Recht der Künstlichen Intelligenz

Prof. Dr. Michèle Finck

Michèle Finck ist Professorin für "Recht der Künstlichen Intelligenz" an der Universität Tübingen. Ihr Lehrstuhl wird von der Carl-Zeiss-Stiftung unterstützt und sie erhält zusätzliche Unterstützung durch unseren Cluster. Darüber hinaus ist Prof. Finck Affiliated Fellow am Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb, am Centre for Blockchain Technologies am University College London und Gastprofessorin an der LUISS University.

 

Professor Finck's Forschung konzentriert sich auf die Wechselwirkungen zwischen Recht und künstlicher Intelligenz, mit besonderen Schwerpunkt auf Daten(schutz)recht und Data Governance. Sie analysiert das wachsende Puzzle des europäischen Datenrechts, insbesondere im Hinblick auf die Interaktion zwischen der Allgemeinen Datenschutzverordnung und anderen Komponenten des EU-Datenrechts, mit dem neu vorgeschlagenen Gesetz zu künstlicher Intelligenz, dem Data Governance Act, dem Digital Markets Act, dem Digital Services Act und dem Data Act.

Professor Finck arbeitet darüber hinaus an Forschungsprojekten zu vernetztem maschinellem Lernen und anderen datenschutzfreundlichen Technologien wie Zero-Knowledge-Proofs (auch im Zusammenhang mit Blockchains) und hat ein großes Interesse an der Regulierung von Datenaustauschdiensten. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ihres Lehrstuhls ist die Nutzung von Daten und KI als Teil der Strategien zur Eindämmung des Klimawandels und zur Anpassung daran.


| Data as a Security Asset |

Cluster finanziertes Forschungsprojekt

  •  Projektmitarbeiterin: Yuliya Miadzvetskaya (Doktorandin, seit Januar 2022)

Da die Verfügbarkeit von Daten die Grundlage für die Entwicklung von maschinellen Lernsystemen ist, die in wichtigen Wirtschaftssektoren eingesetzt werden, werden Daten (personenbezogene und nicht personenbezogene) zu einem wichtigen Element der nationalen Sicherheit. In diesem Forschungsprojekt untersuchen wir, in welcher Form und unter welchen Bedingungen die Europäische Union (EU) Daten als Sicherheitsgut reguliert, indem sie weiche und harte Anforderungen an die Datenlokalisierung stellt, internationale Datenströme und den Zugang zu Daten durch ausländische Behörden einschränkt. Diese Frage ist von entscheidender Bedeutung für die Erklärung des Missverhältnisses zwischen den von der EU verfolgten Zielen der Förderung des freien grenzüberschreitenden Datenverkehrs und der Verfolgung nationaler, interner und externer EU-Sicherheitsziele, die es erforderlich machen, die Daten der EU auf EU-Gebiet zu belassen.


| Recht und Datenwirtschaft |

Cluster finanziertes Forschungsprojekt

  •  Projektmitarbeiter: Dr. Gabriele Carovano (Postgraduierter Forscher seit Februar 2022)

Dr. Gabriele Carovano ist Postdoctoral Research Fellow im Bereich KI-Recht an der Universität Tübingen und Academic Fellow beim World Economic Forum.

Dr. Carovanos Forschung konzentriert sich auf die Interaktionen zwischen Recht, Blockchain-Technologien und künstlicher Intelligenz mit einem besonderen Schwerpunkt auf Datenrecht, Data Governance und deren kompetitive Auswirkungen.  Unter anderem erforscht er die Rolle des Wettbewerbsrechts bei der Bekämpfung von KI-Bias sowie die Auswirkungen des Artificial Intelligence Act auf Wettbewerb und Datenschutz, des Data Governance Act, des Digital Markets Act, des Digital Services Act und des Data Act.

Gleichzeitig führt Dr. Carovano ein Forschungsprojekt durch, das darauf ausgerichtet ist, die internationale Zusammenarbeit bei Verfahren zur Durchsetzung des Wettbewerbsrechts durch die Nutzung von künstlicher Intelligenz und Blockchain-Technologien zu verbessern.

Weitere Informationen

Weitere Informationen gibt es auf Michèle Finck's Webseite und am Lehrstuhl für Recht der Künstlichen Intelligenz.


Kontakt


Prof. Dr. Michèle Finck
Recht der Künstlichen Intelligenz

Universität Tübingen
Geschwister-Scholl-Platz
72074 Tübingen
michele.finckspam prevention@uni-tuebingen.de

Sekretariat:
Friederike Gruber
friederike.gruberspam prevention@uni-tuebingen.de