Frühsport - Fit in den Tag
Das Projekt „Frühsport – Fit in den Tag“ verfolgt das Ziel, Bewegung als festen Bestandteil des schulischen Alltags in Grundschulen zu verankern. Das Projekt wurde von der Stiftung Sport in der Schule Baden-Württemberg, dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport sowie der Außenstelle Ludwigsburg des Zentrums für Schulentwicklung und Lehrerbildung (ZSL) initiiert. Der Arbeitsbereich Bildungs- und Gesundheitsforschung des Instituts für Sportwissenschaft übernimmt die wissenschaftliche Beratung und Evaluation während der Pilotphase des Projekts.
Kern des Konzepts ist eine ca. 15-minütige Sport- und Bewegungseinheit zu Beginn des Schultages, die an Grundschulen in den Klassenstufen 1 bis 4 umgesetzt wird. Die Einheiten werden direkt im Klassenverband durchgeführt und lassen sich direkt in den Unterrichtsalltag integrieren. Den Lehrkräften steht hierfür eine praxisnahe, selbsterklärende Materialsammlung zur Verfügung, die von der Außenstelle Ludwigsburg des Zentrums für Schulentwicklung und Lehrerbildung (ZSL) entwickelt wurde.
Das Konzept basiert auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu den Effekten von Sport und Bewegung auf psychische Gesundheit, Wohlbefinden, kognitive Leistungsfähigkeit und schulisches Lernen. Ziel ist es, durch tägliche Bewegungseinheiten positive Effekte auf das psychophysische Befinden der Schülerinnen und Schüler (u. a. Wachheit, Aktiviertheit sowie Abbau von Anspannung und Stress) sowie auf deren Lernbereitschaft, Lernverhalten und das Klassenklima zu ermöglichen. Darüber hinaus sollen die Bewegungseinheiten einen Beitrag zur Erreichung der empfohlenen täglichen Bewegungszeiten von Kindern leisten und unterstützen damit die körperliche und psychische Gesundheit.
In einer ersten Projektphase im Schuljahr 2025/26 wird das Konzept an 30 Pilotschulen erprobt. Begleitend erfolgt die wissenschaftliche Evaluation, die insbesondere die Umsetzbarkeit, Akzeptanz und wahrgenommene Wirksamkeit des Programms aus Sicht von Schulleitungen, Lehrkräften, Elternvertretungen und Schülerinnen und Schülern untersucht. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, das Konzept perspektivisch auf weitere Grundschulen in Baden-Württemberg zu übertragen.