Uni-Tübingen

Roman Krawielicki, M.A.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

seit 2015: Teilprojekt Ö: Erfahrungen – Erwartungen – Ergebnisse. „Bedrohte Ordnungen“ zwischen wissenschaftlicher Analyse und öffentlicher Diskussion

2011-2015: Teilprojekt D04: USA und Sowjetunion. Transformationen einer weltpolitischen Ordnungskonkurrenz 1975 – 1989

Beruflicher Werdegang

  • 2004–2011: Studium der Neueren & Neuesten Geschichte, Allgemeinen Rhetorik und Politikwissenschaften in Tübingen und Berlin, Abschluss: Magister Artium (Note: 1,1)
  • Studentische/Wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Geschichliche Landeskunde und Historische Hilfswissenschaften, Tübingen
  • Praktika beim U.S. Commercial Service der Botschaft der Vereinigten Staaten in Berlin, der Marketingabteilung von "plenexis" in Bonn, in der Redaktion der Wochenzeitung "Der Freitag" in Berlin, der Softwarefirma "Bright Future" in Köln sowie der SPD-Parteizentrale in Berlin
  • 2011-2015: Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Teilprojekt D04 des SFB 923 „Bedrohte Ordnungen“
  • Forschungsaufenthalte in den USA (National Archives (Washington D.C.), der Ronald Reagan Presidential Library (Simi Valley, CA) und dem Archiv der Hoover Institution an der Stanford University) und Russland (Archiv der Gorbačev Stiftung und im Russischen Staatsarchiv für Neuere Geschichte (RGANI) in Moskau)
  • 2012: Egon Bahr Fellow der Friedrich-Ebert-Stiftung, Teilnehmer des 12. Petersburger Dialogs in Moskau
  • Seit 07/2015: Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Wissenschaftskommunikation im SFB 923 "Bedrohte Ordnungen"

Forschungsschwerpunkte

  • Politik- und Emotionsgeschichte des Ost-West-Konflikts
  • Geschichte der USA und der Sowjetunion seit dem Zweiten Weltkrieg
  • Wissenschaftskommunikation & Public History

Dissertationsprojekt im Rahmen des SFB 923

Thema: "Flüchtige Angst. Reflexion und Wandel sowjetisch-amerikanischer Bedrohungsdiskurse in den achtziger Jahren"

Abstract:

Das Ziel der Untersuchung ist es, die Deeskalation der Bedrohungskommunikation ab 1983 zu analysieren und zu zeigen, wie sich die fortgesetzte Ordnungskonkurrenz der Supermächte im Rahmen eines abrüstungspolitischen Verrechtlichungs- und Verständigungsprozesses entschärfte. Im Fokus steht die Frage, weshalb die Ängste, die zuvor Handlungsoptionen der Diplomatie verschlossen hatten, im Laufe der achtziger Jahre an politischer Wirkung verloren. Besonders eingehend werden daher untersucht:

  • der Generations- und Personalwechsel in den außenpolitischen Stäben und die damit verbundenen Veränderungen der Wahrnehmungsweisen, Handlungsmaximen und Kommunikationsstrategien sowie die Auswirkungen der Wiederaufnahme persönlicher Begegnungen auf oberster Regierungsebene (die Gipfeltreffen in Genf, Reykjavik, Washington und Moskau);
  • die kommunikativen Zäsuren der Deeskalation und wie die Sprachstrategen im rhetorischen Wechselspiel zwischen Moskau und Washington die Transformation der Ordnungskonkurrenz beförderten;
  • die sozioökonomischen Ursachen und politischen Ziele der deeskalierenden Kommunikation.

Publikationen

  • (mit Fabian Fechner, Tanja Granzow, Jacek Klimek, Beatrice von Lüpke, Rebekka Nöcker) 'We are gambling with our survival.' Bedrohungskommunikation als Indikator für bedrohte Ordnungen, in: Aufruhr – Katastrophe – Konkurrenz – Zerfall. Bedrohte Ordnungen als Thema der Kulturwissenschaften, Bd.1 der SFB 923-Reihe 'Bedrohte Ordnungen', hg. von Ewald Frie und Mischa Meier, Tübingen 2014, S. 141-173.
  • mit Daria Efimenko [u.a.]: „Future of Social Policy in Russia’s Regions: On the Economy of the Housing and Utilities Sector in Kostroma”, in: FES-Report of the Egon Bahr Fellowship Program for German Russian Understanding, Moscow 2012, S. 29-35.

Vorträge

  • 26.09.2018 "'Sounding the Tocsin'. Neokonservative Bedrohungskommunikation in den 1970er Jahren", Vortrag auf dem 52. Deutschen Historikertag in Münster.
  • 18.05.2015 "‘Globaldenken’, 'Interdependenz‘ und die sowjetisch-amerikanischen Beziehungen in den achtziger Jahren"; Vortrag auf der Lehrerfortbildung „Wissenschaft trifft Unterricht" des SFB 923 in Tübingen.
  • 02.10.2013 "Visualizing novoe myšlenie - The Photographic Dimension of the De-escalation of Soviet-American Threat Discourses in the Eighties"; Vortrag im Rahmen des internationalen Workshops "Photography and Visual Orders in the History of the Russian Empire and the Soviet Union" am Deutschen Historischen Institut in Moskau.
  • 15.03.2013 ”A 'Sovietnam'? Reagan Rhetoric and Politics in relation to the Soviet War in Afghanistan"; Vortrag im Rahmen der Konferenz "Afghanistan, the Cold War, and the End of the Soviet Union" an der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg.
  • 18.01.2013 - (mit Martin Deuerlein) "USA und Sowjetunion. Transformationen einer weltpolitischen Ordnungskonkurrenz 1975 – 1989", Vortrag im Rahmen des SFB-Kolloquiums.
  • 20.01.2012 "'Der Geist ist es, der den Redner macht.' Ronald Reagans Ghostwriter, persuasive Sprache und ihre Wahrnehmung in der Sowjetunion: Rhetorik als Implikation für eine zeitgemäße Geschichtsschreibung." Vortrag auf dem 4. Studientag der Osteuropäischen Geschichte der Universitäten Konstanz und Tübingen.

Tagungen, Ausstellungen, Diskussionen

  • (mit Dennis Schmidt) Kuration und Konzeption der virtuellen Ausstellung bedrohte-ordnungen.de
  • 27.04.2018: Eröffnungsveranstaltung der virtuellen Ausstellung "Bedrohte Ordnungen" im Historischen Lesesaal der Universtitätsbibliothek, Tübingen.
  • Sommer 2016: (mit Zarin Aschrafi) Organisation der Veranstaltungsreihe Fokus:Flüchtlingskrise in der Kulturhalle Tübingen und des Kooperationsprojekts zur Ausstellung "ZuFlucht Tübingen" mit dem Stadtmuseum Tübingen
  • 15.07.2014: Organisation der Podiumsdiskussion „Der Geist des Vergangenen. Ein Podiumsgespräch zu den Auswirkungen des Kalten Krieges auf die deutsch-russischen Beziehungen“ in Tübingen
  • 10.01.2014: (mit Martin Deuerlein) Studientag "Energiegeschichte Osteuropas im Kalten Krieg: Neue Bedrohungen und Sicherheiten", Tübingen. Bericht auf H-Soz-u-Kult
  • 13. bis 15. September 2013: (mit Martin Deuerlein) Internationale Konferenz "Neue Forschungen zum Kalten Krieg in den 1970er und 1980er Jahren", Blaubeuren. Den Workshop-Bericht finden Sie in PDF-Format hier.

Lehrveranstaltungen

  • Seit 2015: Gastbeiträge zum Thema Wissenschaftskommunikation in Seminaren und Schulklassen
  • Sommersemester 2012: Hauptseminar "Détente und Konfrontation - amerikanisch-sowjetische Beziehungen von Nixon bis Reagan" (mit Prof. Dr. Georg Schild).
  • Wintersemester 2010/11: Hauptseminar „Der Zweite Kalte Krieg": Die USA und die Sowjetunion 1975–1988 (mit Prof. Dr. Klaus Gestwa und Prof. Dr. Georg Schild).