

Das politikwissenschaftliche Studium in Tübingen hat einen generalistischen Zuschnitt. Die Studierenden erhalten dadurch eine solide wissenschaftliche Ausbildung in den verschiedenen Fachbereichen unserer Disziplin wie Internationale Beziehungen, Politische Theorie, Politische Wirtschaftslehre und Vergleichende Analyse politischer Systeme. Entsprechend breit ist das Tätigkeitsfeld unserer Absolventen und Absolventinnen. Sie sind u.a. in den Bereichen Wissenschaft, Medien, Unternehmen, bei Parteien und Verbänden, im Diplomatischen Dienst und in der Entwicklungszusammenarbeit sowie bei der EU und der UNO berufstätig. Sehr viel Wert wird bei uns auf Praktika im In- und Ausland gelegt. Deshalb verfügen wir über eine umfassende Praktikums-Datenbank.