Uni-Tübingen

Dr. Christoph Haack

Akademischer Mitarbeiter (Postdoc)

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SFB 923 "Bedrohte Ordnungen"
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72074 Tübingen
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Sprechzeiten
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Teilprojekt
F02 –  Karonlingische Ordnung


Forschungsprojekt im Rahmen des SFB 923

Arbeitstitel: Sozialer Wandel um 1000 in Südfrankreich. Eine bedrohungskommunikative Neudeutung der „révolution féodale“

Als Teil der Unter­suchung des „Wandels der karo­lingischen Welt“ frage ich nach Be­schreibungen von Wandel in der Zeit um 1000 im heutigen Mittel- und Süd­frankreich. Diese Gebiete gelten in der Dis­kussion um die „mutation“ oder „révolution féodale“ als Hoch­öfen der Feudal­gesellschaft, als Brenn­punkte all jener Ent­wicklungen, die die karo­lingische Ordnung außer Funktion setzten und die neuen Struk­turen einer „feudalen“ Welt schufen. Die Dis­kussion war bislang aller­dings vor allem auf die sozialen Marker des Wan­dels ge­richtet und hat des­halb Praktiken, besonders auf Grund­lage von Ur­kunden, erforscht. Meine Unter­suchung dreht diesen An­satz um, indem sie nach der Wertung der Akteure selbst fragt: Im Zentrum stehen nicht mehr diplo­matische Quellen, sondern Texte, in denen aktiv um die Be­deutung der Welt und ihren Wandel ge­rungen wurde. Unter­suchungs­gegen­stand sind deshalb Er­zählungen von Wandel – oder aber Kontinuität – über die Jahr­tausend­grenze hinweg. Mein Arbeit zielt damit auf eine Neu­perspektivierung der Frage nach dem Charakter des Wan­dels der Karo­lingischen Welt und der Schärfe dieses Wandels.


Forschungsschwerpunkte

  • Krieg im Mittelalter
  • Lehnswesen
  • Prosopographie
  • Historiographie der 1. Jahrtausendwende

Kurzvita

2018
Promotion

Erschienen als: Die Krieger der Karolinger. Kriegsdienste als Prozesse gemeinschaftlicher Organisation um 800. Berlin/Boston 2020.

seit November 2017
Akademischer Mitarbeiter (Postdoc)

am SFB 923 „Bedrohte Ordnungen“ (Teilprojekt F02)

2012 bis 2017
Akademischer Mitarbeiter

am Seminar für mittelalterliche Geschichte der Universität Tübingen.

2004 bis 2011
Studium der Mittelalterlichen Geschichte, Archäologie des Mittelalters, Zivilrecht (Magister Artium)

an den Universitäten Göttingen und Tübingen sowie der Universidad de Salamanca. Thema der Magisterarbeit: „Roaring Lionesses. Mathilde von England und Urraca von Kastilien-León im Vergleich“.


Publikationen

Publikationen

  • Art. Kapitular von Herstal, in: Germanische Altertumskunde Online (GAO) (2014). http://www.degruyter.com/view/GAO/GAO_40
  • Art. Rupert von Salzburg, in: Germanische Altertumskunde Online (GAO) (2017). https://www.degruyter.com/view/GAO/GAO_85
  • (Mitherausgeber und -übersetzer) Einhard. Translation und Wunder der Heiligen Marcellinus und Petrus. Lateinisch – deutsch. Übersetzt und herausgegeben von Mitgliedern des Seminars für mittelalterliche Geschichte der Universität Tübingen. (Acta Einhardi 2) (Seligenstadt 2015).
  • Hrsg. mit Annette Grabowsky, Thomas Kohl & Steffen Patzold: Einhards Briefe. Kommunikation und Mobilität im Frühmittelalter (Acta Einhardi 3), Seligenstadt 2018
  • Christoph Haack, Die Krieger der Karolinger. Kriegsdienste als Prozesse gemeinschaftlicher Organisation um 800 (Berlin 2020). 
  • Christoph Haack, Namen und Narrative. Ein Versuch zur ethnischen Interpretation frühmittelalterlicher Personennamen und der "Angelsächsischen Mission" auf Grundlage der Datenbank "Nomen et Gens",
    in: Matthias Becher/Hendrik Hess (Hg.), Machterhalt und Herrschaftssicherung. Namen als Legitimationsinstrument in transkultureller Perspektive (Göttingen 2019), S. 315 – 339.

Rezensionen

  • Rezension: Richard Barber, Edward III and the Triumph of England. The Battle of Crécy and the Company of the Garter (London 2013). Militärgeschichtliche Zeitschrift 73,1, 2014, S. 160 –162.
  • Rezension: Hans Hummer, Visions of Kinship in Medieval Europe. Oxford Studies in Medieval European History (Oxford 2018). Francia-Recensio, 2018, 4 https://doi.org/10.11588/frrec.2018.4.57385