Uni-Tübingen

Aktuelles

Vortragsankündigung

im Rahmen der ResourceCulture Dialogues

Dr. Lukas Werther spricht zu dem Thema:

Der mittelalterliche Mensch und die Ressource Wasser:
archäologische und historische Schlaglichter

Wann: 19. Dezember 2019, 16:00 c.t.

Wo: Gartenstr. 29, R. 314


Vortragsankündigung

Der SFB 1070, das IANES und das Biblisch-Archäologische Institut laden zum Vortrag ein.

Prof. Dr. Dominik Bonatz redet zum Thema:

Kunst und Ästhetik im Neuassyrischen Reich : Die Königsstatuen

Wann: 11.12.2019, 18:00 c.t.

Wo: Raum 136, IANES, Schloss Hohentübingen


Internationale Konferenz

RESOURCECULTURES

Reflections and New Perspectives

 

Wann: February 12th - 14th 2020

Ort: Tübingen, Alte Aula

Mehr Informationen finden Sie hier


Nachbericht zur Konferenz "European Islands - Between Isolated and Interconnected Life Worlds. Interdisciplinary Long-Term Perspectives"

Am 15. und 16. November 2019 kamen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt auf Schloss Hohentübingen zur Konferenz „European Islands - Between Isolated and Interconnected Life Worlds. Interdisciplinary Long-Term Perspectives“ zusammen. 

Inseln machen nur etwa 2% der Erdoberfläche aus und doch brachte das Aufkommen der Seefahrt diese anscheinend marginalen Gebiete mit unzähligen Handelspartnern und ihren jeweiligen Sprachen, Religionen, Informationsnetzen und Gütern in Kontakt und machte Sie zu kulturellen Kraftzentren. Die Verbindung mit dem Meer bedeutete manchmal Gefahr, bspw. durch Angriffe von Eroberern, Piraten oder Seeleuten mit ansteckenden Krankheiten und manchmal komplette Isolation, wodurch es wiederum keine Unterstützung von Verbündeten gab, wenn Rohstoffe benötigt oder Siedlungen nach Stürmen wieder aufgebaut werden mussten. Die Insellage führte zuweilen zu innovativen Lösungen und unterschiedlichen kulturellen Gepflogenheiten, die auf dem Festland nicht zu finden waren.
Die zentrale Frage dieser Konferenz war, wie Inseln in den Gewässern Europas von früheren Gesellschaften genutzt und verstanden wurden, wobei auch der postkoloniale Begriff „European Islands“ kritisch hinterfragt wurde. Vorgestellt wurden dabei die kulturellen Praktiken, sozialen Normen und Lösungen der Inselbewohner für die vielen Möglichkeiten und Herausforderungen, denen sie sich von 3000 v. Chr. bis 1800 n. Chr. gegenübersahen. Inselspezifische Faktoren wurden untersucht, um das fragile Gleichgewicht des Insellebens zwischen Knappheit und Überschuss, zwischen lokalen Gepflogenheiten und globalen Verträgen, zwischen Abhängigkeit und Unabhängigkeit, zwischen Sicherheit und Unsicherheit, zwischen Kontrolle und Macht sowie zwischen physischem, politischem oder privatem Leben besser zu verstehen. 

Durch die zunehmende digitale Vernetzung, die rasant gestiegene Mobilität von Menschen und Gütern und durch die dramatischen klimatischen Veränderungen erscheint uns unsere Erde mehr und mehr wie eine Insel. Viele der Fragestellungen der Konferenz können daher Antworten auf heutige Probleme liefern.


The workshop Beyond Subsistence: Human-Nature Interactions organized by the AG Animal, Plants and Substances was celebrated during the 17th and 18th of November in Tübingen. More than 40 international scholars from different backgrounds and universities attended this event. The objective of this workshop was to discuss and to re-define the term "Subsistence" from a multidisciplinary perspective with a wide temporal and spatial scale. The event was a great success due to the leading of discussion to exchange different ideas and perspectives from the Archaeology and the Anthropology.


Zurück in Tübingen: Vier Wochen lang war das Teilprojekt B02 zusammen mit Studierenden der Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie in einem Waldstück nahe Leutkirch im Allgäu tätig. Untersucht wurden dieses Mal zwei Grabhügel aus der Bronze- oder Eisenzeit (2./1. Jahrtausend v. u. Z.). Die Analyse von Probenmaterial soll weitere Details über das Alter der Totenmonumente liefern.


Die zwei neuesten Bände der Reihe RessourcenKulturen sind erschienen

In der Buchreihe RessourcenKulturen erschienen zwei neue Bände: „Klöster und ihre Ressourcen. Räume und Reformen monastischer Gemeinschaften im Mittelalter.“ von Marco Krätschmer, Katja Thode und Christina Vossler-Wolf und „Bronzezeitlicher Transport. Akteure, Mittel und Wege.“ von Bianka Nessel, Daniel Neumann und Martin Bartelheim.

In „Klöster und ihre Ressourcen“ wird die Nutzung von Wasser, Holz und Stein, aber auch der Einsatz immaterieller Ressourcen wie Spiritualität, Bildung und Beziehungen im monastischen Kontext untersucht. Archäologen, Historiker und Kunsthistoriker untersuchen hier die Nutzung von Räumen, die Umsetzung von Reformen, aber die ökonomischen Zwecke der geistlichen Zentren im Spannungsverhältnis zwischen Kloster und Außenwelt.

Den Überlandverkehr in prähistorischer Zeit beleuchtet „Bronzezeitlicher Transport“. Weiträumige Kontaktnetzwerke sorgen für die Verbreitung von Wissen, Gütern und kulturellen Werten. Der Tagungsband zeigt, wie man sich die bronzezeitliche Infrastruktur in unterschiedlichen Regionen vorstellen kann und inwiefern Verkehrswege und Austausch eine Ressource bilden.

Die Bände der Reihe RessourcenKulturen spiegeln die Fachbreite und interdisziplinäre Kooperation des SFB wider, die aus Archäologien, Empirischer Kulturwissenschaft, Ethnologie, Geographie, Geschichtswissenschaften und Historischen Philologien besteht.

Um eine möglichst weite Verbreitung der Ergebnisse des SFB zu gewährleisten, sind die Bände nicht nur in gedruckter Form, sondern auch als OpenAccess-Download verfügbar.

 


Die Öffentlichkeitsarbeit des SFB 1070 RessourcenKulturen ist beispielhaft!

Anlässlich des 50. Jubiläums der „Sonderforschungsbereiche" veröffentlichte die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG ein Dossier darüber im DFG-Magazin. Aus deutschlandweit 260 Sonderforschungsbereichen wurden sieben ausgewählt, deren erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit als beispielhaft angesehen wird, darunter auch unser SFB 1070 RessourcenKulturen. Das erfüllt uns mit Stolz und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Unter den Veranstaltungen, die die DFG als Beispiel für eine erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit nannte, waren die Ausstellung „Fluch und Segen von Ressourcen - Forschung, Fakten und Klischees“, die von Oktober 2015 bis Januar 2016 im Museum der Universität im Schloss Hohentübingen stattfand, die Kinder-Uni Tübingen, in deren Rahmen die Teilnehmer bronzezeitliche Ressourcen spielerisch entdeckten und die letztjährigen Projekttage an Tübinger Schulen. Unter dem Titel „Die Welt ist unser Feld“ gaben Ethnologen des SFB 1070 interaktiv Einblicke in ihre Arbeit. Der SFB 1070 RessourcenKulturen wird neben sechs anderen Sonderforschungsbereichen an der Universität Tübingen seit 2013 von der DFG gefördert und befindet sich somit bereits in der zweiten von bis zu drei Förderperioden. In 21 Teilprojekten arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Gebieten der Archäologie, Philologie, den Geschichtswissenschaften, Empirischen Kulturwissenschaften und der Ethnologie gemeinsam an der Neukonzeptualisierung eines Ressourcenbegriffs. Die DFG unterstützt den SFB 1070 RessourcenKulturen dabei mit Personalmitteln, Investitionen in wissenschaftliche Geräte und Mitteln für Reisen, Kolloquien, Gastprofessuren, internationale Kooperationen, Öffentlichkeitsarbeit, Gleichstellungsmaßnahmen und die Nachwuchsförderung. Wir gratulieren der DFG recht herzlich zu diesem Jubiläum und möchten uns für die Ermöglichung unserer Forschung im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 1070 RessourcenKulturen bedanken.