Institut für Sportwissenschaft

Gesundheitsbildung im Sportunterricht im Kontext digitaler Transformation

Gesundheitsbildung gilt als ein relevantes Ziel eines mehrperspektivischen, kompetenzorientierten Sportunterrichts und ist in vielen Bildungsplänen schon seit Langem curricular verankert. Im Zuge digitaler Transformationsprozesse verändert sich der Bereich Gesundheit und Fitness innerhalb der sport- und bewegungsbezogenen außerschulischen Lebenswelt Heranwachsender derzeit jedoch stark. Die Digitalisierung birgt dabei sowohl Potentiale (z.B. Erhöhung körperlicher Aktivität durch Fitness-Apps) als auch Risiken (zunehmende Orientierung an fragwürdigen Körperidealen auf Social Media) für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, die in Konzepten der Gesundheitsbildung im Sportunterricht bislang noch nicht systematisch berücksichtigt wurden. Um Schüler*innen zu befähigen, mit diesen exemplarisch aufgezeigten Ambivalenzen umzugehen und in der Folge ein gesundes und aktives Leben im Kontext digitaler Transformation führen zu können, gilt es, diese Entwicklungen für das Schulfach Sport didaktisch fruchtbar zu machen. Ziel des Projektes ist es, eine theoretisch und empirisch fundierte Konzeption zur Gesundheitsbildung zu Zeiten von Digitalisierung für den Sportunterricht zu entwickeln und hinsichtlich ihrer Umsetzung und Wirksamkeit zu evaluieren.

Zunächst wird über ein Scoping Review der aktuelle Forschungsstand darüber erarbeitet, welche Konsequenzen der digitalen Transformation für die Gesundheitsbildung im Sportunterricht thematisiert werden. Ausgehend vom Forschungsstand werden in einer Phase der kooperativen Planung gemeinsam mit Lehrkräften, Schüler*innen und ggf. weiteren relevanten Akteur*innen verschiedene Unterrichtsbausteine konzipiert und in ihrer Erprobung wissenschaftlich begleitet. Anschließend wird eine Evaluation der Implementation und Wirksamkeit vollzogen.