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11.01.2021

Universität Tübingen verleiht Lehrpreis für innovativen Webcomic

Masterseminar erzählt Geschichte der Sozialwissenschaft in Comicform

Der Lehrpreis der Universität Tübingen für das Jahr 2020 geht an Juniorprofessorin Ursula Offenberger (Schwerpunkt Lehre, Methodenzentrum der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften) sowie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars „Chicagoer Pragmatismus in Theorie und Praxis: Ursprünge empirischer Sozialforschung in den USA“ am Institut für Erziehungswissenschaften. Das Team wird für die Entwicklung eines Webcomics ausgezeichnet, in dem die Geschichte der Sozialwissenschaften erzählt wird. Der Comic kann auch künftig in Seminaren eingesetzt werden.

Die öffentliche Verleihung des Lehrpreises musste im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie ausgesetzt werden. Seit 2007 wird der Lehrpreis jährlich für besonders nachhaltige Lehrleistungen und Engagement für Studierende vergeben. Das Auswahlverfahren findet durch die Senatskommission Studium und Lehre statt.

Informationen zum Lehrpreis:

In dem Masterseminar entwickelten Ursula Offenberger und ihre Studierenden gemeinsam das Konzept für einen Webcomic. Dieser erzählt die Geschichte von den Anfängen der empirischen Sozialforschung in den USA. Im Mittelpunkt steht dabei eine Form von Sozialforschung, in der Sozialwissenschaft, Politik und praktische Sozialarbeit noch nicht getrennt waren, sondern eine Einheit bildeten. Außerdem geht es um wegweisende Beiträge von Frauen zur Geschichte der Sozialwissenschaft – eine Perspektive, die sich in den gängigen Klassikerkanones häufig nicht widerspiegelt.

Der Webcomic wurde mit Unterstützung einer Illustratorin fertiggestellt und wird seit Dezember 2020 in Etappen veröffentlicht. Ziel des Projekts ist dabei einerseits Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmern zu ermöglichen, mit kreativen Schreibtechniken zu experimentieren. Andererseits soll das Produkt bei anderen Studierenden das Interesse für die Geschichte der Sozialwissenschaften wecken. Die Comicszenen werden mit Hyperlinks zu vielfältigen Quellen angereichert, zum Beispiel mit Originaltexten, Bildern und Videos. Dies soll eine multimediale Annäherung an die Geschichte ermöglichen. Das innovative Projekt zeichnet sich durch die Wahl eines für Wissenschaftskommunikation und Lehre gleichermaßen ungewöhnlichen Mediums aus.

Das Projektteam setzt sich zusammen aus Leah Stange, Karina Wasitschek, und Sofia Kohler (studentische Ko-Leitung), Maike Gerstenkorn (Illustration), sowie Annika Nagat und Kevin Körner (Webdesign)

Das gesamte Projekt lässt sich erkunden unter:
https://digital-humanities.uni-tuebingen.de/webcomics/pragmatism-reloaded/
sowie bei Instagram: https://www.instagram.com/pragmatism_reloaded/

Kontakt: 

Ursula Offenberger
Universität Tübingen
Fachbereich Sozialwissenschaften
Methodenzentrum 
 +49 7071 29- 77513
ursula.offenberger@uni-tuebingen.de

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