Zentrum für Islamische Theologie

Aktuelles

17.06.2015

Tag der offenen Tür am ZITh

Das Zentrum für Islamische Theologie öffnete seine Türen für alle Interessierten

Die Eröffnungsveranstaltung im Festsaal der Neuen Aula. Foto: ZITH/Parmak

Von Yasemin Dülgar

Das Zentrum für Islamische Theologie lud am 05. Juni 2015 unter dem Motto „Islam und Bildung in der Universität Tübingen“ zum Tag der offenen Tür ein. Ziel der Veranstaltung war es, der Öffentlichkeit einen Einblick in die vielfältigen Aktivitäten, die Lehrangebote und Schwerpunkte des ZITh in Lehre und Forschung zu ermöglichen.


Im Festsaal der Eberhard Karls Universität Tübingen begrüßte der Zentrumsleiter Herr Jun. - Prof. Erdal Toprakyaran die rund 150 Gäste. Er bedankte sich bei der Universität Tübingen, der Politik und den muslimischen Verbänden, ohne deren Unterstützung das Zentrum für Islamische Theologie in Tübingen vor fast vier Jahren nicht hätte gegründet werden können. Auch verwies Toprakyaran auf die stetig ansteigende Anzahl an Mitarbeiter/innen und Studierenden in den Studiengängen Bachelor, Master und Lehramt am Zentrum für Islamische Theologie. Herr Prof. Bernd Engler, Rektor der Universität Tübingen, freute sich ebenfalls über die Gründung und die erfolgreiche Etablierung des ersten Zentrums für Islamische Theologie in Deutschland. Herr Engler kündigte außerdem an, dass das ZITh bereits in wenigen Jahren in ein größeres Gebäude in unmittelbarer Nähe zu den beiden anderen theologischen Fakultäten umziehen werde und damit in Tübingen ein theologischer Campus entstehen werde. Durch die räumliche Nähe solle so der interreligiöse Dialog und der Austausch zwischen christlichen und islamischen Theologen praktisch ausgelebt und gefördert werden.


Herr Erdinc Altuntaş, Vorsitzender des DITIB Landesverbandes BW, verwies in seiner Rede auf die bekannte Aussage des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff, dass der Islam zu Deutschland gehöre und würdigte in diesem Zusammenhang die Etablierung der islamischen Theologie in Deutschland. Herr Altuntaş war ebenfalls erfreut über die gute Zusammenarbeit zwischen den muslimischen Verbänden und der Politik während der Gründung des ZITh. Herr Ali Ipek, DITIB-Landesbeauftragter für interreligiöse und interkulturelle Zusammenarbeit, erläuterte in diesem Zusammenhang die Funktion und Struktur des islamischen Beirats. Er betonte, dass der Beirat stets für Fragen und Belange der Öffentlichkeit, aber auch der Studierenden ansprechbar sei und wies auf den Erfolg des Tübinger Beiratsmodells hin. Anschließend hielt Herr Prof. Stefan Schreiner, der als Mitglied des Wissenschaftsrats maßgeblich an der Entstehung des ZITh beteiligt war, die Festrede zum Thema „Islamische Theologie und die Chancen ihrer Akademisierung“. Herr Schreiner erörterte in seinem Vortrag die wissenschaftspolitische und die gesellschaftliche Notwendigkeit der Etablierung der islamischen Theologie an deutschen Universitäten. Die Eröffnung wurde durch eine Konzerteinlage mit türkischer Sufi-Musik des Ensembles „Hos Neva“ beendet, die großen Beifall fand.


Nach der Begrüßung kamen die Besucher/innen im Foyer der Neuen Aula mit den Dozenten und den Studierenden des ZITh persönlich ins Gespräch. Anhand von Ständen und Ausstellungen über Lehre und Forschung, informierten sich die Gäste über die verschiedenen Studiengänge, die Lehrstühle, aktuelle Forschungsprojekte und die Publikationen der Mitarbeiter/innen des ZITh. Auch die Koranhandschrift, die auf das 7. Jhd. datiert wird, konnte zu dieser Gelegenheit besichtigt werden und fand einen regen Andrang. Studieninteressierte informierten sich während der Informationsveranstaltungen im Gebäude des ZITh über die verschiedenen Studiengänge, das Auslandssemester und das Praxismodul.


Für das ZITh war der „Tag der offenen Tür“ eine gelungene Gelegenheit, die Arbeit des Zentrums im Gespräch und Austausch mit der Öffentlichkeit zu thematisieren. Die vielen Gäste aus den anderen theologischen und geisteswissenschaftlichen Fakultäten, dem Bildungswesen, der interessierten Öffentlichkeit und der Presse zeigten durch ihr zahlreiches Erscheinen, dass ein großes gesellschaftliches Interesse am Zentrum für Islamische Theologie in Tübingen besteht.

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