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17.04.2019

Drittmittelerfolg

Projekt um MINT-Workshops für Kinder mit Migrationshintergrund wird gefördert

Seit letzten Oktober kooperieren das Hector-Institut und das LEAD Graduate School & Research Network mit Native Scientist, einer gemeinnützigen Organisation zur Förderung der kulturellen Vielfalt in Wissenschaft, Bildung und Gesellschaft.

Nun hat das Wissenschaftlerteam erfolgreich Drittmittel aus den Exploration Funds der Universität Tübingen eingeworben, die innovative und interdisziplinäre Forschungsprojekte unterstützen

Mit den Geldern wird ein Projekt unterstützt, in dem die Forscherinnen und Forscher untersuchen, wie sich die Native Scientist Workshops auf die Einstellung der Schülerinnen und Schüler zu Naturwissenschaften und ihrer Herkunftssprache sowie auf die Motivation und Wahrnehmung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihrer eigenen Arbeit auswirken. Am Projekt beteiligt sind über 200 Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund im Alter von 6 bis 14 Jahren sowie 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die an Workshops vorrangig in Deutschland und Großbritannien teilnehmen. Der Schwerpunkt liegt zunächst auf Portugiesisch als Herkunftssprache, mit der Möglichkeit, dies auf spanische, deutsche, französische und italienische Kinder auszuweiten.
 
Professor Patrick Rebuschat, Distinguished International Professor bei LEAD, der am Projekts mitarbeitet und den Antrag beim Exploration Fund leitete, fügte hinzu: "Dies ist eine ideale Gelegenheit für eine erste systematische Studie zur Wirkung der Native Scientist Workshops. Wir können diese Daten nutzen, um die Qualität der Workshops weiter zu verbessern und künftige größer angelegte Studien vorzubereiten."
 
Professor Ulrich Trautwein, Direktor des Hector-Instituts und von LEAD, und Dr. Julia Schiefer, die an dem Projekt beteiligt sind, kommentierten dies: "Die Förderung ist ein guter Ausgangspunkt, um die Bewertung dieses Wissenschaftskonzepts samt Sprachworkshops einen Schritt voran zu bringen."

Joana Moscoso und Tatiana Correia, Gründerinnen und Direktorinnen von Native Scientist: "Die Messung und Verfolgung der Auswirkungen unserer Arbeit steht seit dem ersten Tag im Vordergrund, und wir freuen uns, dass wir dies in Zusammenarbeit mit führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Tübingen tun können. Wir sind der Universität Tübingen sehr dankbar für ihre Offenheit bei der Umsetzung dieses Projekts."

Die Mission von Native Scientist ist es, Schülerinnen und Schüler ethnischer Minderheiten für eine Hochschulausbildung und Karriere im MINT-Bereich zu begeistern und internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei zu unterstützen, die Wirkung ihrer Forschung zu steigern, sowie eine Gemeinschaft von Fürsprechern für Vielfalt und Gleichberechtigung in Bildung und Wissenschaft aufzubauen. Das 2013 gestartete Projekt erreicht jährlich über 1.200 Schülerinnen und Schüler und verfügt über ein Netzwerk von über 1.000 internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Bei Fragen zu Native Scientist wenden Sie sich gerne an Joana Moscoso (joana.moscosospam prevention@nativescientist.com).

Auf dem Foto von links nach rechts: Prof. Patrick Rebuschat, LEAD/Native Scientist R&D Advisor; Prof. Jessika Golle, LEAD/Hector-Institut , Universität Tübingen; Dr. Joana Moscoso, Mitbegründerin und Direktorin von Native Scientist; Dr. Julia Schiefer, LEAD/Hector-Institut, Universität Tübingen; Prof. Ulrich Trautwein, Direktor des Hector-Instituts und des LEAD Graduate School & Research Network, Universität Tübingen.

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