Uni-Tübingen

Dr. Christine Knauer

Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Postdoc)

Teilprojekt C03: Multiple Bedrohungen in amerikanischen Rassenbeziehungen nach 1945

Beruflicher Werdegang

Stipendien und Auszeichungen

Forschungsschwerpunkte

Post-Doc-Projekt im Rahmen des SFB 923

Thema: "The Horrors of Lynching": Der weiße Süden und Lynchmorde nach dem Zweiten Weltkrieg

Abstract: Lynchmorde repräsentieren eine der brutalsten und drastischsten Formen der rassischen Gewalt. Auch wenn eine klare Definition von Lynching noch immer kaum möglich ist, wird es mehrheitlich als außerrechtliche Gewalt durch Mobs, die sich meist als Vertreter der Community und ihres Willens verstanden, beschrieben. In den letzten zwanzig Jahren ist eine Vielzahl von Studien, die sich mit dem Phänomen des Lynchings in den USA beschäftigen, erschienen. Trotz der Literaturflut fehlen wichtige Aspekte in der Betrachtung der Thematik; vor allem die „letzten“ Lynchmorde bleiben noch immer eher eine Fußnote in der Historiographie, wenn man vom Mord des 14-jährigen Emmett Till 1955 einmal absieht. Der Historiker W. Fitzhugh Brundage wies 2008 auch auf das Fehlen einer kritischen Studie zu den "declining years of America's lynching tradition" hin und forderte dabei eine systematische Studie der Pressediskurse sowie "cultural representations of lynching." Hier will diese Studie ansetzen. Das Forschungsprojekt beschäftigt sich mit Lynchmorden, die sich nach Ende des Zweiten Weltkriegs ereignet haben. Es ist nicht das Ziel zu klären oder erklären, wieso die Zahlen der Lynchmorde vor allem ab den 1930er Jahren stark sanken – dieses Themenfeld wird nur gestreift. Der Schwerpunkt liegt vielmehr auf den multiplen Reaktionen und Narrativen der weißen Südstaatler bezüglich Lynching, rassischer Gewalt und der sich verändernden Rassenbeziehungen auf lokaler, einzel- und bundesstaatlicher Ebene.

Publikationen

Monografie

Aufsätze in Fachzeitschriften und Buchbeiträge

Tagungsberichte und Rezensionen

Vorträge

Lehrveranstaltungen