Exzellenzcluster – Kontrolle von Mikroorganismen zur Bekämpfung von Infektionen

Petras Lab

Dank moderner Massenspektrometrie Methoden, sind wir in der Lage eine Vielzahl von Metaboliten in komplexen Systemen zu identifizieren. Während uns dies ermöglicht Tausende von Verbindungen zu katalogisieren, haben wir derzeit nur wenig Erkenntnis über deren ökologische Relevanz.

Die multidisziplinäre Expertise in Naturstoffforschung, Massenspektrometrie-basierter Metabolomik und Proteomik sowie chemischer Biologie soll es dem Functional Metabolomics Lab, geleitet von Daniel Petras, ermöglichen systematisch den Einfluss kleiner Moleküle auf komplexe mikrobielle Gemeinschaften zu bestimmen und so neue bioaktive Substanzen zu identifizieren.

Mit Hilfe von nativer Massenspektrometrie, Sequenzierung und laborbasierten Mikrobiom-Modellsystemen untersuchen Daniel Petras und sein Team die molekulare Funktion von Naturstoffen innerhalb mikrobieller Gemeinschaften und der Interaktion dieser Verbände mit ihren Wirten.


Dr. Daniel Petras

Daniel Petras erhielt 2012 sein Diplom in Biotechnologie von der Hochschule Darmstadt, nachdem er seine Diplomarbeit über die proteomische Analyse von Schlangengiften in den Gruppen von Stefan Hüttenhain an der Hochschule Darmstadt und Juan Calvete am CSIC IBV in Valencia abgeschlossen hatte.

Für seine Doktorarbeit arbeitete Daniel von 2012 bis 2016 im Labor von Roderich Suessmuth an der Technischen Universität Berlin an der Suche, Strukturaufklärung und Biosynthese von peptidischen Toxinen, einschließlich Albicidinen, einer Gruppe potenter antimikrobieller nicht-ribosomaler Peptide von Zuckerrohrpathogenen.

Von 2016 bis 2021 arbeitete Daniel als Postdoc in den Gruppen von Pieter Dorrestein, Lihini Aluwihare und Kim Prather an der University of California in San Diego, wo er sich auf hochdurchsatz Metabolomik mariner mikrobieller Gemeinschaften und den Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und Mikroben konzentrierte.

Im Jahr 2021 startete Daniel das Functional Metabolomics Lab im Exzellenzcluster CMFI der Universität Tübingen als unabhängige Nachwuchsgruppe. Die Arbeit seines Labors konzentriert sich auf die Entwicklung und Anwendung von Massenspektrometrie und Sequenzier-basierten Methoden zur Visualisierung und funktionellen Analyse der chemischen Interaktion innerhalb mikrobieller Gemeinschaft in Umwelt-, Wirts- und synthetischen Modellsystemen.