Methodenzentrum

Spring und Summer Schools

Die Tübinger Spring- und Summerschools haben eine mehrjährige Tradition.

Die Graduiertenakademie der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen lädt Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus Tübingen und anderen Universitäten zu den Spring und Summer Schools ein.

Wer eine empirische Qualifikationsarbeit schreibt, steht oftmals schon zu Beginn des Forschungsprozesses vor der Frage nach einem geeigneten Forschungsstil sowie Methoden der Gewinnung und Analyse von Datenmaterial. Angeleitet durch erfahrene und international renommierte Praktiker und Praktikerinnen arbeiten die Workshopteilnehmenden jeweils mit einem Forschungsstil und diskutieren und reflektieren forschungspraktische Fragestellungen an konkretem empirischen Material.

Online Mini Summer School Qualitativ Forschen 2020

Liebe Freundinnen und Freunde der Tübinger Summer School,

in Zeiten der Corona-Pandemie kann auch unserer Summer School nicht in gewohnter Weise stattfinden. Wir wollen aber zur Überbrückung zumindest ein kleines Programm anbieten, ein Programm, das unter anderem auch der Frage nachgeht, wie qualitative Forschung unter Corona-Bedingungen stattfinden kann.

Unsere Online Mini Summer School 2020 wird daher am Montag, den 27. Juli 2020 abends um 18:00 Uhr mit einen gestreamten Eröffnungsvortrag mit anschließender Diskussion beginnen (s.u.) und am Dienstag, den 28. Juli vormittags mit drei parallelen Workshops fortgesetzt.

Auch die Workshops finden online und deshalb stark verkürzt als dreistündiges Format statt: auf eine erste Stunde online im Video-Meeting folgt eine Stunde offline, in der ein Aspekt eigenständig vertieft oder ausgearbeitet werden kann und danach eine weitere Stunde im online-Meeting, um Ergebnisse zusammen zu tragen oder einen Fall zu besprechen.

Zu den Nachteilen dieses Formats gehört, dass es weder Catering noch gemeinsames Abendessen mit dem üblichen niederschwelligen Austausch geben kann. Der Vorteil ist umgekehrt, dass die Teilnahme an Vortrag und Workshop kostenlos ist.

Wenn Sie an der School teilnehmen möchten, schreiben Sie uns bitte eine kurze Mail an qualitative-forschung@ifsoz.uni-tuebingen.de, in der Sie bitte folgende Angaben machen:

a) ich nehme am Eröffnungsvortrag samt Diskussion teil (ja/nein)

b) ich möchte an Workshop (1, 2 oder 3) teilnehmen

c) ersatzweise auch an Workshop (1, 2 oder 3)

d) ich möchte eigenes Material in den Workshop einbringen.

Wir melden uns dann bei Ihnen und senden Ihnen die entsprechenden Einladungen für die Videoplattform und ggf. ergänzende Informationen.

 

 


Das Programm im Einzelnen:

Eröffnungsvortrag:

Monika Wohlrab-Sahr:

„Cultural Sociology“ und sinnverstehende Methoden: Impulse für die Interpretation der gegenwärtigen Krise

Der Vortrag nutzt den Umweg über die US-amerikanische Debatte um eine „Cultural Sociology“, wie sie von Jeffrey Alexander und seinen Kollegen angestoßen wurde, um einen Blick auf Möglichkeiten qualitativer Forschung in der aktuellen Krise wie auch über diese Krise zu werfen.

Alexander hat „Cultural Sociology“ als ein ‚starkes Programm‘ entworfen, das die Diskreditierung des Kulturellen in der Soziologie nach dem Niedergang der Soziologie Parsons‘ überwindet, sich aber nicht auf Kultur als Teilbereich bezieht. Cultural Sociology fragt nach Sinn und Bedeutung in allen sozialen Phänomenbereichen und stützt sich dabei vorzugsweise auf interpretative Verfahren. Man fühlt sich an Max Webers Frage nach der „Kulturbedeutung“ sozialer und historischer Sachverhalte erinnert.

Einerseits könnte man diesen Vorstoß im deutschen Kontext als unnötig erachten, sind doch die Konzepte von Sinn und Kultur schon bei den Klassikern der Soziologie zentral, und sind doch die qualitativen Methoden gerade wegen dieser Traditionslinie anspruchsvoll aufgestellt.

Gleichwohl könnte der Impuls einer sich selbstbewusst präsentierenden Cultural Sociology gerade für die Interpretation der gegenwärtigen Krise, in der aus guten Gründen epidemiologische – und damit rechnerische Verfahren – im Vordergrund stehen, anregend sein. Dies soll in dem Vortrag in Grundzügen ausgelotet werden.   

 

Workshops

Workshop 1: Schreiben von Anträgen und Exposees (Prof. Dr. Monika Wohlrab-Sahr, Universität Leipzig)

Exposees und Forschungsanträge sind eine besondere Form der schriftlichen Darstellung: Sie müssen fachlich ausgewiesen sein, an Vorhandenes anschließen, Forschungslücken identifizieren und innovativ sein. Sie müssen aber auch verständlich sein und ein nachvollziehbares, bewältigbares Arbeitsprogramm vorlegen. Wie kann es gelingen, Forschungsinteressen auf überzeugende Weise in das vorgeschriebene Format zu bringen?

Monika Wohlrab-Sahr ist Soziologin mit vielfältiger Forschungserfahrung. Sie ist aber auch erfahrene Fachgutachterin und war Sprecherin des DFG-Fachkollegiums "Sozialwissenschaften".

Workshop 2: Ethnografie als Forschen auf Distanz und schreibende Annäherung (Dr. Tobias Boll, Universität Mainz)

Unter den qualitativen Methoden ist die Ethnografie wohl diejenige, der die gegenwärtigen Kontaktbeschränkungen am meisten Kopfzerbrechen bereiten: ihre Markenkerne sind die intensive beobachtende Teilnahme am Feldgeschehen und der Nahkontakt mit dem Untersuchungsgegenstand, seien es Interaktionen, Situationen, Praktiken oder Lebenswelten. Was tun, wenn das geplante oder begonnene ethnografische Projekt nun vor verschlossenen Türen zum Feld steht?

Dieser Workshop dient als Werkstatt für ethnografische Promotionsvorhaben, deren Fragestellungen oder Methodendesigns im Zuge der Covid-19-Pandemie ins Straucheln geraten sind. Wir machen Bestandsaufnahme und Schadensanalyse und entwickeln Lösungsszenarien dafür, wie ethnografische Forschung auf Distanz (weiter-)gehen kann.

Als Stellschrauben beschäftigen wir uns neben Graden und Arten der Teilnahme und Mitteln und Wegen der Beobachtung vor allem mit dem ethnografischen Schreiben als Instrument, mit dem sowohl Nähe als auch Distanz zum Gegenstand aufgebaut werden können – auch auf Abstand.

Dr. Tobias Boll ist derzeit Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich für soziologische Theorie und Gender Studies Institut für Soziologie, JGU Mainz und war bis 2019 Koordinator der DFG Forschungsgruppe 1939 Un/doing Differences. Praktiken der Human-differenzierung.

 

Workshop 3: Zeichnen als Form der Auf-Zeichnung in der qualitativen Feldforschung: Von der Skizze zur Erkenntnis (Martin Alber, Tübingen)

In Anlehnung an neuere ethnographische Debatten zur Bedeutung des Zeichnens und Skizzierens für Feldforschung, wie sie etwa von Andrew Causey (2017, in seinem Buch „Drawn to See. Using line drawing as an ethnographic method“) vorangetrieben werden, ist das Ziel dieses Workshops, das Medium der Zeichnung als Forschungsinstrument kennenzulernen, denn Zeichnen heißt vor allem Wahrnehmen. Eine genauere Wahrnehmung wiederum kann zu einem genaueren Blick innerhalb unserer Forschungsaktivitäten (z.B. bei der Teilnehmenden Beobachtung) führen und so neue Erkenntnisse ermöglichen. Im Workshop lernen wir eine Reihe von einführenden Zeichen- und Skizzenübungen kennen. Wir erproben verschiedene Techniken und wenden sie auf eigene Zeichenmotive an. Dabei setzen wir uns mit Fragen auseinander wie etwa: Wie komme ich zu einer raschen Skizze? Wie zeichne ich sich bewegende Menschen oder Gegenstände? Wie können Skizzentechniken bei meinem Forschungsvorhaben produktiv eingesetzt werden? Was mache ich, wenn ich in einer Forschungssituation nicht zum Zeichenstift greifen kann?

Martin Alber ist Zeichner und Dipl. Pädagoge. Autodidaktisches Zeichenstudium seit 2008 sowie Teilnahme an einer Reihe von Zeichenkursen. Seit 2014 führt er Zeichenprojekte und Workshops durch. Kooperationspartner sind dabei: Kunsthalle Tübingen, Universitätsklinikum Tübingen, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen/Geislingen u.a.

Tübinger Spring School 2020 Qualitativ Forschen

02./03. April 2020 in der Alten Aula der Universität Tübingen

Die Graduiertenakademie der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen lädt Nachwuchs- wissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus Tübingen und anderen Universitäten herzlich zur Spring School „Qualitativ Forschen“ am 02. und 03. April 2020 ein (Bitte laden Sie hier den Flyer zur School herunter).

Worum es geht
Wer eine empirische Qualifikationsarbeit schreibt, steht oftmals schon zu Beginn des Forschungsprozesses vor der Frage nach einem geeigneten Forschungsstil sowie Methoden der Gewinnung und Analyse von Datenmaterial. Im Rahmen der Spring School und angeleitet durch erfahrene und international renommierte Praktiker und Praktikerinnen arbeiten die Workshopteilnehmenden jeweils mit einem Forschungsstil und diskutieren und reflektieren forschungspraktische Fragestellungen an konkretem empirischen Material.
Es werden drei parallele Workshops angeboten, die sich in diesem Jahr mit unterschiedlichen Methoden der Diversitätsforschung befassen. Wir laden Sie herzlich ein, sich an den Workshops in aktiver Form, also durch Einbringen von Forschungsdesigns und Material aus der eigenen Forschung, zu beteiligen. Es besteht aber auch die Möglichkeit einer passiven Teilnahme, indem Sie am exemplarisch bearbeiteten Material anderer Teilnehmer lernen.

Workshops:
AG 1. Biographie und Diskurs
Leitung: Prof. Drin Nadine Rose (Universität Bremen) Insbesondere vor dem Hintergrund diskurstheoretischer Überlegungen wird sichtbar, dass Biographieforschung mit ihrer Privilegierung der_s Einzelnen (und ihrer_seiner Perspektive) in der Gefahr steht, die notwendig beschränkten Perspektiven der Interviewten auf die sozialen Bedingungen ihres Lebens schlicht zu wiederholen. Denn dies kann gleichbedeutend damit sein, machtvolle gesellschaftliche Verhältnisse zu reproduzieren. Angesichts einer (diskurs-) theoretischen Einsicht in diese Gefahr und Reflexion auf die gesellschaftlich-historischen Bedingungen der Produktion von Biographien und Subjekten kann aber eben auch darauf die Frageperspektive der Biographieforschung hin verschoben werden: (M)eine diskurstheoretisch unterlegte Biographieforschung fragt entsprechend genau nach den „Spuren“ gesellschaftlicher Verhältnisse in den Lebensgeschichten und versucht diskursive Machteffekte auf die Subjekte zu re- bzw. dekonstruieren. Der Workshop bietet eine grundlegende und einführende Diskussion zu diesem Ansatz diskurstheoretisch unterlegter Biographieforschung. Konkrete methodische Fragen der Durchführung stehen im Mittelpunkt.


AG 2. Von der Bildanalyse zum Social Science Film
Leitung: PD Drin Katharina Miko-Schefzig (Universität Wien)
Seit dem sogenannten Visual Turn in den Sozialwissenschaften wird vermehrt Augenmerk auf visuelle Methoden in der qualitativen Forschung gelegt. Das Spektrum möglicher visueller Analysen ist bereits sehr ausdifferenziert, etwa Bildanalyse, Videografie, Fotobefragung oder der Einsatz von Film. Ziel des Workshops ist es, den Teilnehmenden einen Einblick in die Logik und Vorgehensweise qualitativer Forschung unter Verwendung von visuellen Materialien zu vermitteln. Ein besonderer Fokus soll dabei auch auf die Verwendung vom Film in den Sozialwissenschaften gelegt werden: als Methode der Datengewinnung inklusive der verbundenen Analysestrategien sowie als wissenschaftlicher Output. In jüngerer Zeit haben sich auch die Publikationsmöglichkeiten von soziologischen Filmen etabliert, etwa das Online Journal Senate Journal oder das The Sensory Ethnography Lab (SEL) der Harvard Universität, ein Zusammenschluss unterschiedlicher Institute, die Film als sozialwissenschaftliche Methode weiterentwickeln. Anhand konkreter sozialwissenschaftlicher Filme werden die Schritte des Filmprozesses veranschaulicht, die sowohl für die Filmanalyse als auch für die Filmproduktion genützt werden können. Im Workshop sind die Teilnehmer_innen eingeladen, eigenes Material einzubringen und gemeinsam zu analysieren.

AG 3. Critical cartographies: Methodological approaches to mapping in social sciences research
Leitung: Philippe Rekacewicz (Helsinki/Zürich)
Maps are highly powerful ways of depicting the social world. They are also inventions: reflecting (part of ) the world as we see it rather than an objective reality. In this workshop, held in English, Philippe Rekacewicz, geographer, cartographer and information designer, associate researcher at the Department of Anthropology, University of Helsinki and Department of Architecture and Urban Planning, ETH, University of Zurich, will provide a critical overview of the map as invention, as multidimensional, complex and systemic object, and as powerful tool for representing diverse sources, information, quantitative and qualitative data, emotions, etc. He will also discuss his own approach to mapping, to transforming ideas, intuitions, research results into visual representation using and playing with conventional graphical semiology. During the session, Rekacewicz will work closely with students to discuss together the importance and the place the cartographic image or any other kind of visual representation within their work, while practically exploring ways to experiment with graphical semiology and draw upon artistic approaches to reinforce and convey meaning.

Workshopablauf
Donnerstag, 02.04.2020
12.00 – 13.00 Uhr Anmeldung und Begrüßungskaffee
13.00 – 13.15 Uhr Begrüßung durch die Workshop- OrganisatorInnen
13.15 – 14.00 Uhr Eröffnungsvortrag: Dr. Jon Dean, (Sheffield Hallam University) „A rational for reflexivity“
14.15 – 18.00 Uhr Sitzung der Arbeitsgruppen 1-3: Kurzvorstellung der Dissertationsprojekte, Input und Diskussion zu den jeweiligen Forschungsstilen, Arbeit am exemplarischen Textmaterial, praktische Übungen
ab 19.00 Uhr Gemeinsames Abendessen in Tübingen (separate Anmeldung; auf eigene Kosten)

Freitag, 03.04.2020
09.00 – 11.00 Uhr Sitzung der Arbeitsgruppen 1-3: Fortsetzung der Übungen
11.00 – 11.30 Uhr Kaffeepause
11.30 – 13.00 Uhr Sitzung der Arbeitsgruppen 1-3
13.00 – 14.00 Uhr Mittagspause
14.00 – 16.00 Uhr Sitzung der Arbeitsgruppen 1-3
16.00 – 16.30 Uhr Kaffeepause
16.30 – 18.00 Uhr Abschlussplenum

Location
Die Veranstaltung findet in der Alten Aula der Universität Tübingen, in der Münzgasse 30 in der historischen Altstadt Tübingens statt.

Teilnahme und Anmeldung
Aktiv Teilnehmende bringen eigenes Material aus ihrem Forschungsvorhaben ein. Die Auswahl findet unter Berücksichtigung der spezifischen Lernziele der einzelnen AGs statt. Alle anderen Teilnehmenden sind automatisch ‚passiv‘.
Für eine aktive Teilnahme reichen Sie bitte neben dem Anmeldeformular eine ca. 1-seitige Projektskizze mit Angabe der Untersuchungsfrage, der Art des empirischen Zugangs und der Art der generierten Daten ein. Erfahrungsgemäß bringt eine aktive Teilnahme aufgrund der Arbeit am eigenen Material wertvolle Denkanstöße und ergiebige Auswertungen. ‚Work in Progress‘ bietet sich für die aktive Teilnahme besonders an. Im Fall der Annahme werden Sie in Absprache mit den DozentInnen gebeten, exemplarische Auszüge Ihres Datenmaterials für die Gruppenarbeit bereit zu stellen.

BewerberInnen für aktive Teilnahme werden wir bis Mitte März 2020 informieren, ob ihr Projekt in einem Workshop diskutiert werden kann.

Aktiv Teilnehmende von außerhalb bekommen einen Zuschuss von 30 € für ihre Reisekosten.

Einreichfrist für Material ist der 29. Februar 2020. Bitte senden Sie Ihre Unterlagen an: qualitative-forschungspam prevention@ifsoz.uni-tuebingen.de

Indem passive Teilnehmende an fremdem Datenmaterial arbeiten, erhalten sie exemplarische Einblicke in spezifische Untersuchungsperspektiven und Analysestrategien und entwickeln Lösungsmöglichkeiten für die empirische Arbeit, die für das eigene Promotionsprojekt von Nutzen sind.


Anmeldung: Bis 15. März 2020 unter qualitative-forschungspam prevention@ifsoz.uni-tuebingen.de
Bitte nutzen Sie zur Anmeldung das auf der Homepage der School bereitgestellte Formular zur Veranstaltung: http://bit.ly/39WTFPg

Teilnahmegebühr (inklusive Tagesverpflegung):
50 € für Teilnehmende der Universität Tübingen
60 € für Teilnehmende anderer Universitäten

Tübinger Summer School 2019 "Schreiben in der Qualitativen Forschung"

Tübinger Summer School "Schreiben in der Qualitativen Forschung" 29./30.07.2019, Alte Aula

Weitere Informationen finden Sie hier.

Herzliche Einladung zum öffentlichen Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Jörg Bergmann am 29.7. um 13.15h in der Alten Aula zum Thema "Reflexivität":

Qualitative Sozialforschung ist in mehrfacher Weise von Momenten der Reflexivität gekennzeichnet. Zum einen haben die ForscherInnen an dem, was sie als Daten vor sich haben, einen wesentlichen Anteil, mit der Folge, dass sie sich in ihren Daten immer auch selbst begegnen. Zum andern sind die Kategorien und Unterscheidungen der qualitativen SozialforscherInnen immer "second order constructs" (Schütz), d.h. sie ruhen auf den "first order constructs" der Akteure auf. Die Beobachtungen der qualitativen SozialforscherInnen sind deshalb immer Beobachtungen von Beobachtungen, sie stellen Beschreibungen von Beschreibungen her, liefern Interpretationen von Interpretationen. Und schließlich begegnet den qualitativen SozialforscherInnen ein Moment der Reflexivität im Objekt ihrer Untersuchungen selbst. Soziale Prozesse sind, wie insbesondere die Ethnomethodologie aufgezeigt hat, immer selbstbezüglich, in ihrem Vollzug verweisen sie auf sich selbst und machen sich auf diese Weise in ihrer spezifischen Sinngestalt erkennbar.

Diesen Vortrag gibt es auch als Videomitschnitt.

Tübinger Spring School 2019 "Qualitativ Forschen"

11. und 12. April 2019 im Pfleghofsaal der Universität Tübingen

Die Graduiertenakademie der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen lädt Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus Tübingen und anderen Universitäten herzlich zur Spring School „Qualitativ Forschen“ am 11. und 12. April 2019 ein.

Worum es geht

Wer eine empirische Qualifikationsarbeit schreibt, steht oftmals schon zu Beginn des Forschungsprozesses vor der Frage nach einem geeigneten Forschungsstil sowie Methoden der Gewinnung und Analyse von Datenmaterial. Im Rahmen der Spring School und angeleitet durch erfahrene und  international renommierte Praktiker und Praktiker-innen arbeiten die Workshopteilnehmenden jeweils mit einem Forschungsstil und diskutieren und reflektieren forschungspraktische Fragestellungen an konkretem empirischen Material.

Es werden drei parallele Workshops angeboten, die sich in diesem Jahr vor allem verschiedener Analysetechniken unterschiedlicher Materialarten widmen. Wir laden Sie herzlich ein, sich an den Workshops in aktiver Form also durch Einbringen von Forschungsdesigns und Material aus der eigenen Forschung zu beteiligen. Es besteht aber auch die Möglichkeit einer passiven Teilnahme, indem Sie am exemplarisch bearbeiteten Material anderer Teilnehmer lernen.

Workshops:

AG 1. Die Ethnosemantik als ethnographischer Forschungsansatz

Leitung: Prof. Dr. Christoph Maeder (PH Zürich)

Die Ethnosemantik liefert theoretische und praktische Grundlagen für das systematische Arbeiten in der Feldforschung. Die Methoden aus der kognitiven Anthropologie und der Soziolinguistik sind, trotz ihrer Klarheit, Robustheit und Brauchbarkeit für die Rekonstruktion von Sonderwissen in Szenen, Milieus, Berufen, Professionen oder Organisationen, in der Soziologie noch wenig bekannt. Sie lassen sich komplementär oder alternativ zu praxistheoretischen, ‘Grounded-Theory’- oder anderen qualitativen Feldforschungsdesigns verwenden. Und sie eignen sich auch für den Einstieg in die ethnographische Forschung. Ausgangspunkt bilden dabei die Theorien des interpretativen Paradigmas und insbesondere die Wissenssoziologie. In dieser Perspektive werden Verstehen und Wissen als Erzeugnisse von sozialen Handlungen betrachtet, die in der Sprache des Feldes enthalten und daraus rekonstruierbar sind. Die alltägliche Herstellung, Verteilung und Aneignung von Wissen durch den kompetenten Sprach-, Körper- und Artefaktgebrauch wird so zu einem Forschungsgegenstand gemacht. Es wird ein praktisches Vorgehen vorgestellt, mit dem die teilnehmende Beobachtung als ethnographische Kernmethode in unterschiedlichsten sozialen Settings (Familie, Freizeit, Arbeitswelt usw.) angewendet und fruchtbar eingesetzt werden kann.

AG 2. Sozialwissenschaftliche Dispositivanalyse

Leitung: Prof. Dr. Andrea Bührmann (Universität Göttingen)

Sozialwissenschaftliche Diskursanalyse zielt darauf, diskursive Praktiken zur Herstellung und Durchsetzung von Wissen in spezifischen sozio-historischen Kontexten zu analysieren und dessen Formierungsstrukturen, Funktionsmechanismen und Machtwirkungen zu entziffern. Bei der Dispositivanalyse geht es vor diesem Hintergrund um die die systematische Ergänzung und Weiterung diskurstheoretischer Perspektiven und diskursanalytischer Forschungspraxis. Im Fokus stehen damit diskursive und nicht-diskursive Praktiken und deren Vermittlungen. Gefragt wird nach den Wechselbezügen zwischen normierenden Wissensordnungen, ihren konkreten handlungspraktischen Wirksamkeiten im sozialen Austausch von Menschen sowie den damit einhergehenden Selbst-Bezügen und Subjektivitätsformen. Der Workshop bietet eine grundlegende und einführende Diskussion zur sozialwissenschaftlichen (Diskurs- und) Dispositivforschung, die an konkreten methodisch-praktischen Fragen der Durchführung von Forschungsprojekten orientiert ist.

AG 3. New Materialism und Ethnographie

Leitung: Dr. Hanna Göbel (Universität Hamburg)

Ethnografische Forschungsstrategien in den Kultur- und Sozialwissenschaften sind klassischerweise an menschlichen TeilnehmerInnen orientiert. Was aber passiert, wenn nicht-menschliche Akteure sich als TeilnehmerInnen der Feldforschung behaupten und in den systematischen Blick der Beobachtung geraten? Der „New Materialism“ ist eine breite Bewegung in den Kultur- und Sozialwissenschaften, die für diese posthumane Hinwendung zu den sozialen, kulturellen und politischen Aktivitäten von nicht-menschlichen Akteuren in Ko-Existenz mit den menschlichen TeilnehmerInnen sensibilisiert. Die AG vermittelt Techniken dieser Form von posthumaner Sensibilisierung anhand der Analyse und Entwicklung von ethnografischen Forschungsstrategien in der gemeinsamen Arbeit am exemplarischen Material.

Location

Die Spring School findet im Pfleghofsaal der Universität Tübingen, in der Schulstraße 2, in der historischen Tübinger Altstadt statt.

Teilnahme und Anmeldung

Aktiv Teilnehmende bringen eigenes Textmaterial aus ihrem Forschungsvorhaben ein. Die Auswahl findet unter Berücksichtigung der spezifischen Lernziele der einzelnen AGs statt. Alle anderen Teilnehmenden sind automatisch "passiv".

Für eine aktive Teilnahme reichen Sie bitte neben dem Anmeldeformular eine ca. 1-seitige Projektskizze mit Angabe der Untersuchungsfrage, der Art des empirischen Zugangs und der Art der generierten Daten ein. Erfahrungsgemäß bringt eine aktive Teilnahme aufgrund der Arbeit am eigenen Material wertvolle Denkanstöße und ergiebige Auswertungen. "Work in Progress" bietet sich für die aktive Teilnahme besonders an. Im Fall der Annahme werden Sie in Absprache mit den DozentInnen gebeten, exemplarische Auszüge Ihres Datenmaterials für die Gruppenarbeit bereit zu stellen. BewerberInnen für aktive Teilnahme werden wir bis Mitte März 2019 informieren, ob ihr Projekt in einem Workshop diskutiert werden kann.

Die Übernachtungskosten für aktiv Teilnehmende übernimmt die Universität Tübingen.

Einreichfrist für Material ist der 22. Februar 2019 Bitte senden Sie ihre Unterlagen an:

qualitative-forschungspam prevention@ifsoz.uni-tuebingen.de

Indem passive Teilnehmende an fremdem Datenmaterial arbeiten, erhalten sie exemplarische Einblicke in spezifische Untersuchungsperspektiven und Analysestrategien und entwickeln Lösungsmöglichkeiten für die empirische Arbeit, die für das eigene Promotionsprojekt von Nutzen sind.

Anmeldung: Bis 18. März 2019 unter qualitative-forschungspam prevention@ifsoz.uni-tuebingen.de

 

Teilnahmegebühr (inklusive Tagesverpflegung):
50 € für Teilnehmende der Universität Tübingen
60 € für Teilnehmende anderer Universitäten

Die Veranstaltung ist eine Aktivität des Methodenzentrums der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen.

Tübinger Summer School 2018 "Schreiben in der Qualitativen Sozialforschung"

30./31. Juli 2018 in der Alten Aula der Universität Tübingen

Die Graduiertenakademie der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen lädt Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus Tübingen und anderen Universitäten herzlich zur 5. Summer School „Schreiben in der Qualitativen Forschung“ am 30./31. Juli 2018 ein. (Bitte laden Sie hier den Flyer zur School herunter)

Worum es geht

Wer eine empirische Qualifikationsarbeit schreibt, steht je nach Phase im Forschungsprozess vor ganz unterschiedlichen Fragen der Verschriftlichung: Wie formuliere ich meine Forschungsidee gegenüber Forschungsförderern? Wie schreibe ich "im Feld"? Welche Arten des Schreibens erfordert die Materialanalyse? Wie stelle ich die Ergebnisse in einem internationalen Kontext angemessen dar? Im Rahmen der Summer School und angeleitet durch erfahrene und international renommierte Praktiker und Praktikerinnen erproben, diskutieren und reflektieren die Teilnehmenden adäquate Verschriftlichungsformen für unterschiedliche Phasen ihres Forschungsprozesses. Es werden fünf parallele Workshops angeboten, und es gibt jeweils die Möglichkeit zur aktiven oder passiven Teilnahme in einer der Werkstätten. Wählen Sie bitte den Workshop, der Ihren aktuellen Schreibaufgaben am nächsten kommt.

Teilnehmen können Sie an den Workshops in aktiver Form, indem Sie Material aus der eigenen Forschung für die Gruppenarbeit einbringen, oder aber in passiver Form, indem Sie am exemplarisch bearbeiteten Material anderer Teilnehmender lernen.

Workshops:

AG 1: Anträge schreiben

Leitung: Prof. Dr. Monika Wohlrab-Sahr (Universität Leipzig)

Exposees und Forschungsanträge sind eine besondere Form der schriftlichen Darstellung: Sie müssen fachlich ausgewiesen sein, an vorhandenes anschließen, Forschungslücken identifizieren und innovativ sein. Sie müssen aber auch verständlich sein und ein nachvollziehbares, bewältigbares Arbeitsprogramm vorlegen. Wie kann es gelingen, Forschungsinteressen auf überzeugende Weise in das vorgeschriebene Format zu bringen?

AG 2: Ethnographisches Schreiben

Leitung: Dr. Larissa Schindler (Universtität Mainz)

Schreiben zählt zu den zentralen Herausforderungen ethnografischen Arbeitens. Gerade anfangs steht man oft vor grundlegenden Fragen: Wie lässt sich das Beobachtete schriftlich festhalten? Wie entwickelt sich ein soziologischer Text aus dem vielfältigen empirischen Material, das im Zuge eines Forschungsprozesses anfällt? Die Soziologin Larissa Schindler zeigt, wie man aus ersten Feldnotizen nach und nach wissenschaftliche Texte entwickelt.

AG 3: Schreiben in der sozialwissenschaftlichen Hermeneutik

Leitung: Prof. Dr. Peter Stegmaier (Universität Twente)

Das Deuten von Daten ist eine Kernkompetenz empirischer Sozialforschung. Im Gegensatz zum alltäglichen Verstehen muss für die sozialwissenschaftliche Auslegungspraxis gelten, dass sich der Prozess der Interpretation systematisch und methodisch kontrolliert vollzieht. In den Ansätzen sozialwissenschaftlicher Hermeneutik werden unterschiedliche Akzente gesetzt, was Gegenstand und Blickwinkel, theoretische Fundierung und Einbettung in den Gesamtforschungsprozess angeht. Wir werden an Hand von Beispielen verschiedener Vertreter_innen der sozialwissenschaftlichen Hermeneutik Kriterien dafür erarbeiten und vergleichen, worauf es beim Schreiben über die Ergebnisse der Deutungsarbeit ankommt. Mit diesen werden wir ausgewählte Projekte der Teilnehmenden diskutieren. Es wird gezeigt werden, wie man Zug um Zug Texte entwickelt, die erarbeitete Deutungen einem wissenschaftlichen Publikum darstellen.

AG 4: Schreiben in Grounded Theory und Situationsanalyse

Leitung: Jun.-Prof. Dr. Ursula Offenberger (Universität Tübingen)

Die Grounded Theory (GT) ist weltweit eines der am weitesten verbreiteten Verfahren qualitativer Sozialforschung, deren Kernelemente (theoretisches Sampling, Methode des ständigen Vergleichs,
Memoschreiben, Kodieren) in vielen Verfahren qualitativer Sozialforschung zur Anwendung kommen. Schreibprozesse spielen in allen Phasen des Forschungsprozesses eine zentrale Rolle. Im Workshop werden Entstehungs- und Verbreitungskontext der GT diskutiert, sowie aktuelle Debatten zur Weiterentwicklung
und Neuausrichtung, insbesondere der Situationsanalyse und den damit verbundenen Vorschlägen zu mapping und entsprechenden Schreibtechniken. In den Workshop kann Textmaterial aus allen Schreibstadien von GT und Situationsanalysen eingebracht werden.

AG 5: Publishing Qualitative Research

Leitung: Dr. Carrie Friese (Universität London)

Publishing is increasingly an international business. However, it can be a challenge to deal with qualitative data in your own language, when it comes to a journal article in English. And how can we get the message across, when presenting our qualitative analysis is limited to a 20-page format? In a session held in Englisch Dr. Carrie Friese, London School of Economics and Political Sciences, will make you fit to tackle these problems.

Workshopablauf

Montag, 30.07.2018

12.00 – 13.00 Uhr Anmeldung und Begrüßungskaffee

13.00 – 13.15 Uhr Begrüßung durch die Workshop-OrganisatorInnen

13.15 – 14.00 Uhr Eröffnungsvortrag: Prof. Dr. Karin Amos (Uni Tübingen)

14.15 – 18.00 Uhr Sitzung der Arbeitsgruppen 1-5:

Kurzvorstellung der Dissertationsprojekte, Input und Diskussion zum Verhältnis von qualitativer Forschung und Schreibprozessen, Arbeit am exemplarischen Textmaterial, praktische Übungen

ab 19.00 Uhr Gemeinsames Abendessen (voraussichtlich) im Gasthaus Neckarmüller in Tübingen

(separate Anmeldung; auf eigene Kosten)

Dienstag, 31.07.2017

09.00 – 11.00 Uhr Sitzung der Arbeitsgruppen 1-5: Fortsetzung der Text- und Schreibarbeit

11.00 – 11.30 Uhr Kaffeepause

11.30 – 13.00 Uhr Sitzung der Arbeitsgruppen 1-5

13.00 – 14.00 Uhr Mittagspause

14.00 – 16.00 Uhr Sitzung der Arbeitsgruppen 1-5

16.00 – 16.30 Uhr Kaffeepause

16.30 – 18.00 Uhr Abschlussplenum

Location

Die Summer School findet in der Alten Aula der Universität Tübingen statt, dem ältesten Gebäude der 1477 gegründeten Universität. Vor wenigen Jahren kernsaniert und restauriert, ist die Alte Aula mit ihrer attraktiven Lage gleich neben der historischen Stiftskirche mitten in der Tübinger Altstadt ein hervorragender Ort für konzentriertes gemeinsames Arbeiten in angenehmem Ambiente. Informationen zur Anfahrt erhalten Sie hier.

Teilnahme und Anmeldung

Aktiv Teilnehmende bringen eigenes Textmaterial aus ihrem Forschungsvorhaben ein. Die Auswahl findet unter Berücksichtigung der spezifischen Lernziele der einzelnen AGs statt. Für eine aktive Teilnahme reichen Sie bitte folgende Unterlagen ein: das Anmeldeformular zur Veranstaltung, sowie: Thema, Fragestellung, (geplantes) empirisches Vorgehen Ihres Projektes (max. 500 Wörter) und 2-4 kurze Fragen an die/den DozentIn des Workshops. Im Fall der Annahme werden Sie in Absprache mit den DozentInnen gebeten, exemplarische Auszüge Ihres Datenmaterials für die Gruppenarbeit bereit zu stellen.

Material je nach AG:

AG 1: Dissertationsexposee/Forschungsantrag (ggf. auch Entwürfe oder Skizzen)

AG 2: Beispiele für eigenes analytisches Schreiben inkl. dazugehöriger empirischer Materialauszüge

AG 3: Beispiele für eigenes analytisches Schreiben inkl. dazugehöriger empirischer Materialauszüge

AG 4: Eigene Texte aus der ethnographischen Arbeit

AG 5: Skizzen oder Entwürfe für Fachaufsätze

Einreichfrist ist der 15. Juni 2018
Bitte senden Sie die Unterlagen an:
qualitative-forschung@ifsoz.uni-tuebingen.de

BewerberInnen für aktive Teilnahme werden wir bis Ende Juni 2017 informieren, ob ihr Projekt in einem Workshop diskutiert werden kann.

Übernachtungskosten für aktiv Teilnehmende übernimmt die Universität Tübingen.

Indem passive Teilnehmende an fremden Texten arbeiten, erhalten sie exemplarische Einblicke in spezifische Schreibstrategien und Textformate und entwickeln gemeinsam Lösungsmöglichkeiten für das Verfassen eigener Analyse- und Präsentationstexte, die für das eigene Promotionsprojekt von Nutzen sind.

Anmeldefrist ist der 2. Juli 2018

Bitte nutzen Sie zur Anmeldung dieses Formular, das Sie uns bitte als WORD-Dokument ausgefüllt zurück mailen.

Teilnahmegebühr (inklusive Tagesverpflegung):

50 € für Teilnehmende der Universität Tübingen

60 € für Teilnehmende anderer Universitäten

30€ für Erwerbslose und (in AG4) Master-Studierende der Universität
Tübingen

Organisation: Jörg Strübing, Barbara Stauber, Ursula Offenberger, Anno Dederichs, Teresa Höfgen und Mona Bierenstiel

Diese Veranstaltung wird durch das Zukunftskonzept der Universität Tübingen (Deutsche Forschungsgemeinschaft, ZUK 63) gefördert.