Uni-Tübingen

B 03

Ressourcenerschließung und Herrschaftsräume im Mittelalter. Klöster und Burgen

Fachklassifizierung

Landesgeschichte

Archäologie des Mittelalters

Projektleitung

Schreg, Rainer, Prof. Dr.

Deutsch Römisch-Germanisches Zentralmuseum Leibniz

Forschungsinstitut für Archäologie

Ernst-Ludwig-Platz 2

55116 Mainz

Telefonnummer: 06131 9124 122

E-Mail-Adresse: rainer.schregspam prevention@uni-bamberg.de

 

Hirbodian, Sigrid, Prof. Dr.

Eberhard Karls Universität Tübingen

Fachbereich Geschichtswissenschaften

Wilhelmstr. 36

72074 Tübingen

Telefonnummer: 07071 29 78514

E-Mail-Adresse: sigrid.hirbodian[at]uni-tuebingen.de

DoktorandInnen

und Postdocs

Froehlich, Jonas

SFB1070 RessourcenKulturen

Gartenstraße 29

Raum 312

72074 Tübingen

Tel.: +49-(0)7071-29-73591

E-Mail-Adresse: jonas.froehlich[at]uni-tuebingen.de

 

Vossler-Wolf, Christina, Dr.

SFB 1070 RessourcenKulturen

Gartenstr. 29

72074 Tübingen

Telefonnummer: 07071 29 73591

E-Mail-Adresse: christina.vossler-wolf[at]uni-tuebingen.de

 

Weidenbacher, Michael

SFB 1070 RessourcenKulturen

Gartenstr. 29

72074 Tübingen

Telefonnummer: 07072 29 73591

E-Mail-Adresse: michael.weidenbacher[at]uni-tuebingen.de

Die Mitglieder des Teilprojektes B 03 kooperieren im Rahmen Ihrer Forschungen mit der Kreisarchäologie Göppingen.

 

Das Teilprojekt widmete sich in der ersten Förderphase den Klöstern und Burgen in Oberschwaben und einer Wüstung im Nordschwarzwald. Es wurden die Erschließungs- bzw. Nutzungsstrategien von Siedlungsgemeinschaften, Orden und des Adels untersucht. Ressourcenerschließung und Herrschaftsausübung zeigten sich hierbei eng gekoppelt und als in einem steten sozialen Aushandlungsprozess befindlich. Bei den Klöstern bildet die wechselseitige Bedingtheit von ökonomischen und spirituellen Ressourcen – wie z. B. weltliche Landschenkungen des sozialen Umfeldes als Gegenleistung für das Gebet der Mönche – eine grundlegende Voraussetzung für die materielle Ausstattung, den Erhalt und die Identitätsbildung einer Gemeinschaft. In der zweiten Projektphase soll ein landesgeschichtlicher Zugang gewählt werden, der die in der ersten Projektphase bereits praktizierte interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Archäologie und Geschichtswissenschaft vertieft und die regionale Kontextualisierung verstärkt. Dabei konzentriert sich der Zugang zunächst auf Burgen, die sowohl als kulturelle Ressource für den sozialen Aufstieg unfreier Ministerialer in den Adel, wie auch zugleich als Instrument zur Erschließung und Sicherung von materiellen Ressourcen für deren damit untrennbar verbundenen Herrschaftsaufbau verstanden werden. Die Ergebnisse aus der ersten Projektphase aufgreifend, werden dabei nicht nur die Mechanismen herrschaftlicher Raumerschließung von Burgen aus, sondern auch die Vernetzung mit geistlichen Zentren und deren Herrschaftsmitteln wie auch religiösen Ressourcen berücksichtigt. Regional bezieht sich das Projekt auf den Raum von der Rems im Norden über das Filstal bis zur Donau im Süden, was eine Zusammenarbeit der beiden Teiluntersuchungen erleichtert. Der zeitliche Rahmen spannt sich vom 12. Jh., in dem Burgenbesitz von Ministerialen zum ersten Mal zu greifen ist, bis ins 14. Jh., in dem eigenständige niederadlige Herrschaftsbildungen existieren. Geplant sind zwei eng miteinander verzahnte Studien unter folgenden Arbeitstiteln: ,Burg und niederadlige Herrschaftsbildung im Umfeld hochadliger Herrschaftszentren‘ (Landesgeschichte) sowie ,Ressourcen der Kulturlandschaft als Faktoren mittelalterlichen Burgenbaus‘ (Archäologie des Mittelalters).